Hauptpersonen: Lena Sadini, Kommissarin, Benjamin Weber, Kommissar, Wolf Bergmann, der Chef der "Gemeinschaft der sechs Zeichen".

Orte: Das Bauerndorf "Bachweid" im schweizerischen Emmental und die Kirche des Dorfes.

Krimityp: Der etwas andere Krimi, ohne viel Blut und Waffen, trotzdem spannend von A - Z.

Tag 1

Bei Bauer Fankhauser wird in der Jauchegrube eine männliche Leiche gefunden. In der Fahndungsgruppe Emmental/Oberaargau herrscht Personalmangel. Daher muss die junge, unerfahrene Kommissarin, Lena Sadini, vorerst alleine dorthin, um den Fall zu lösen. Bei den ersten Ermittlungen zeigt es sich, dass es sich bei dem Toten um den Christian Wittwer handelt. Dieser war eine sehr zwielichtige Person und wurde deshalb nur "Der Schleicher" genannt.

Tag 2

Das Institut für Rechtsmedinzin in Bern stellt fest, dass der Tote ermordet wurde und zwar mit einer Metallgabel, die ihm mit aller Wucht in die Brust gestossen wurde. In der Hosentasche der Leiche befindet sich ein sechseckiges Symbol. Die Kommissarin erhält die Unterstützung durch den Dorfpolizisten Hefti. Zusammen besuchen sie das verlotterte Heimwesen des Toten, der dort alleine gelebt hat. Dort stellen sie fest, dass jemand etws gesucht hat. Der Polizist vermutet, dass das Symbol, welches bei dem Toten gefunden wurde, etwas mit der "Gemeinschaft der sechs Zeichen" zu tun hat. Gegen Abend fährt Lena mit ihrem Auto nach Hause. Sie nimmt aus dem Büro das Symbol mit. Sie überwirft sich mit ihrem Freund, weil am Vorabend der Besuch eines Rockkonzertes geplant war und er das wegen der Übernahme der "Bachweidfalles" durch seine Freundin absagen musste.

Tag 3

Am Morgen fährt Lena, ohne sich von ihrem Freund zu verabschieden, zurück nach Bachweid. Auf der Fahrt entgeht sie nur knapp einem Zusammenstoss mit einem anderen Fahrzeug, weil sie von dem Symbol auf dem Beifahrersitz abgelenkt wurde. Trotzdem nimmt sie die Ermittlungen auf und besucht als erstes den Gemeindepräsident der sie sprechen will. Sie spürt, dass man ihr wegen ihrer Jugendlichkeit mit Skeptis gegenüber steht. Sie besucht auch auch den Chef "Der Gemeinschaft der sechs Zeichen, Wolf Bergmann. Es stellt sich heraus, dass der Tote das Symbol gestohlen hat, weil glaubt, dass es sehr wertvoll ist und ihm viel Geld einbringen könnte. Die Kommissarin hält das für ein Motiv, weil die Sekte das Zeichen unbedingt zurückhaben will. Am Abend geht Lena wieder zu ihrem Freund und versöhnt sich mit ihm.

Tag 4 

Als die Kommissarin am Morgen zurückkommt, ist ihr Zimmer im Gasthof ausgebrannt. Ein Blitz hat in der Nacht eingeschlagen. Das Zeichen als Beweisstück, das sie in einem Schrank eingeschlossen hatte, ist pulverisiert und nichts mehr Wert. Was Lena langsam aber sicher merkwürdig vorkommt. Da einige der Fingerabdrücke im Haus des Toten auch dem Bauern Fankhauser, bei dem der Tote gefunden wurde, zugeordnet werden können, wird er plötzlich zum Hauptverdächtigen. In seinem Haus wird eine Hausdurchsuchung angeordnet. Sämtliche Heu- und Mistgabeln werden beschlagnahmt. Da sich offenbar der Mann dadurch in die Enge getrieben fühlt, gesteht er der Kommissarin, dass er eine gleichgeschlechtliche Neigung hat und das er im Haus des Toten war, um ihm das Heimwesen abzukaufen. Da sei es tatsächlich zu einer geschlechtlichen Annäherung gekommen. Der "Chrigu" habe ihn dann erpresst, aber getötet habe er ihn nicht. Die Kommissarin weiss nicht so recht, ob sie ihm das abnehmen soll.

