"Antigone" ist eine griechische Tragödie. Die Handlung spielt nach der Schlacht der Sieben gegen Theben, rund 500 Jahre v. Chr. Ödipus ist tot und seine beiden Söhne Polyneikes und Eteokles haben sich im Kampf gegenseitig umgebracht. Der neue Herrscher ist Kreon. Eteokles, der auf der Seite der heimat stand, bekommt eine angemessene Bestattung. Polyneikes aber soll dies, da er ein verräter ist, verwehrt bleiben. Das ist für die damalige Zeit eine Katastrophe, denn wer nicht begraben wird, kann nicht ins Totenreich gelangen. Antigone ist Kreons Nichte und die Schwester der beiden Toten. Antigone ist sehr gläubig und für sie stehen die gebote der Götter an höchster Stelle. Wille der Götter ist es, dass jeder Grieche bestattet wird und Kreon verstößt dagegen. Antigone will daher ihren bruder Polyneikes trotz des verbotes heimlich bestattet. Sie weiht ihre Schwester Ismeme in ihren Plan ein und bittet um Unterstützung. Ismene aber wagt nicht, gegen Kreons Gebot zu verstoßen. Sie kritisiert außerdem, dass sich Antigone nicht in ihre typische Frauenrolle fügt, sondenr gegen Männer auflehnt, was damals undenkbar war. Antigone lässt sich aber nicht von ihrem Plan abbringen. Sie beschließt, dass sie dann eben auf Ismenes Hilfe verzichtet und ihren Bruder alleine begräbt, was sie dann auch macht. Da Kreon Wächter auf den leichnam angesetzt hat, bleibt natürlkich nicht verborgen, dass Polyneikes nun doch begraben wurde. Ein Wächter informiert Kreon über diesen Frevel. Er bringt Antigone zum herrscher.Antigone streitet ihr Tun gar nicht ab, sondern steht dazu. Sie wirft Kreon sogar vor, dass er unrecht handele, da die Gebote der Götter an höchster Stelle stehen und er, auch wenn er der Herrscher über die Stadt ist, deren Gesetze nicht ändern darf. Antigone fühlt sich im Recht, weil sie die Seite der Götter vertritt. Kreon will das aber nicht einsehen. Für ihn steht die Vaterlandsliebe an höchster Stelle und ein Verräter wie Polyneikes darf unter keinen Umständen begraben werden, auch wenn das gegen den Willen der Götter verstößt. Er betont, dass er Antigone nicht von der Strafe ausnehmen kann, da ihn jede Ausnahme unglaubwürdig machen würde. Die Strafe für diesen Verstoßt ist der Tod. Ismeme ist verzweifelt und will freiwillig mit Antigone sterben. Antigone aber nimmt ihr Schicksal an und sagt zu Ismene, dass sie ihr nicht folgen soll. Antigone wird gefangen gehalten. Nun schaltet sich Haimon, Antigones Verlobter ein, der pikanterweise zugleich Kreons Sohn ist. Er will seinen Vater umstimmen. Die beiden geraten aber mehr und mehr in Streit. Dabei wirft Haiman ihm auch vor, dass er ein Gewaltherrscher sei, der nicht die Interessen des Volkes vertrete. Anstatt dass Antigone begnadigt wird, kommt es noch schlimmer: Kreon ordnet an, dass Antigone lebendig in einer Höhle eingemauert werden soll, wo sie elendig sterben wird. Antigone ist traurig darüber, dass sie nicht heiraten wird, aber sie steht immer noch zu ihrer Tat und bereut sie nicht, auch wenn ihr der Tod droht. Sie sieht ihrem Schicksal optimistisch entgegen, da sie schließlich ihre Familie im Totenreich wiedersehen wird. Kreon bekomtm Besuch vom Seher Teiresias. Dieser warnt ihn, denn er hat ein schlechtes Omen gesehen. Kreon aber hält dies für eine Lüge. Der Seher sagt nun sogar den Tod Haimons voraus. Daraufhin befragt Kreon den Chor, was er tun soll. Der Chor rät ihm, nachzugeben. Er solle Polyneikes das Grab zugestehen und Antigone begnadigen. Kreon sieht schließlich ein, dass er falsch gehandelt hat und will Antigone freiolassen. Doch er kommt zu spät: Das Mädchen hat sich erhängt, um nicht zu verhungern. Als Haiman das erfährt, bringt er sich ebenfalls um. Als Kreons Frau Eurydike wiederum vomn Tod ihres Sohnes hört, begeht auch sie aus Verzweiflung Selbstmord. Kreon sieht nun endgültig ein, dass die Götter ihn für seinen Hochmut bestraft haben, indem sie ihm alles genommen haben, was er liebte.
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