Karin ist acht Jahre alt und eine Leseratte. Am liebsten liegt sie im Garten in der Hängematte unter einem Baum und liest ihr Buch "Bobby der kluge Pudel". Ihr Bruder Robert ist schon 12 und liest ein spannendes Buch über Räuber. Karin gefällt das Buch so gut, dass sie auch einen Pudel haben möchte. Sie erklärt ihrer Mutter, dass sie einen zum Geburtstag möchte. Doch ihre Mutter meint, dass sie sich das noch einmal überlegen sollte. Ein Hund braucht viel Pflege und das den ganzen Tag lang. Karin soll erst einmal ihre Freundin Monika fragen, die selbst einen Hund hat. Karin ist überzeugt, dass die Haltung eines Hundes für sie kein Problem sein wird. Monika macht ihr aber klar, dass ein Hund viel Arbeit macht. Man muss ihm täglich frisches Fleisch kaufen, kochen und dann die Milz herausschneiden. Jeden Tag muss man ihn Gassi führen, selbst wenn das Wetter schlecht ist oder Ferien sind. Karin sieht ein, dass ein Hund sehr anspruchsvoll ist. Sie überlegt, dass eine Katze wohl besser wäre. Sie besucht eine weitere Freundin, die eine Katze hat und gerade das Katzenklo säubert. Schon diese Aufgabe findet Karin alles andere als angenehm. Sie erfährt außerdem, dass Katzen ständig umherstreunen und absoulte Sauberkeit verlangen. Daraufhin meint Karin, Goldfische wären das Richtige für sie. Bei ihrer nächsten Freundin sieht sie aber, wie diese das Becken reinigen muss und findet, dass auch das zu viel Arbeit ist. Sie geht zu Dagmar, die eine Schildkröte hat. Von der ist Karin begeistert: die Schildkröte wohnt in einem schönen Gehege im Garten, das Füttern ist kein Problem und auch sonst ist das Tierchen angenehm zu halten. Karin wünscht sich zum Geburtstag eine Schildkröte und bekommt auch eine. Sie richtet mit ihrem Bruder ein schönes Gehege für Schildkröte Bobby her, samt Tümpel und Höhle. Einige Tage hat sie großen Spaß mit ihrem Tier. Als ihre Eltern über Nacht zu einer Feier gehen, vernachlässigt Karin Bobby an diesem Tag, weil sie ein spannendes Buch liest. In der Nacht hört sie Schritte, die immer näher kommen. Karin hat solche Angst, dass sie sich das schlimmste ausmalt und glaubt, ein Räuber sei im Haus. Als die Schritte zu ihrer Tür hineinkommen, schreit sie laut. Doch dann sieht sie, dass es Bobby ist. Sie hat ihn nicht gefüttert und nun will er sich beschweren. Erleichtert holt Karin ihre Aufgaben nach und bringt Bobby in das Gehege zurück. Als ihre Eltern nach Hause kommen, schläft sie schon wieder fest.
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