Schloss Herrenchiemsee und Fraueninsel in Deutsch
Inselführer
60 Farbbilder
Dieser Schlossführer wurde vom Fotoverlag Huber in Garmisch-Partenkirchen herausgegeben. Leider sind keine Seitenzahlen angegeben. Die ISBN lautet: 3-930705-61-3.
Vor allem geht es in diesem Schlossführer um das Schloss Herrenchiemsee das von König Ludwig II. von Bayern in Auftrag gegeben wurde. Nur ganz hinten gibt es noch einen kurzen Einblick zur Fraueninsel. Insgesamt gibt es im Buch mehr Bilder als Text. Dabei ist auf den Bildern jeweils ein Raum des Schlosses zu sehen. Manchmal geht so ein Bild über eine Seite, manchmal sogar über eine Doppelseite. Die Fotoqualität ist dabei sehr gut. Da ich die Führung durch Herrenchiemsee bereits gemacht habe, kann ich sagen, dass dieser Schlossführer die Räume genau in der Reihenfolge behandelt wie auch die Führung gemacht wird.
Zunächst gibt es Bilder von den Brunnen an der Gartenseite des Schlosses. Diese werden nicht durch spezielle Texte beschrieben sondern nur aufgeführt. Genannt wird nur der Latona Brunnen. Die Führung beginnt im Vestibül das man von der Gartenseite her betritt. Hier sieht man eine Pfauenskulptur die bunt bemalt ist, Als nächstes geht es in das Treppenhaus mit seiner Prunktreppe. Diese Treppe ist eine genaue Kopie der berühmten Prunktreppe im französischen Schloss Versailles ist. Überhaupt ist Schloss Herrenchiemsee eine erstaunliche Kopie von Versailles. König Ludwig II. hatte eine Vorliebe für den Sonnenkönig. Einige Details wurden aber für Ludwig II. eingefügt die mehr Bezug zu seiner Person hat.
Der nächste Raum im Heft ist der Hartschiersaal. Diesen erreicht man vom Treppenhaus und ist ein Paradezimmer.. Das zweite Vorzimmer ist dem Sonnenkönig Ludwig IV. gewidmet. Man sieht eine große Bronzestatue die den König als Reiter zeigt. Danach geht es ins erste Vorzimmer. Hier befindet sich ein kostbarer Musikschrank.
Der nächste Raum ist das Paradeschlafzimmer. Es ist das Herzstück und ideeler Mittelpunkt des Schlosses. In Versailles wurden empfing in diesen Räumlichkeiten der Sonnenkönig seine Untertanen zur Morgen- und Abendaudienz. Die Ausstattung der Kopie im Schloss Herrenchiemsee ist dabei noch kostbarer gewählt als im Versailler Vorbild. Das nächste Zimmer ist der Beratungssaal mit geschnitzten Vertäfelungen in Weiß und Gold. An einer Seite sieht man ein riesiges Gemälde des Sonnenkönigs und davor befindet sich der Schreibtisch von Ludwig II. Gestickte Lilien der Bourbonen schmücken die blauen Samtvorhänge. Besonderheiten die man in den ersten Räumen sieht, sind eine astronomische Uhr und eine Uhr im Porzellankabinett die noch einmal extra auf Bildern zu sehen sind.
Dann geht es weiter in den Spiegelsaal. Dieser Saal ist eine Kopie des Original Raums von Versailles und übertrifft ihn sowohl an Ausstattung als auch an Länge. Im Schein von 2000 Kerzen entwickelt sich eine Täuschung durch die Spiegel bei welcher der Saal eine Unendlichkeit erhält. Anschließende Räume sind der Saal des Krieges und der Saal des Friedens. Beide Räume sind üppig mit Marmor verkleidet.
Der nächste große Raum ist das königliche Schlafzimmer. Die Lieblingsfarbe Blau des Königs Ludwig II. ist die beherrschende Farbe im Schlafzimmer. Otto Stoeger, der auch die Beleuchtungseffekte in der Venusgrotte in Schloss Linderhof entworfen hat, entwarf für dieses Schlafzimmer eine Kugellampe die vor dem Bett auf einer Erhöhung thront.
Als nächstes sieht man Bilder vom blauen Salon und vom Arbeitszimmer. Der blaue Salon ist ein Spiegelkabinett. Im Arbeitszimmer sieht man ein großes Bildnis von Ludwig XV. Kostbare Goldstickereien schmückten die grünen Samtvorhänge. Die Kaminvasen sind eine Sonderanfertigung. Es folgt das Speisezimmer mit dem berühmten „Tischlein-deck-Dich“, einem Esstisch der versenkbar konstruiert wurde und vom Erdgeschoß bedient werden kann. Dieser Tisch erlaubte es dem menschenscheuen König Ludwig II. seine Mahlzeiten komplett alleine, ohne Bedienung, verbringen zu können. Auch beachtenswert ist ein achtzehnarmiger weiße Lüste aus Meißner Porzellan.
Das nächste Zimmer ist das Porzellankabinett mit allen erdenklichen Kostbarkeiten an Meißner Porzellan. Dann folgt eine kleine Spiegelgalerie mit fünf Kristallüstern. Als nächstes kann man das Bad des Königs, ein kunstvoll bemalter Raum mit einem riesigen ovalen Badebassin. Danach gelangt man ins Ankleidezimmer mit verschwenderischen Spiegel und goldenem Schnitzwerk.
Im Anschluss ist noch ein Besuch im Museum Ludwig II. möglich. Hier können Erinnerungsstücke und Andenken an den Märchenkönig bestaunt werden. Unter anderem kann man einen Teil des Wintergartens aus der Münchner Residenz besehen.
Von der Fraueninsel handeln die nächsten Seiten. Hier sieht man vor allem idyllische Ansichten von der Insel und eine kurze Erklärung über die Abtei der Benediktinerinnen die sich auf der Fraueninsel befindet. Diese wurde 782 von Bayernherzog Tassilo III. gestiftet. Seitdem leben hier fast ohne Unterbrechung Ordensfrauen.
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