Ein Schnupfen hätte auch gereicht

Dieses Buch hat mich wirklich überwältigt, denn eigentlich hatte ich was anderes von Gaby Köster erwartet, aber nicht so was ehrliches und manchmal rücksichtsloses, auch auf sich selbst gesehen. Denn sie gibt schonungslos zu, dass sie auch Fehler macht und dass sie manchmal auch nicht gerade nett zu ihren Mitmenschen ist. Aber sie ist durch und durch ein original und das hat sie auch bestens rübergebracht.

Gaby erzählt von ihrem Schlaganfall, als sie einfach in ihren Bad umkippt und von ihrer Mutter gefunden wird, die auch die ganze Zeit ihrer Genesung an ihrer Seite ist. Dann wird von ihren Sohn Donald erzählt, der in der Zeit stark pubertiert. Aber zwischendurch erzählt und Gaby, was sie schon alles inn ihren leben erlebt hat. Zum Beispiel, wie sie zum, fernsehen kam, erst mal hat sie in Köln in einer Bar gekellnert, denn da braucht man schon ein paar haare auf die Zähne, wenn man da gegen die ganzen Penner und Alkis durchkommen will.- Aber Gaby gibt auch zu, dass sie zu der Zeit auch sehr viel getrunken hat, aber dass sie schon immer ein großes Herz hatte, denn sie hat in ihren Mietshaus damals einen Obdachlosen schlafen lassen, damit er wenigstens nicht erfriert. Sie hat gekellnert, bis einer vom Radio öfters in der Bar saß und sie wusste nicht, wer das ist, aber er lachte immer so still in sich hinein, aber eines Tages sagte er ihr eben, dass er vom Radio kommt und gern mit Gaby mal was aufnehmen wollte. Und sie hat zugesagt und daher kommt es , dass sie beim Radio gelandet ist. Dort war dann auch mal ne Weile ganz viel Trubel in ihren Leben. Dann eines Tages bekommt sie einen Anruf von  Karl Dall  , das glaubt sie erst gar nicht, aber er möchte Gaby ein Konzept vorschlagen, nämlich 7Tage, 7 Köpfe, was dann auch ganz groß raus kam. Dazu haben sie dann noch Piet Glocke  dazu geholt. Und es wurde eine tolle Serie. Danach wurde ja noch Ritas Welt produziert und damit war ja Gaby schon lange ein Star, sie hat heute noch ein freundschaftliches Verhältnis zu Rita, die ihre Verkaufspartnerin war in der Serie.

Gaby erzählt von ihrer Ehe mit Donalds Vater, die ja von der Presse auseinandergenommen wurde, aber sie stellt ganz deutlich klar, dass sie es unverschämt findet, was die Presseleute manchmal für einen Stuss von sich geben, nur weil sie ein Bild geschossen haben und sich dazu was aus den Fingern saugen. Sie findet das unverschämt, denn das gleiche passierte ja auch wieder, als sie in der Klinik war und auf Reha, überall waren die Presseheinis und haben ihr nachgestellt. Einer hat sich sogar mal als Arzt verkleidet und viele haben einfach vor dem Krankenhauszimmer gelauert, nur damit sie ein Bild schießen können von der ach so gebeutelten Gaby, die nicht richtig kaufen kann. Aber ehrlich aht sie auch erzählt, das sie manchmal sehr gezweifelt hat an ihrer Krankheit und das sie erst mal unwahrscheinlich zugenommen hat, als endlich die Sondennahrung weg war, w4il sie hat sich am Anfang nur von Pudding, Eis und Süßigkeiten ernährt, bis sie gemerkt hat, dass es so nicht funktioniert. Dann erklärt sie, wie die ersten Male mit der Physiotherapeutin lief, die ihr ordentlich immer mal die >Meinung gegeigt hat, als Gaby nicht mehr wollte. Und Gaby ging es ordentlich auf die Nerven ,dass sie von den Krankenschwestern abhängig war, denn sie konnte ja noch nicht alleine auf Toilette, sondern musste ja auf die Bettschüssel machen, das war ihr peinlich., Aber sie entschuldigt sich auch für ihr manchmal unschönes Benehmen, wenn sie ab und zu mal den Schwestern schräg gekommen ist. Am Ende erzählt sie noch von ihrem tollen Sohn ,der super mit der Krankheit umgegangen ist und auch von ihrer Mutter, die sich so liebevoll gekümmert hat.

Alles in allem in Gaby Maier, lustig bis manchmal traurig, aber immer ein Fünkchen Wahrheit drin. Und ich finde auch, sie hat hat sehr schonungslos geschrieben, auch gegen sich selbst und nicht so effektreißerisch, wie manch andere es schon getan haben,. Sondern grundehrlich und ich glaube ihr auch, denn sie hat es verstanden, mir ihre Sichtweise zu vermitteln. Ich hätte es so nicht gedacht, die Kapitel sind relativ lang, aber zwíschendurch immer witzige Anekdoten aus ihrem Leben und so herzlich, das ich viel lachen musste.

 Es zeigt eine neue, wenn auch lustige, aber auch nachdenkliche Gaby Köster, die es versteht, den Leser in ihren Bann zu ziehen!