Tag 5

Die Laboruntersuchungen haben keine Hinweise auf Blutspuren auf den Gabeln von Bauer Fankhauser ergeben. Auch in seinem Auto findet sich nichts, das auf einen Transport einer Leiche hinweisen würde. Lena muss erkennen, dass der Mann offenbar die Wahrheit gesagt hat. Irgenwie hat sie ein schlechtes Gewissen, dass sie dadurch dem Bauern grossen Schaden zugefügt hat. Auf den Rat von Kommissar Weber, der sie von Burgdorf aus unterstützt, konzentriert sie sich wieder auf "Die Gemeinschaft der sechs Zeichen". Der Chef, Bergmann, empfängt sie immer voller Höflichkeit und zeigt ihr, um ihr zu beweisen, dass er und seine Leute keine Mörder sein können, alles und erklärt ihr auch die Ziele seiner Gemeinschaft. Die Kommissarin ist beeindruckt, vor allem auch von der Persönlichkeit des Chefs. Er lädt sie zu einer Veranstaltung ein. Lena will eigentlich an diesem Abend nach Hause zu ihrem Freund gehen, um zu schauen was los ist. Den der hat sich nach einem Krach am Telefon nicht mehr gemeldet. Aber der Motor ihres Golfs streikt plötzlich unerklärlich. Sie entschliesst sich deshalb doch zu der Veranstaltung zu gehen. Diese ist seht international und beeindruckt die Kommissarin. Aber noch mehr beeindruckt sie der Chef, Bergmann. Und auch ihm scheint sie nicht ganz gleichgültig zu sein. Nach der Veranstaltung nimmt er sie in seine Wohnung, um mit ihr ein Glas Wein zu trinken. Er gesteht ihr seine Liebe und verführt sie. Lena wehrt sich zuerst, aber dann wird sie schwach. 

Tag 6

Am anderen Morgen, als Lena neben dem nackten Bergmann erwacht, wird ihr voller Schrecken bewusst, dass sie sich mit einem Verdächtigen eingelassen und auch ihren Freund betrogen hat  Sie rennt in Panik weg. Sie ist verzweifelt und vergisst dabei fast den Fall. In der sehr schönen kleinen Kirche, die auf einem Hügel oberhalb des Dorfes liegt, versucht sie Trost und einen  Ausweg zu finden. Bergmann versucht ihr am Telefon klarzumachen, dass er sie tatsächlich liebt. Trotz aller Zweifel fährt sie, wie von einer unsichtbaren Hand gezogen, doch wieder zu Bergmann. Sie erleben einen leidenschaftlichen Tag und der Mann erklärt ihr sogar, dass er sie heiraten möchte und sie nach Amerika mitnehmen würde, wo er nächstens versetzt werde. Lena fühlt sich geschmeichelt. Dabei wird ihr auf einmal wieder bewusst, dass sie bei der Polizei ist, und eine Fall zu lösen hat und der Geliebte sogar ein Verdächtiger ist.

Tag 7

Lena bleibt auch am folgenden Tag bei Bergmann. Als sie in den Gasthof zurück kommt, sieht sie, dass Tony, ihr Freund, ein SMS geschickt hat. Aber sie fühlt sich nicht in der Lage darauf zu antworten.

Tag 8

Da Seine Freundin nicht antwortet, ruft Tony den Chef der Fahndungsgruppe an, und fragt diesen, was da wohl los sei in diesem Bachweid. Der Chef schickt den durch Kontakte mit der Kommissarin schon involvierten Kommissar Weber dahin, um zu sehen, was da los ist. Er spürt sofort, dass es Lena nicht gut geht. Unter Tränen gesteht sie ihm, dass sie einen grossen Fehler gemacht hat und sich mit einem Verdächtigen eingelassen habe. Für Weber ist es sofort klar, dass es sich um den Chef der "Gemeinschaft der sechs Zeichen" handeln muss. Er macht der Kommissarin heftige Vorwürfe. Da er aber diese sehr gut mag, versucht er  ihr aus dem Dilemma zu helfen. Sie muss ihm versprechen, diesen Bergmann nicht mehr zu sehen. Zusammen mit dem Dorfpolizisten versuchen sie, die Blockade im Fall zu lösen. Sie fragen im Dorf herum, ob jemand etwas gesehen oder gehört hätte. Der Dorfpolizist bringt die Idee auf, im Dorf bekannt zu machen, dass man an der Leiche nun doch DNA-Spuren gefunden habe und nun alle Dorfbewohner zu eine Test aufbieten wolle. Merkwürdigerweise gibt sich der Gemeindepräsident entsetzt, dass man so etwas Unzumutbares machen wolle und droht mit rechtlichen Mitteln, was ihn natürlich sofort verdächtig macht. In seiner Wut über Bergmann, geht Kommissar Weber zu ihm und macht ihm Vorwürfe, dass er sich mit Lena eingelassen habe, da er es sowieso nicht ernst meine. Selbst verständlich gehöre er und seine Sekte weiterhin zu den Hauptverdächtigen.

