Cosa Nostra Zusammenfassung

John Dickies "Cosa Nostra: Die Geschichte der Mafia" dürfte eines der umfassendsten Werke eines Nicht-Italieners über das sizilianische Phänomen der Cosa Nostra sein. Die Cosa Nostra gilt mittlerweile als Inbegriff von dem, was wir unter der Mafia verstehen. Dickie zeigt in seinem Werk nicht nur ihre neuere Geschichte auf, die längst nicht nur mehr auf Sizilien spielt, sondern entführt den Leser auch in die Anfänge dieser Weltweit aktiven Organisation, zeigt wie sie hierarchisch aufgebaut ist, wo ihre Wirkungsfelder liegen und welchen Einfluss sie auf politische und wirtschaftliche Systeme hat. Dabei legt der Autor unglaublich viel Wert auf Details, was man seiner gut recherchierten Geschichte in jeder einzelnen Zeile auch anmerkt. Der sich eher an Romane orientierende Schreibstil wirkt niemals trocken, sondern ist äußerst flüssig und spannend zu lesen, fast so, als hätte Dickie tatsächlich einen fiktiven Roman geschrieben.

Und vieles was der Amerikaner in seinem Werk "Cosa Nostra: Die Geschichte der Mafia" schreibt, wirkt auch fast so, als wäre es fiktiv, sind viele der Geschichten doch schier unglaublich um wirklich wahr zu sein. Egal ob die Zahlen des Geldes, welches in diesem riesigen Netzwerk aus Mord, Erpressung und Korruption, oder die schiere Macht, welche die Cosa Nostra überall auf der Welt ausübt - so richtig fassen kann man das ganze nicht. Gleichzeitig bekommt man aber auch einen Blick dafür, warum es eben für die Behörden so schwer ist, dem Treiben der Mafia ein Ende zu setzen. Denn wenn sich tatsächlich einmal ein Richter, Staatsanwalt oder Politiker findet, welcher entschlossen gegen das kriminelle Treiben der verschiedenen Unterorganisationen der Cosa Nostra vorgeht, so setzt dieser nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seines Umfeldes aufs Spiel. Ganz geschweige davon, das die Mafia genug Geld besitzt um sich bei korrupten Behörden für alles frei zu kaufen.

Was Dickie mit "Cosa Nostra: Die Geschichte der Mafia" ist ein äußerst komplexes Werk, das für jeden Interessierten ein klarer Pflichtkauf sein sollte. Vor allem jedoch die Tatsache, das es dem Amerikaner gelungen ist ein Sachbuch so spannend zu inszenieren, gebürt eine gewisse Anerkennung.

 

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