Der übermütige Nils und die ehrgeizige Sonya wollen Japanisch lernen. Sie halten das aber für ein schwieriges Vorhaben. Die alte aber immer noch jugendliche Oma Nakayama klärt die beiden erst mal über die grundlegenden Dinge auf. Sonya und Nils fürchten sich vor allem vor den komplizierten Schriften. Nakayama zeigt ihnen, dass es davon drei gibt und zwei eigentlich relativ leicht sind. Hiragana und Katakana sind Silbenschriften, die man realtiv schnell auswendig lernen kann. Hiragana wird als grammatische Funktion verwendet, Katakana benutzt man für Namen und Fremdwörter. Schwieriger wird es bei den komplexen Kanji-Zeichen, von denen man mindestens 2000 Stück kennen sollte. Nils und Sonya lernen zunächst die Silbenalphabete zu schreiben. Außerdem lernen sie, wie man sich in Japan korrekt verbeugt und wie Handzeichen benutzt werden. Wedelt man mit der Hand, heißt das nicht wie in Europa "Geh weg" sondern "Komm her". Oma Nakayam bringt ihnen bei, wie man einen Monolog kommentiert. Sie gehen zusammen essen und bekommen ein Rezept für japanische Nudelsuppe. Sie lernen das Zahlensystem kenne, dass anders als das europäische ist: Flache Gegenstände werden mit anderen Wörtern gezählt als beispielsweise Gläser. Sie erfahren viel über die interessante Feiertage Japans, wie den Tag der Eisenbahn oder die Golden Week. Während der Golden Week soll jeder freihaben, deshalb besteht die ganze Woche aus Feiertagen, wie der "Tag der Kinder". Am Setsubun no Hi, der am 3. Februar stattfindet, verkleidet sich der Vater des Hauses als Oni (Teufel) und der Rest der Familie wirft mit Bohnen nach ihm, währen dalle "fuku ha uchi, oni ha soto" rufen ("Glück rein, Teufel raus"). Außerdem wird ihnen das Leben der Geishas nahegebracht, die in Europa oft mit Prostituierten verwechselt werden. Dabei sind sie eigentlich Künstlerinnen. Nils und Sonya können nun schon gut Meinungen auf Japanisch äußern und über ihre Hobbys sprechen. Sie lernen noch mehr Kuriositäten der Landes kennen, wie man richtig badet (erst Duschen, bevor man sich in die Wanne begibt) und besuchen ein Theater. Sie sehen sich ein Japanisches WC an, das man nur mit speziellen Schuhen betritt und das über eine Menge Knöpfe verfügt. Am Ende sprechen Nils und Sonya schon viel Japanisch reden und einige Kanjis anweden. Der Leser lernt dabei die Silben richtig zu schreiben und Kanjis einzusetzen. Bald schon kann man über seine Vorlieben reden, Filme und Videospiele kommentieren, einkaufen gehen, Dialoge führen und Zahlen auf Japanisch einsetzen. Zwischendurch sorgt ein kleines Tierchen namens Jiro für Unterhaltung und gibt schlaue Kommentare ab.
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