Die Wahrheit über IKEA: Ein Manager packt aus Zusammenfassung

Der Autor des Buches „Die Wahrheit über IKEA“ hat 20 Jahre bei IKEA gearbeitet, teils in hoher leitender Funktion und verließ Ende 2008 das Unternehmen. Nun möchte er in diesem Buch seinen Einblick und seine Wahrheit über IKEA an die Öffentlichkeit bringen, weil sie ihm „keine Ruhe lassen“.

So wird im ersten Teil des Buches über den Gründer von IKEA Ingvar Kamprad geschrieben und über sein manipulatives (Führungs-)verhalten, seine angeblichen  Sympathien für Nazis und sein Alkoholproblem, letzteres setze er laut dem Autor nur ein, um „interessanter“ zu sein. Es wird weiter von Ingvar Kamprads unangemessene Wutausbrüchen gegenüber erfolgreichen Frauen in hohen Positionen berichtet, die nur darin begründet lagen, dass eine Frau Kamprads Meinung nach nicht begabter sein könnte als er selbst. Alle seine Gefühle und sein gesamtes Verhalten seien berechnend und nicht authentisch.

Teil 2 beschäftigt sich mit dem Unternehmen IKEA. Hier beschreibt der Autor die Wertschöpfungskette der Artikel von IKEA – von der Produktion über die Produktentwicklung und Logistik bis zum Verkauf („Prozess vom Wald bis zum Kunden“). Darin wird zu Anfang über den Holzlieferanten Swedwood geschrieben, welcher eine Monopolstellung eingenommen hat. Auch wird der Einkauf beschrieben, welcher in den 90er Jahren komplett nach Osteuropa und Asien verlegt wurde. Diese werden trotzdem hauptsächlich nur von Europäern geführt und lokale Mitarbeiter erhalten niedrigere Gehälter als europäische. Weiter wird beschrieben, wie die Artikel zu ihrem Namen kommen und wie überhaupt neue Artikel „erfunden“ werden. Auch die Produktplatzierungen und die Herrichtung der Verkaufsräume werden erläutert. Der Autor gibt außerdem einen Einblick in die Unternehmenskultur, wie z. B. die krawattenlose Arbeitsuniform und dass Einfachheit in ist. Immer wieder wird jedoch der Gründer Ingvar Kamprad mit seinem Charakter beschrieben und Situationen wiedergegeben, die so passiert sein sollen und die Ingvar Kamprad als geizig, berechnend und cholerisch darstellen.

Im dritten Teil des Buches geht es um die Zukunft und es werden Prognosen dargestellt. Hier wird sich zunächst erneut darüber ausgelassen, dass IKEA zu wenige Frauen in den oberen Führungsebenen vorzuweisen hat. Zukunftsweisend sagt der Autor IKEA lediglich Aktivität jedoch keine Entwicklung voraus, erst recht nicht, wenn Ingvar Kamprad seinen Job seinen Söhnen überlässt.

 

In diesem Buch werden meiner Meinung nach verschiedene Situationen eher unlogisch aneinandergereiht – den roten Faden habe ich vergeblich gesucht, so dass mir die Zusammenfassung schwer fiel (Oft stellte ich mir am Ende eines Kapitels die Frage „Worum ging es jetzt nochmal?“). Bei manchen Schilderungen war ich mir unsicher, was der Autor mir damit sagen will. Ist das seine Art von „Enthüllung“? Für mich war es oftmals die Bestätigung, dass IKEA mitsamt seinem Gründer pfiffig, gute Verkäufer sind und wissen, wie sie Käufer mit teilweise wenig Budget glücklich machen. Spektakuläre und erst recht skandalöse Enthüllungen sind für mich ausgeblieben…

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