Bello
Es gibt immer etwas zu erleben, wenn man ein Landtierarzt ist. Ich musste eines Tages zu dem Bauernhof von den Wilkins. Ich sah den zwei jungen Schäferhunden zu und lachte vor mir hin. Ich fragte den Beuern, ob die zwei die besten Freunde sind und der Bauer versicherte mir, dass die zwei Hunde die dicksten Freunde sind. Herr Wilkin hat nicht nur die Hunde sondern auch noch Hühner, Schafe und Schweine. So hat er immer viel zu tun. Nebenbei züchtet und dressiert er Schäferhunde, dass ist sein Hobby. Silberpokale hat er schon bei vielen gewonnen im ganzen Land. Die zwei jungen Hunde die auf dem Hof toben, waren aus dem letzten Wurf. Herr Wilkin will sie für die Schäferhundwettkämpfe ausbilden. Baff und Bello heißen die zwei. Doch dann unterbrachen die zwei jungen Hunde ihr Spiel und kreisten eine junge Entenfamilie ein. Das gefiel der Entenmutter natürlich nicht. Die Hunde folgen ihren natürlichen Trieb, sie sind reinrassige Schäferhunde und haben halt den Drang, alles Tiere zusammen zu treiben und das schon mit zwölf Wochen. Bello und Baff sahen ganz verschieden aus. Bello war schwarz - weiß und Baff war schwarz - weiß - braun. Aber es war noch was ganz anderes was die beiden unterscheidet. Bello hat noch nie gebellt. Als ich nach hause gefahren bin, ist es mir auch aufgefallen. Die anderen Hunde haben sich alle verabschiedet, nur Bello hat nicht gebellt. Kurz vor Weihnachten kam ein Freund zu Herr Wilkin, da er einen Hund suchte, sein eigener war schon gestorben. Herr Wilkin gab ihm Baff, dies hat mich doch sehr verwundert, denn Baff war weiter in seiner Ausbildung als Bello. Vielleicht möchte er Bello mehr als Baff. Bello wurde traurig, denn er vermißte Baff seinen Bruder und besten Freund. Da er nicht so gut bei den Wettbewerben war, half er seinen Bauern beim hüten der Schafe und Kühe. Ein Jahr später musste ich nochmal zum Hof, da eine Kuh krank geworden ist. Dann musste ich nochmal hin, Bello gegrüßte mich, doch gebellt hat er immer noch nicht. Bei einem Wettbewerb sah ich dann Herrn Wilkin und Bello wieder. Sie standen bei anderen Ausbildern. Bello war an die Stoßkanne fest gebunden, Frau Wilkin saß daneben. Herr Wilkin hatte heute keinen Hund am Start. Er war nur als Zuschauer da. Baff war an der Reihe und er folgte jedem Komando. Er brachte die Schafe ins Gatter. Dann plötzlich fing Bello mit einmal an zu belllen. Bello und Baff tobten wieder herum, so wie früher. Dann dachten alle, das Bello jetzt wieder bellen würde. Doch dann musste ich sechs Jahre später wieder zum Hof und Bello hat seit dem Tag, wo er Baff wieder sah, nicht mehr gebellt. Aber das stört Herrn und Frau Wilkin nicht.
Ende.
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