Theodor Fontane gehört zu den bedeutendsten deutschen Schriftsteller und seine Werke sind auch heute noch weltberühmt. Eines seiner bekanntesten Werke ist "Irrungen und Wirrungen", welches 1888 erstmalig erschien. Der Hauptteil der Handlung spielt im Herzens Berlin in den 70er Jahren des 19.Jahrhunderts. Fontane beschreibt die einzelnen Handlungsorte sehr genau und zum Teil existieren sie auch wirklich in der Realität, wie zum Beispiel "Hankels Ablage", in dieser schrieb Fontane sogar einige Teile seines Romans.Die 2 Hauptpersonen sind Lene und Botho. Die Pflegetochter Magdalene Nimptsch, die kurz einfach Lene genannt wird entspringt dem bürgerlichen Stand, sie ist von Beruf Büglerin und wird im Verlauf der Geschichte als ehrlich, ernst, gut und treu beschrieben. Sie verliebt sich am Anfang des Romans bei einem Ausflug in den adligen Baron Botho von Rienäcker. Beide empfinden so viel für einander das sie eine Liebesbeziehung beginnen. Doch die Pflegemutter von Lene und deren Nachbarin, die selbst schon eine Beziehung zu einem Adligen geführt hatte, stehen dieser Verbindung sehr skeptisch gegenüber und sprechen im 1.Kapitel eher abwertend über Botho. Und obwohl Lene Botho über alles liebt, ist sie sich von Anfang an bewusst, dass diese Beziehung keine Zukunft haben kann, auch wenn sie sich es von ganzen Herzen wünscht. Botho hingegen liebt es den Moment zu genießen und schätzt an Lene die Einfachheit und die Bescheidenheit die sie ausstrahlt und für ihn ist es erst mal kein Problem, dass sie nicht aus dem adligen Stand kommt. Er besucht Lene und deren Familie öfters und versteht sich trotz der Skepsis die am Anfang herrschte sehr gut mit ihnen. Doch diese Idylle wird bald gestört, denn der Baron ist hochverschuldet und dies nicht zum ersten Mal und steht nun vor einem Problem. Nachdem sein Onkel in Berlin zu Besuch war, scheint eine Lösung gefunden zu sein: Botho soll die adlige Käthe von Sellenthin heiraten, die ihm schon sehr lange versprochen war und ihm aus seinen finanziellen Schwierigkeiten helfen soll. Botho ist hin und her gerissen und weiß nicht was er tun soll, besonders da er Käthe aufgrund ihres kindischen Charakters überhaupt nicht mag und sie ihm äußerst peinlich ist. Doch Botho weiß auch, dass er sich der Ständegesellschaft untergeben muss. Dies wird im 11. Kapitel dann endgültig sichtbar. Beide verabreden sich zu einem Bootausflug in Hankels Ablage, sie haben viel Spaß bis die besten Freunde von Botho auftauchen in Begleitung ihrer "leichten" Mädchen. Botho ist zu schüchtern und hat zu viel Angst Lene als seine richtige Freundin vorzustellen, also gibt er ihr einen Kosenamen, genauso wie die Damen von seinen besten Freunde einen anderen Namen besitzen. Er stellt damit Lene auf die selbe Ebene und sie ist davon bitter enttäuscht und wird sich der Realität noch viel bewusster. Der Baron und Lene beenden die Beziehung und Botho heiratet Käthe. Und auch Lene heiratet den adligen Gideon Franke. Beide sind nie wirklich glücklich und denken oft aneinander, doch sie können sich ihrer Liebe aufgrund der verschieden Stände und der gesellschaftlichen Verhältnisse nicht hingeben. Mit dieser traurigen Erkenntnis endet der weltberühmte Roman von Theodor Fontane.