Die Geschichte von Monika B. ist eine wahre Geschichte. Durch die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit entstand dieses Buch. Es beschäftigt sich mit dem jahrelangen Missbrauch durch Monikas Familie.
Monika ist ein Wunschkind. Nachdem ihre Mutter und ihr Vater geheiratet haben, wünschten sie sich ein Geschwisterchen für Stefan, den unehelichen Sohn der Mutter. Doch von Anfang an wird Monika von ihrer Mutter abgelehnt, da diese eifersüchtig auf sie ist. Der Grund dafür ist folgender: Monikas Vater vergöttert seine Tochter und die Mutter, welche von ihrem eigenen Vater als Kind missbraucht wurde, kann zwischen der Liebe zu ihrem Partner und zu der eines Kindes keinen Unterschied machen.
Nur mit der Liebe des Vaters wächst Monika heran. Als sie noch ein Kleinkind ist und bei den Großeltern mütterlicherseits übernachtet, wird sie zum ersten Mal durch den Großvater missbraucht, der sie dazu animiert, ihn oral zu befriedigen. Monika wusste in keinster Weise wieso sie das tun musste oder ob das normal war oder nicht. Nach mehreren Fällen dieser Art erfuhr ihr Vater davon. Die Mutter nahm es fast teilnahmslos auf.
Nicht viel später missbraucht ihr Vater die kleine Monika auf dieselbe Weise. In regelmäßigen Abständen sucht er sie deshalb nachts auf. Das Kind ekelt sich davor, doch der Vater zwingt es dazu nichts zu sagen, es wäre nun ihr beider Geheimnis. Aus Angst in ein Heim abgeschoben zu werden erträgt Monika dies Jahrelang ohne dass etwas passiert. Da sie von der Mutter keine Liebe erwarten kann, braucht sie die des Vaters umso mehr und nimmt auch diese Gegenleistung in Kauf.
Als sie später in die Schule geht wird sie von ihren Eltern immer als dumm und wertlos dargestellt. Dies geht so weit, dass Monika irgendwann selbst daran glaubt und sich die Schuld für die Besuche des Vaters an ihrem Bett selbst zuschreibt. Ihr ganzes Selbstbewusstsein und die Sicherheit, die sie früher gespürt hat, werden dadurch zerstört. Sie versucht sich mehrmals Verwandten anzuvertrauen, doch niemand glaubt ihr, sie wird stets als Lügnerin abgestempelt und zurückgewiesen.
Mit etwa 10 Jahren beginnt ihr Vater mit ihr Geschlechtsverkehr auszuüben. Dies geschieht anfangs nur dann, wenn die Mutter aus dem Haus ist und die Brüder (inzwischen sind es drei) schlafen. Später legt der Vater auch diese Hemmungen ab. Für Monika sind dies sehr schlimme Momente und doch braucht sie die Zuneigung des Vaters. Sie ist völlig von ihm abhängig und dadurch kann sie sich kaum Gegenwehr erlauben.
Mit dem ersten Auftreten ihrer Periode beginnt Monikas Vater nun sich regelmäßiger an ihr zu vergehen. Als sie eines Tages schwanger wird, bringt er sie zu einem Freund der Familie, damit dieser eine Abtreibung vornimmt. Zu diesem Zeitpunkt erfährt die Mutter zum ersten Mal, wie weit der Missbrauch nun schon geht. Doch anstatt sich für Monika einzusetzen ist sie eifersüchtig auf sie. Mittlerweile wissen auch die Brüder von Monikas Geheimnis und der älteste zwingt Monika dazu, ihm bei der Selbstbefriedigung zur Hand zu gehen.
Die Hemmungen des Vaters fallen nun immer weiter von ihm ab. Er vergnügt sich nun täglich mit seiner Tochter und wird dabei immer brutaler. Auch Partnertausch, Schläge und Besuche in Sexclubs muss Monika hinnehmen. Später wird sie sogar gegen Geld an andere Männer verkauft. Auch Boris, ihr zweitältester Bruder missbraucht sie mehrmals. Einzig und allein ihr Bruder Georg hält zu ihr und versucht ihr zu helfen. Monika ist nun an einem Punkt angekommen, an dem sie niemanden mehr einweihen will, weil die Scham so groß ist, das jahrelang ertragen zu haben.
Erst als ihr Bruder Georg in der Hoffnung, man würde seine Familie genauer unter die Lupe nehmen, in den Tod springt, beginnt Monika langsam zu begreifen, dass sie sich aus dieser Hölle befreien muss. Damit der Tod ihres Bruders nicht umsonst war, zeiht sie aus, versucht den Kontakt mit der Familie abbrechen zu lassen und begibt sich in eine Therapie. Erst Jahre später gelingt es ihr endlich, ihren Vater anzuzeigen.
Dieser wird zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt und Monika versucht ihr Leben einigermaßen in den Griff zu bekommen, auch wenn sie sich stets darüber im klaren ist, dass dies viele Jahre dauern wird.
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