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"Aus dem Leben eines Taugenichts" ist eine Novelle von Joseph von Eichendorff, die 1823 erschienen ist.
Ein Müller schickt seinen faulen Sohn, den er für einen Taugenichts hält, in die weite Welt hinaus, damit dieser lernen soll, sein eigenes Geld zu verdienen aber auch, weil sein Vater ihn nicht länger ohne dessen Unterstützung ernähren kann. Nur mit seiner Geige, die er sehr gut zu spielen weiß, und ein paar Münzen in der Tasche bricht er mit fröhlichen Erwartungen auf und trifft schon bald darauf einen Reisewagen, in dem zwei Damen sitzen. Da diesen seine Musik gefällt fordern sie ihn auf, hinten auf dem Wagen mitzufahren in die Stadt W. Dort betritt er das schöne Schloss und prompt wird ihm eine Stelle als Gärtner des Grafen angeboten, die er mit Freuden annimmt, da er sich in die jüngere der beiden Damen, welche er für die Gräfin hält, verliebt hat. Er befreit einen kleinen Garten von Unkraut und pflanzt in diesem wunderschöne Blumen an, von denen er jeden Abend einige zu einem Strauß zusammenbindet und sie auf einen Tisch in den Garten seiner Geliebten legt. Als er jedoch eines Tages jene zusammen mit einem Offizier auf einem Balkon bemerkt, ist er furchtbar enttäuscht, packt seine Sachen und verlässt das Schloss in Richtung Italien.
In einem kleinen Dorf, indem er Halt macht, trifft er auf zwei Reiter, welche er zuerst für Räuber hält. Sie verlangen, dass er sie nach B. führen soll und stellen sich als die Maler Herr Leonhard und Herr Guido vor. Zusammen reisen sie nun weiter bis sie eines Nachts in einem Wirtshaus schlafen, aus dem die beiden, als der Taugenichts sie am nächsten Morgen wecken will, verschwunden sind. Lediglich einen Brief und einen gefüllten Geldbeutel haben sie hinterlassen, die für ihn bestimmt sind. Daraufhin beschließt er, die Weiterfahrt alleine anzutreten. Schließlich kommt er zu einem Schloss, wo er von einer alten Frau und einem Herrn empfangen wird. Von ihnen bekommt er reichlich zu essen und wird in ein prächtiges Zimmer geführt. Eines Tages erhält er einen Brief von seiner Geliebten, die sich als Aurelie vorstellt. Sie bittet ihn zurück zu kommen, da nun alle Hindernisse beseitigt seien. Der Taugenichts ist überglücklich und beschließt, sofort aufzubrechen. Fluchtartig verlässt er seine Unterkunft und eilt, ohne den Weg zu kennen, in Richtung der Stadt Rom. Dort trifft er erneut einen Maler, welcher ihn zu sich einladet. In dessen Wohnung entdeckt er zwei Bilder, die ihm sehr gefallen und fragt darauf den Maler, wer diese gemalt habe. Als dieser mit Leonardo da Vinci und Guido Reni antwortet, berichtet er aufgeregt, dass der er die beiden kenne. Später bekommt der völlig verblüffte Taugenichts von der Kammerdienerin seiner Geliebten einen Zettel zugesteckt, auf dem Notizen für ein Treffen mit der jungen Gräfin stehen. Nachdem er freudig den genannten Ort aufgesucht hat, wird er jedoch tief enttäuscht, den er trifft nicht die Dame, die er erwartet hat, sondern eine völlig andere, welche in mit merkwürdigen Blicken betrachtet.
Von neuem Mut erfasst macht er sich schließlich auf den Weg nach Deutschland, zurück nach W. Unterwegs begegnen ihm drei Studenten, die sich, nachdem einer von ihnen erzählt hat, dass er einen Vetter in W. habe, zusammen mit ihm dorthin aufmachen. Aus Unterhaltungen erfährt er, dass es am Hofe bald eine Hochzeit geben solle, die er mit sich und Aurelie verbindet. Nachdem sie angekommen sind läuft er sofort zum herrschaftlichen Garten, wo er die Stimme von Guido hört. Als er nachschaut entdeckt er eine fremde Dame und seine Geliebte, die aufschreit, als sie ihn bemerkt. Zu seinem Erstaunen erblickt er auch Herrn Leonard, der die ganze unglaubliche und verworrene Geschichte für ihn aufklärt.
Letztendlich erfährt er noch, dass Aurelie gar nicht die Gräfin ist, sondern nur adoptiert wurde und sie können glücklich heiraten.
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