Blueprint ist ein ursprünglich 1999 erschienener Roman von Charlotte Kerner. 2003 folgte eine Verfilmung und 2004 eine Neuauflage des Romans als Taschenbuchs. Der Roman beschäftigt sich mit dem Thema Klonen und einer speziellen Mutter Tochter Beziehung.

 

Iris Sellin ist eine hochbegabte Komponistin und Pianistin. Als sie erfährt, dass sie an Multipler Sklerose leidet ist sie entsetzt von dem Gedanken, dass mit ihr ihr Talent von dieser Welt verschwindet. Sie fasst den Entschluss sich klonen zu lassen. Durchgeführt wird eine künstliche Befruchtung von dem Wissenschaftler Professor Mortmier G. Fisher. 9 Monate später wird schließlich Siri geboren, die zunächst wie ein normales Kind heranwächst. Trotzdem leidet das Kind schnell unter dem Einfluss und großen Druck ihrer Mutter. Immerhin war Iris' Plan ihr Talent weiter zu geben, so muss Siri viele Klavierstunden nehmen und fleißig üben. Dazu spielt sie auf den Klavierflügel ihrer Mutter mit dem Namen "Mr. Black". Das einzige was ihr dabei Spaß bereitet ist ihr Klavierlehrer Janneck. Dieser verbringt auch außerhalb des Unterrichts gerne Zeit mit Siri. Da Iris sich immer öfter zu Hause zurück zieht um noch so lange wie möglich neue Kompositionen zu spielen verbringt sie sehr wenig Zeit mit ihrer Tochter. Siri wird so fats ausschleißlich von ihrer Ziehmutter Daniela Hausmann aufgezogen die eigentlich Hausmädchen von Iris ist.

Nach der Pubertät von Siri wird nun sehr deutlich wie ähnlich sich Mutter und Tochter äußerlich sind. Beide haben die selben lockigen braune Haare, das selbe Gesicht und den gleichen Körperbau.

Im Alter von 16 Jahren hat Siri immer den Gedanken vor Augen, dass sie nur dazu da ist um ihre Mutter zu ersetzen und wehrt sich dagegen. Sie möchte nicht so sein wie sie. Optisch ein Zwilling, im Inneren aber unterdrückt. Um sich ausdrücken zu können versucht sie zuerst ihr Aussehen drastisch zu verändern: Sie kleidet sich anders, schneidet sich die Haare kurz. Nach einem beinahen Zusammenbruch schneidet sie sich mit einem Skalpell das Muttermal aus dem Gesicht welches ihre Mutter an der selben Stelle trägt. Zu Hause möchte sie nun auch nicht mehr auf "Mr. Black" üben.

Kurze Zeit später muss Siri ihr erstes Konzert geben, so aufgewühlt wie sie ist scheitert sie kläglich, woraufhin sie sich noch stärker mit ihrer Mutter zerstreitet. Ihr einziger Halt der sie vorm kompletten ZUsammenbruch und Suizidgedanken schützt ist Kristian: Obwohl Kristian sozusagem mit Iris liiert ist ist Siri von ihm besessen. Nach einem Konzertauftritt versucht sie Kristian als Iris zu verführen, dieser bemerkt den Schwindel zwar erst spät, möchte aber Iris alles beichten. Siri droht daraufhin als Vergewaltiger darzustellen wenn er mit Iris spricht und befiehlt ihn einfach für immr zu verschwinden. Siri ist einerseits traurig über den Verlust, andererseits aber glücklich ihrer Mutter damit geschadet zu haben.

 

Einige Jahre später ist die Krankheit von Iris weiter fortgeschritten, so dass sie sich nur noch im Rollstuhl fortbewegen kann. Siri beichtet in dieser Zeit ihrer Mutter die fast Affäre mit Kristian woraufhin Siri von ihrer Mutter "verbannt" wird. Siri zieht aus und flüchtet zu ihrem Kindheitsfreund Janneck nach Hamburg. Dort will sie schleißlich "das wahre Leben" kennen lernen. Driftet auf Partys ab, nimmt Drogen und Alkohol ohne über Konsequenzen nachzudenken und ohne den ständigen Druck ihrer Mutter ausgesetzt zu sein.

Das Hausmädchen Daniela schreibt Siri schließlich Briefe da die sterbenskranke Iris um Kontakt bittet. Als Siri diese mit Ablehnung beantwortete hat Iris vor ihre Tochter selbst zu besuchen. Siri aber hat kein Mitleid mit ihrer Mutter, betont weiterhin dass sie nun ihr eigenes Leben hat und sie sie nicht mehr sehen möchte. Iris kehrt bestürzt zurück nach Lübeck in ihre Heimat udn ist erschrocken darüber ihre eigene Tochter nicht wieder zu erkennen.

Eines Tages bekommt Siri einen dringenden Anruf von Daniela, denn ihre Mutter Iris liegt im Sterben. Siri ringt sich durch ihre Mutter doch noch zu besuchen. Die letzten Minuten verbringen Mutter und Tochter zusammen. Eine Versöhnung folgt. Kurz danach stirbt Iris. Bei ihrer Beerdigung sind auch der Wissenschaftler und Kristian anwesend. Siri jedoch ist einfach nur glücklich darüber am Ende doch noch eine Aussprache mit ihrer Mutter gehabt zu haben.

 

 

"Blueprint" blickt in die Zukunft der Wissenschaft. Hierbei wird deutlich, dass ein "Wunsch Deisgner Kind" keineswegs alle Wünsche erfüllen kann oder soll. Trotz gleicher DNS entwickelt jeder Mensch seinen eigenen Willen der niemals unterdrückt werden sollte. Blueprint liefert somit interessante Einblicke in eine Welt die gar nicht so weit entfernt zu seien scheint.