Fata Morgana
Die englische Originalausgabe erschien bereits 1952 unter dem Titel They do it with Mirrors. Meine deutsche Ausgabe ist eine genehmigte Lizenzausgabe des Weltbild Verlages und hat 194 Seiten. Die Autorin ist Agatha Christie. Sie wurde am 15.09.1890 in England geboren und ist besonders für ihre Hercule Poirot und Miss Marple-Kriminalfälle berühmt gewesen. Insgesamt schrieb sie 66 Kriminalromane, aber auch Kurzgeschichten und Bühnenstücke. Sogar 6 romantische Erzählungen veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Mary Westmacott. 1971 wurde sie von Queen Elizabeth II zur Dame ernannt. Am 12.01.1976 starb sie an einem Schlaganfall.
In einem Mädchenpensionat in Florenz lernte Miss Marple als junges Mädchen die beiden amerikanischen Schwestern Ruth und Carrie Louise kennen. Beide heirateten später reiche Männer und haben noch Kontakt zu Miss Marple. Ruth sieht sie öfter. Als sie sich mal wieder treffen, berichtet ihr Ruth, dass sie in Bezug auf Carrie Louise ein ganz schlechtes Gefühl hätte und ob Miss Marple sie nicht mal in ihrem Haus Stonygate besuchen könnte, da sie doch so eine Erfahrung mit seltsamen Vorfällen hat. Und in Stonygate gehen auf jeden Fall merkwürdige Dinge vor sich. Miss Marple interessiert die Sache und sagt zu.
Carrie Louise heiratete als junges Mädchen den viel älteren Millionär Gulbrandsen. Sie liebten sich sehr, doch er starb schon recht früh. Sein Sohn Christian aus der ersten Ehe hat noch immer ein sehr gutes Verhältnis zu Carrie Louise. Sie heirate wieder. Dieses Mal eine John Restarick, der es nur auf ihr Geld abgesehen hatte und kurze Zeit später mit einer jugoslawischen Sängerin durchgegangen ist. Es kam zur Scheidung. Um seine beiden Söhne aus einer vorherigen Ehe kümmert sich Carrie Louise immer noch und sie fühlen sich eigentlich in Stonygate wie zu Hause. Jetzt ist Carrie Louise mit Lewis Serrocold verheiratet. Er ist bemüht aus jugendlichen Verbrechern wieder anständige Menschen zu machen. Dazu hat er mit Carrie’s Geld und der Stiftung von Gulbrandson ein Institut gegründet. Es besteht ein Komitee, das die Vorgänge der Stiftung überwacht, dem Christian Gulbrandson, Lews Serrocold und ein Bischof angehören.
In Stonygate wohnt momentan neben einer Gesellschafterin, die sich um Carrie Louis kümmert, auch noch ihre Enkelin Gina mit ihrem amerikanischen Ehemann Walter Hudd, den sie im Krieg kennen gelernt hatte. Gina ist das Kind von Carries Adoptivtochter Pippa, die einen italienischen Marchese heiratete und inzwischen verstorben ist. Außerdem lebt Carries leibliche Tochter Mildred wohnt auch im Haus, da ihr Ehemann verstorben ist. Stephen Restarick wohnt hier und kümmert sich um ein Theaterstück mit den jugendlichen Verbrechern. Als letzte Person gibt es auch noch einen jungen Mann namens Edgar Lawson, der an Persönlichkeitsstörungen zu leiden scheint, weil er seinen leiblichen Vater nicht kennt. Darum bildet er sich ein, dass irgendwelche berühmten Leute sein Vater sein würden. Miss Marple erzählt er, dass Winston Churchill sein Vater wäre und die Regierung ihm deswegen hinterher spionieren würde. Die Jugendlichen wohnen in einem extra Gebäude.
