Der Fischer und seine Frau (Pixi-Serie 109) Zusammenfassung

Vom Fischer und seiner Frau

 

Hier stelle ich wieder ein Büchlein aus der Mini- reihe vor, diese netten kleinen Büchlein, die immer eine kleine Freude machen, erst zum Vorlesen, später zum Selber lesen geeignet.

 

Das Buch ist ein Märchen von den Brüdern Grimm, nacherzählt von Sandra Ladwig, mit Bildern von Vitali Konstantinov.

 

Es war einmal ein Fischer, der mit seiner Frau in einer kleinen Hütte nahe beim See wohnte. Jeden Tag ging er in der Hoffnung fischen, mal einen großen Fisch zu fangen. Und wirklich, eines Tages fing der Fischer einen großen, schönen Fisch, einen Butt. Der Fisch sagte zu dem Fischer, er soll ihn bitte freilassen, denn er wäre ein verwunschener Prinz. Der Fischer wollte den schönen Fisch gar nicht essen und ließ ihn wieder ins Wasser gleiten. Als der Fischer ohne Fisch zu seiner Frau kam, war diese sehr böse, der Fischer berichtete von dem sprechenden Fisch und sogleich wurde seine Frau freundlich und sagte, er solle noch mal zu dem Fisch gehen und sich was wünschen, sie hätte gerne ein kleines Haus anstelle der winzigen Hütte. Dem Mann war gar nicht wohl mit der Bitte zu dem Fisch zu gehen, wollte seine Frau aber nicht noch mehr verärgern, also rief er in den See „Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich wohl will“. Als der Fisch auftauchte, erzählte der Fischer von der Bitte seiner Frau, der Fisch meinte nur, er solle nach Hause gehen, seine Frau hat schon ihr Häuschen.

Zu Hause zeigte ihm seine Frau das schöne kleine Häuschen, mit einer reich gefüllten Speisekammer und den schönen Möbeln, der Fischer war glücklich und schlief zufrieden in seinem neuen Bett ein. Seine Frau aber konnte nicht einschlafen.

Nach einigen Tagen aber war die Frau wieder sehr missmutig und fühlte sich in dem Häuschen nicht mehr wohl und sagte zu ihrem Mann, der Butt hätte ihnen ruhig ein schöneres, größeres Haus schenken können, der Fischer solle noch mal zu ihm gehen, mit der Bitte um ein Schloss. Dem Fischer kamen Bedenken, denn er wollte den Butt nicht verärgern und wäre zufrieden gewesen, so wie es jetzt war, aber seine Frau bestand auf dem Schloss. Also ging der Fischer erneut zu dem See und rief den Fisch See, der aber nicht mehr grün, sondern dunkelgrau war „Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich wohl will“. Als der Fisch auftauchte erzählte der Fischer vom zweiten Wunsch seiner Frau, der Fisch sagte nur, geh heim, sie hat ihr Schloss schon.

Das Schloss war noch viel schöner als alle Vorstellungen, Rehe und Pfaue liefen im Garten umher, alles blitzte und funkelte. Der Fischer und seine Frau aßen von goldenen Tellern und er sagte zu seiner Frau „nun wollen wir glücklich und zufrieden sein“, die Frau aber wollte das noch mal überdenken. Bereits am nächsten Morgen schickte die Frau ihn wieder zum Fisch, denn sie wollte Königin dieses Schlosses sein . Der Fischer war gar nicht glücklich, ging aber dennoch zum See, der inzwischen schwarzgrau und stinkig war, der  Fischer rief wieder See „Manntje, Manntje, Timpe Te, Buttje, Buttje in der See, meine Frau, die Ilsebill, will nicht so, wie ich wohl will“. Der Fisch schickte ihn wieder nach Hause und der Fischer wusste, das sich auch dieser Wunsch seiner Frau erfüllt hatte. Aber anstatt das seine Frau jetzt wirklich glücklich und zufrieden wäre kam sie gleich mit der neuen Forderung, sie wollte sein, wie der liebe Gott. Als der Fischer sich auf den Weg zum See machte, verfinsterte sich der Himmel, der See war tiefschwarz, die Wellen waren so hoch wie Kirchtürme und die Wellen tosten so laut, das der Fischer sein eigenes Wort nicht verstand, als er rief „Mein Frau will werden wie der liebe Gott“ Geh nur heim rief der Butt „sie sitzt schon wieder vor ihrer kleinen Fischerhütte…“

Dieses Märchen war eines meiner liebsten als Kind, ich finde es regt sehr zum Nachdenken an, irgendwann muss Schluss sein, man kann nicht alles haben!!!

 

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