Tag 9

Der Fall löst sich an diesem Tag auf. Trotzdem bleiben für die Kommissarin die Probleme um die Liebe zu Bergmann. Soll sie mit ihm nach New York gehen und die doch geliebte Polizeiarbeit und ihren Freund aufgeben?

Das Ende:

Die Kommissarin stieg ins Auto und fuhr gegen die Kirche. Bei der Abzweigung zu dieser hielte sie kurz an, weil es sie mit allen Sinnen zu Bergmann zog. Lena war kurz davor, zu ihm zu fahren. Schliesslich war der Fall gelöst und sie hatte Weber versprochen, bis dahin nicht zu diesem Mann zu gehen. Aber dann hielt es Lena doch für besser, zuerst nach Hause zu gehen und sich dort zu entscheiden, wie es weitergehen sollte. Deshalb fuhr sie das steile Strässchen zum Kirchlein hinauf. Oben angekommen stellte sie das Auto auf den Parkplatz und stieg aus. Da das Wetter gut war, bewunderte sie einmal mehr die wunderschöne Aussicht auf die umliegende Landschaft. Dann begab die Kommisarin sich in das Kirchlein und setzte sich in der Mitte auf eine Bank. Wiederum faszinierte sie vorn in der Mitte das Fenster mit dem Jesusbild. Sie starrte das gütg lächelnde Gesicht wie in Hypnose an und erhoffte sich davon eine Lösung ihrer Probleme. Insgeheim hoffte Lena auch, dass ihr, wie das letzte Mal, das Zeichen der Gemeinschaft erscheinen würde und ihr Kraft für die Entscheidung geben würde. Die Aussage von Liechti mit dem Licht bei dem Toten, hatte sie vollends überzeugt, dass in diesem Symbol eine geheimnisvolle Kraft zum Ausdruck kam. aber diesmal blieb deise Erscheinung aus. Sie sass noch eine Weile da und hoffte und hoffte. Das Jesusbild war auch diesmal sehr schön, aber es blieb ein Bild. Enttäuscht stand Lena auf und ging mit langsamen Schritten dem Ausgang zu. Was bedeutete das? Sollte sie von Bergmann lassen und doch zu ihrem Freund zurückgehen? Wollte ihr das Schicksal durch das Jesusbild so eine Botschafr verkünden? Bei der Türe blieb Lena stehen und schaute zum Bild zurück. Und plötzlich schien doch von ihm eine gewisse Ruhe und Zuversicht auszugehen. Und als von einem Seitenfenster ein Sonnenstrahl darauf fiel und im Hintergrund die Umrisse der Zahl sechs zu sehen schien, huschte ein Lächeln über das Gesicht der Kommissarin und sie ging nach draussen. Dort blieb sie stehen und schaute zum Kirchlein zurück. Und wie ein Film liefen vor ihr noch einmal die Ereignisse der vergngenen neun Tage vorüber, die ihr vorher so beschauliches Leben vollständig durcheinnander gebracht hatten. Der "Jauchefall" war gelöst, aber der Fall in ihrem Innern nicht. Sie sah das Bild von Tony vor sich. Doch das wurde immer blasser und blasser. Ihr Blick schweifte hinüber zum Haus der Gemeinschaft, das in der vollen Nachmittagssonne lag, und es schien ihr, als würde sich das langsam, aber immer deutlicher, in die Skyline von Manhattan verwandeln. Lena Sadini blieb noch eine Weile gedankenverloren stehen. Dann stieg sie ins Auto und fuhr, viel zu schnell für das schmale Strässchen, weg ...