Doktor Dolittle und seine Tiere
Die deutsche Erstausgabe erschien 1926 bei Williams & Co. in Berlin. Das englische Original ist aus dem Jahr 1920 und erschien unter dem Titel The Story of Doctor Dolittle. Das Buch hat 144 Seiten. Der Autor Hugh Lofting wurde zwar 1886 in England geboren, wanderte nach seinem Studium aber in die USA aus. Dort arbeitete er als freier Schriftsteller für verschiedene Zeitschriften. Als er im ersten Weltkrieg als Soldat in Frankreich kämpfte, schrieb er in den Briefen an seine Kinder Abenteuer von Doktor Dolittle hinein. Diese wurden 1920 als Buch herausgegeben. Lofting starb 1947 in Santa Monica, Kalifornien.
In Puddleby auf der Marsch lebt ein besonderer Doktor. Anfangs scheint Doktor med. John Dolittle ein einfacher Menschendoktor zu sein. Sogar die feinen Damen aus der Stadt kommen zu ihm um sich behandeln zu lassen. Er wird geachtet, ist aber zu jedermann freundlich wenn er ihn auf der Straße sieht. Seine große Leidenschaft ist sein Garten und seine Tiere, von denen er eine Menge hat. So hat er einen Papagei aus Afrika namens Polynesia, einen Hund namens Jib, die Ente Dab-Dab und das Schwein Göb-Göb. Im Stall steht ein lahmes Pferd, dass er vor dem Schlachter gerettet hat und im Flügel wohnen weiße Mäuse. Mit der Zeit wird es ein bisschen viel mit den Tieren im Haushalt und als eine feine Dame sich aus Versehen auf einen Igel im Wartezimmer setzt, kommen nicht mehr so viele Patienten zu dem Doktor. Seine Schwester ist darüber entsetzt. Sie setzt dem Doktor ein Ultimatum. Entweder sie oder die Tiere. Dem Doktor ist das Geld das er jetzt nicht mehr verdient egal. Er verkauft den Flügel und die weißen Mäuse müssen in die Schublade umziehen. Am Ende zieht seine Schwester dann aber aus, weil sie es nicht mehr aushält.
Eines Tages spricht der Doktor mit Polynesia, dem Papageien. Diese erklärt ihm, dass jedes Tier seine eigene Sprache hat. Wenn er diese Sprache könnte, würden die Tiere zu ihm kommen um sich behandeln zu lassen. Denn der Tierarzt ist ein Pfuscher. Also lernt der liebe Doktor die Sprache der Tiere und schon bald ist das Wartezimmer wieder voll – dieses Mal aber mit allen möglichen Tieren. So hilft er zum Beispiel dem Pferd eines Bauern, das halb blind ist. Es bekommt eine schöne grüne Brille von ihm, genau wie es sich eine gewünscht hat, und sieht wieder perfekt. Auch ein Krokodil kann der Doktor heilen. Das möchte im Garten wohnen bleiben und gar nicht zurück zum Zirkus. Also darf es bleiben. Doch die Tierbesitzer bekommen Angst vor dem Krokodil und so ist das Wartezimmer bald wieder leer. Auch ein Affe namens Tschi-Tschi kommt bald dazu.
Da kommt eine Nachricht von den Affen aus Afrika. Alle sind krank. Es ist eine Epidemie ausgebrochen und jeden Tag sterben mehr Affen. Sie bitten den Doktor zu ihnen zu kommen. Also borgt sich der Doktor von einem armen Seemann ein Schiff und vom Lebensmittelhändler einiges Zubehör und Lebensmittel für die Reise und das Abenteuer kann beginnen. Nur Polynesia, der Affe, der Hund, die Ente und das Schwein dürfen mit auf die Reise. Alle anderen Tiere müssen sich für die Zeit bis der Doktor zurückkehrt selbst versorgen.
Nach einer langen Überfahrt kommt die Reisegesellschaft in Afrika an. Doch es gibt Probleme. Der schwarze König Jolliginki will den Doktor nicht durch sein Land reisen lassen, da ihn ein weißer Mann vor etlichen Jahren einmal betrogen hat. Er lässt den Doktor mit seinen Tieren ins Gefängnis werfen. Durch einen Trick von Polynesia, die dem König weiß macht, dass Doktor Dolittle ein großer Zauberer ist, können sie entkommen. Doch der König verfolgt sie. Nur knapp kommen sie in das Herrschaftsgebiet der Affen. Dort sind tausende von Affen todkrank. Nur weil der Doktor andere Tiere bittet, ihn bei der Pflege zu unterstützen, können die Affen gesund gepflegt werden. Sie wollen den Doktor gar nicht mehr weglassen. Doch er denkt daran, dass er Schulden in Puddleby gemacht hat und will das wieder gutmachen. Darum schenken ihm die Affen ein Stoßmich-Ziehdich – ein seltenes Tier, das vorne und hinten einen Kopf mit Hörnern hat. Es kann vorne schlafen und hinten wachen. Es ist sehr scheu und nur selten hat ein weißer Mann ein Stoßmich-Ziehdich gesehen. Die Affen glauben, dass der Doktor das Tier ausstellen kann und so Geld zum Leben bekommt.
Es geht durch Jolliginkis Land zurück. Doch er sperrt den Doktor und seine Tiere wieder ein. Nur weil sein Sohn Bumpo, der Prinz, weiß sein möchte, kann der Doktor wieder einen Trick anwenden. Der Prinz schenkt ihm dafür ein Schiff und es geht zurück nach England. Unterwegs werden sie von einem Piratenschiff verfolgt und fliehen auf eine Insel. Dort bemerken sie, dass die Ratten das Schiff verlassen. Es wird bald sinken. Die Piraten verfolgen sie und sie können die Schiffe tauschen und entkommen weil die Piraten mit ihrem Schiff untergehen. An Bord des Piratenschiffs finden sie einen kleinen Jungen. Er und sein Onkel wurden von den Piraten entführt. Der Hund Jib kann den Onkel auf einem einsamen Felsen finden und sie bringen ihn und den Jungen zurück zu deren Dorf.
Dann geht es endlich zurück nach England. Dort stellt der Doktor das Stoßmich-Ziehdich aus und verdient viel Geld. Davon kann er dem Seemann ein schönes Schiff kaufen und den Lebensmittelhändler bezahlen. Außerdem hat er noch viel Geld übrig um für sich und seine Tiere sorgen zu können.
Übrigens - Du kannst Liviato unterstützen,
indem du deine Bücher bei Amazon über Liviato kaufst.