Chief Bomden ist ein offensichtlich taubstummer Indianer, welcher unter schwerer Schizophrenie leidet und daher in einer psychiatrischen Klinik behandelt wird, in der ein sehr strenges Regiment herrscht. Doch einiges ändert sich, als eines Tages der von allen nur R.P. genannte Randall Patrick McMurphy auf Bomdens Station auftaucht. Murphy ist dort um einer Gefängnisstrafe wegen unzüchtigen Verhaltens zu entgehen, denn er willigte einen Deal mit der Justiz ein, welche ihn vorerst in eine geschlossene Anstalt einweist um dort festzustellen ob und was mit Murphy nicht stimmt. Dort angekommen, findet er schnell das geradezu unmenschliches System vor, denn die Ärzte, Schwestern und Pfleger behandeln die Patienten geradezu so, als hätten sie keinen eigenen Willen. Weder dürfen die Patienten auch nur halbwegs aus ihrem normalen Tageslauf ausbrechen, noch dürfen sie kleine Entscheidungen für sich selbst treffen. Alles muss von Oben abgeklärt werden. R.P. entschließt sich schnell, sich diesem System, wie er es nennt, nicht unter werfen zu lassen und rebelliert offen gegen die Klinik-Leitung. Vor allem rebelliert er aber gegen Schwester Ratched, welche die Leitung über die Station hat, in welcher Randall vorerst wohnt. Seine Station ist dabei gemischt sowohl mit schweren psychischen Fällen, als auch mit leichteren. Doch kein Patient sieht sich in der Lage, das System in Frage zu stellen, da sie mittlerweile schon so klein gemacht wurden, das sie keinen eigenen Willen mehr zu scheinen haben. Im Laufe der ersten Tage gelingt es Randall bereits für mächtig Furore zu sorgen, was ihm bei den Ärzten zwar unbeliebt macht, bei den Patienten dafür umso beliebter. Besonders der junge und verschüchterte Billy Bibbit, sowie der stumme Indianer Chief Bombden werden schnell zu Randalls Freunden. Nach und nach gelingt es Randall immer weiter mit seiner Art auch die anderen anzustecken: es gelingt ihm sogar, mit ihnen gemeinsam für einen Nachmittag zu fliehen und eine Bootstour zu übernehmen. Doch es kommt schließlich zu einigen Vorfällen. Da Murphy einmal eingeknickt ist, und sich dem System angepasst hat, begeht der Patient Cheswick Selbstmord aus Verzweiflung. Murphy resigniert nach und nach immer weiter. Schließlich entschließt sich Murphy zusammen mit Chief Bomden zu fliehen, welcher, wie Murphy bald herausgefunden hat, seine Stummheit nur vorgetäuscht hat. Doch es kommt erneut zu einem Zwischenfall, für den Murphy verantwortlich gemacht wird und schließlich mit Elektroschocks behandelt wird. Daraufhin ist er nicht mehr der gleiche und vollkommen abwesend. Doch Bomden will weiterhin fliehen, aber seinen Freund nicht so zurück lassen. Daher nimmt er Murphy dessen Leiden und flieht schließlich in die Freiheit alleine.

 

„Einer flog über das Kuckucksnest“, durch seine Verfilmung mit Jack Nicholson zum ewigen Filmklassiker geworden, zählt mit gutem Recht zu eines der bedeutendsten Werke der jüngeren amerikanischen Literatur. Das Buch ist in alle Maße äußerst spannend geschrieben und entlarvt auf intelligente Weise, das oftmals unmenschliche System Psychiatrie. Ein Buch, das man eigentlich gelesen haben sollte.