Eines Tages kommt unvermittelt Christian Gulbrandson nach Stonygate. Eigentlich ist es noch nicht Zeit für seinen halbjährlichen Besuch, da erst eine Kommiteesitzung war. Er hat die Vermutung, dass jemand Carrie Louise vergiften will. Der Überzeugung ist auch Lewis Serrocold und verhindert, dass Carrie ihre Medizin nimmt. Er vermutet eine Vergiftung mit Arsen, was mit ihren Gelenkschmerzen zu erklären wäre.
Als sich Christian am Abend auf sein Zimmer zurückzieht, bleiben die anderen Bewohner in der Halle. Es kommt zu einem Kurzschluss und Walter Hudd geht hinaus um nach dem Stromkasten zu sehen. Edgar Lawson zieht auf einmal einen Revolver und bedroht Lewis Serrocold. Er habe ihn jetzt durchschaut. In Wirklichkeit wäre Lewis sein wahrer Vater und er wird sich jetzt an ihm rächen. Lewis kann Edgar überzeugen allein in seinem Arbeitszimmer mit ihm zu reden. Sie gehen hinein und die anderen hören wie die Tür abgeschlossen wird. Dann hört man scheinbar von draußen einen Schuss, während Lewis und Edgar lautstark miteinander im Zimmer diskutieren. Dann fallen im Arbeitszimmer zwei Schüsse schnell aufeinander. Das Licht geht wieder an. Walter Hudd kommt zurück und die Gesellschafterin sucht nach einem Zweitschlüssel für das Arbeitszimmer. Während sie weg ist, öffnet sich die Tür und Lewis Serrocold kommt heraus. Edgar hatte ihn verfehlt und wollte ihm eigentlich auch nie etwas tun. Die Gesellschafterin kehrt zurück und berichtet, dass sie die Polizei gerufen hat. Christian Gulbrandson ist tot. Er wurde in seinem Zimmer erschossen.
Kurz darauf trifft Alex Restarick ein. Er kam mit seinem Auto. Hat er Gulbrandson erschossen. Die Anwesenden aus der Halle scheinen keine Möglichkeit gehabt zu haben und Edgar und Lewis waren im Arbeitszimmer. Inspektor Curry ist ratlos und bittet Miss Marple, von der er weiß, dass sie ein Gespür für Mord hat, um Hilfe. Dann tauchen auch noch vergiftete Pralinen für Carrie auf. Und Alex behauptet er wüsste wer der Mörder ist. Die Szenerie vom Mordabend in der Halle sah so aus wie bei einem Theaterstück. Er habe als er draußen an seinem Auto im Nebel wartete laufende Schritte gehört. Und jetzt ist die Lösung auch Miss Marple klar. Es geschieht noch ein Mord. Alex Restarick und ein junger Mann von den jugendlichen Verbrechern sterben im Theater, weil eine Kulisse herunter stürzt.
Der Mörder war Lewis Serrocold. Er hat den Streit mit Edgar nur inszeniert um Christian umzubringen. Er hatte Gelder aus der Stiftung veruntreut und Christian war ihm dahinter gekommen. Es ging gar nicht um eine angebliche Vergiftung von Carrie. Dieses Gerücht hatte Lewis gestreut. Edgar Lawson war tatsächlich sein Sohn und mit ihm tat er so als ob sie hinter verschlossenen Türen stritten. In Wirklichkeit kletterte Lewis aus dem Fenster und rannte über die Terrasse zum Zimmer von Christian, erschoss ihn und rannte wieder zurück. Als Edgar und Lewis damit konfrontiert werden, läuft Edgar weg und rennt zu dem nahen See. Er flieht mit einem Boot, das aber morsch ist. Er geht unter, kann aber nicht schwimmen. Lewis schwimmt Edgar hinterher, doch sie gehen beide unter. Es kommt später heraus, dass Lewis die Stiftung für jugendliche Verbrecher nur gegründet hat um die jungen Männer scheinbar geheilt in großen Firmen unterzubringen, wo sie auch Gelder veruntreut haben.
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