Tamino, von Beruf Königssohn, hat ein Problem: Eine riesige Schlange verfolgt ihn, auf seiner Flucht sind ihm gar die Waffen abhanden gekommen. Es gelingt ihm nicht, das Tier abzuschütteln, wehrlos ist er ihr ausgeliefert - und so ruft er um Hilfe. Schon schwinden ihm die Sinne, da erscheinen drei liebreizende Damen, töten die Schlange und erretten ihn damit. Sie sind Dienerinnen der Königin der Nacht und scheinen ihm alle nicht abgeneigt. Keine ist bereit, der Königin Bericht zu erstatten, während eine andere bei ihm verweilt und sich seines Wohlbefindens vergewissert, und so entschließen sich die Damen, gemeinsam abzuziehen.

 

Kaum wieder allein, erwacht Tamino aus seinem jämmerlichen Schlummer und freut sich über den Anblick der toten Schlange. Weshalb diese das Leben lassen musste, bleibt ihm verborgen, doch er hat auch nicht viel Zeit, darüber nachzudenken: Schon ertönt ein seltsames Pfeifen. Es ist Papageno, der Vogelfänger, der dieses Geräusch verursacht, in der Hand einen Käfig mit Vögeln. In der folgenden gegenseitigen Vorstellung erfährt der Leser, dass der Vogelfänger ebenfalls im Dienste der Königin steht - Tamino, der von dieser holden Frau schon viel gehört hat und zudem damit angibt, die Schlange mit eigenen Händen getötet zu haben, äußert den Wunsch, sie zu sehen. Er muss allerdings erfahren, dass noch kein Sterblicher das Glück hatte, einen Blick auf die Dame zu werfen. Die drei Grazien kehren zurück, und statt Belohnung erhält Papageno erst einmal ein goldenes Schloss vor den Mund - Lügen werden nicht toleriert. Vielleicht hätte Papageno erwähnen sollen, dass er der Königin zwar Vögel fängt, nicht aber einer ihrer Diener ist. Tamino ergeht es im Grunde genommen auch nicht besser: Schon hat er das Bildnis der Königinnentochter unter der Nase, in die er sich sofort verliebt. Das Problem daran ist lediglich, dass Pamina - so ihr Name - vom "bösen Dämon" Sarastro entführt wurde und die Königin der Nacht Tamino nach seinen Begeisterungsstürmen sofort für die Rettung ihrer Tochter einteilt. Tamino aber ist ganz Mann, natürlich nimmt er die Aufgabe an. Nachdem die drei Damen verschwinden, erscheint ihro Majestät persönlich. Sie wiederholt ihre Bitte und verspricht dem holden Wecken das Töchterlein zur Frau, sollte das Unterfangen gelingen.

 

Ein weiterer Auftritt des Trios: Papageno wird von seinem Schloss befreit, er muss versprechen, nicht wieder zu lügen und Tamino bei der Befreiungsaktion zu unterstützen. Zunächst ist dieser voller Furcht, ein silbernes Glockenspiel aber, welches vor Gefahren schützen soll, stimmt ihn zuversichtlichter. Tamino erhält ebenfalls ein Instrument: Die Zauberflöte. Die Frage nach dem Weg ist auch schnell geklärt, denn drei Knaben weisen die Richtung. Unsere Helden stürmen los.

 

Ein kleiner Perspektivenwechsel: Sarastros Burg. Mit einigen Hürden gelang es Sklavenaufseher Monostatos, Pamina einzufangen. Er fühlt sich zu ihr hingezogen, bedrängt sie, die ihn Fesseln gelegt wurde. Tataaa, schon ist Papageno zur Stelle und das Chaos ist vorprogrammiert: Beide halten den jeweils anderen für den Teufel und fliehen. Pamina ihrerseits verliert zunächst das Bewusstsein, erfährt aber später, dass sie gerettet werden soll. Tamino, der Nachzügler, trifft auf einen alten Priester, der ihn - nachdem er von seinem Auftrag berichtete - aufklärte, dass nich Sarastro der Bösewicht sei, wenngleich er Pamina in der Tat entführen ließ. Das Aufeinandertreffen von Papageno, Tamino und Pamina lässt etwas auf sich warten. Zwar gelingt Papageno und Pamina zunächst die Flucht, dann aber taucht Sarastro auf. Pamina fleht um ihre Freilassung, bekommt sie aber nicht. Währenddessen taucht der Sklavenaufseher auf - er hat Tamino gefangen und hofft auf Belohnung. Diese wird ihm sodann gewährt: 77 Sohlenschläge.

 

Die Auflösung der Geschichte erfolgt im zweiten Akt: Die Königin der Nacht ist nicht ganz so gut, wie es den Anschein erwecken mochte. Sarastro hingegen bestimmt Tamino und Pamina füreinander, ersterer soll nach Ablegung diverser Prüfungen als Priester geweiht werden. Es scheint nicht weiter verwunderlich, dass mitten in den Prüfungen die holden Grazien wieder auftauchen - sie wollen ein Scheitern hervorrufen, drohen sogar mit dem Tod. Keine Chance. Tamino ist hart und die Priester stehen dem zitternden Papageno zur Seite. Noch aber sind nicht alle Gefahren gebannt. Die Königin selbst erscheint auf der Bildfläche, bestimmt ihre Tochter dazu, Sarastro zu töten. Es ist der siebenfache Sonnenkreis, den sie begehrt. Diesen hatte ihr Mann nicht etwa ihr vererbt, sondern Sarastro höchstpersönlich - sehr zum Unwillen der Königin. Aus dem Mordanschlag wird jedoch nichts, und als sich Pamina dem Sklavenaufseher ein weiteres Mal verweigert, entschließt sich dieser dazu, die Seiten zu wechseln. Tamino und Papageno müssen eine weitere Prüfung durchlaufen - der eine besteht, wird vielfach gelobt, der andere jedoch muss einer alten Hässlichkeit die ewige Treue schwören. Als er dies tut, verwandelt sich das Weib in Papagena, Papagenos Braut. Das Wiedersehen aber wird getrübt durch die Priester, die Papageno ihrer noch nicht für würdig erachten - sie trennen die beiden, unter den Flüchen des Vogelhändlers.

 

Während die drei Knaben Pamina gerade noch vor dem Suizid bewahren, wird der Königssohn vor die letzte Prüfung gestellt. Mit Hilfe seiner Zauberflöte und mit der Geliebten an seiner Seite besteht er auch diese - Jubel brandet auf. An anderer Stelle ist es nun an Papageno, seinem Leben ein Ende zu setzen, welches ohne sein holdes Weib keinen Sinn zu haben scheint. Schon will er sich an einem Baum aufknüpfen, da erscheinen wieder die drei Knaben und raten ihm, sein Glockenspiel zu nutzen. Er tut, wie ihm geheißen - und schon erscheint Papagena. Happy End? Ja. Zwar erscheint zum Schluss noch einmal die Königin der Nacht, welche sich mit ihren bezaubernden Grazien und dem neuen Freund Monostatos zusammen tut, um Sarastro zu stürzen, dieses Unterfangen aber kann verhindert werden: "Es siegte die Stärke und krönet zum Lohn  - die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron'."