Kariuki und sein weisser Freund : eine Erzählung aus Kenia. Zusammenfassung

Kariuki ist ein kleiner schwarzer Junge, der in Kenia lebt. Neben der Schule muss er auch noch seinen Eltern viel helfen. Jeden Tag holt er einen Eimer mit Wasser vom Fluss. Dort darf nur der wohlhabende Afrikaner Bwana Ruin Angeln. Doch eines Tages trifft Kariuki dort den Jungen Nigel, der in seinem Alter ist, aber ganz aussieht. Seine Haut ist weiß, sein Haar wie Stroh, seine Kleidung viel aufwendiger als die Kariukis.

Nigel angelt mit der riesigen Angel von Bwana Ruin. Als sich diese im Baum verfängt, klettert Kariuki nach oben und befreit den Haken. Dabei entdeckt er einige Angelhaken, die Bwana Ruin dort vergessen hat. Kariuki würde sie gerne mitnehmen und später im Dorf verkaufen.

Er wirft Nigel ein paar Früchte aus dem mokoe-Baum zu, doch Nigel ist derartiges Essen nicht gewohnt. Als Kariuki erklärt, dass er auch gerne angelt, der Fluss aber Bwana Ruin gehört, lacht Nigel nur. Die Farm hier gehöre ihm vielleicht, doch Bwana Ruin könne unmöglich von Rechtswegen der ganze Fluss gehören. Kariuki ist erstaunt, als Nigel erklärt, in seinem Land in Europa gehörten die Flüsse jedem.

Bwana Ruin aber verdrischt jeden, der im Fluss angelt und entlässt außerdem die Väter dieser Jungen. Allein deshalb traut sich Kariuki nicht. Fasziniert hört er zu, wie Nigel von England erzählt und dass er mit einem Flugzeug geflogen ist.

Die beiden gehen im Wald spazieren, wobei Nigel Tarzan spielt, was Kariuki aber fremd ist. Nigel ist umso erstaunter, als Nigel mit Badehose ins Wasser geht, denn er selbst besitzt nur zwei Hosen, von der eine für die Schule bestimmt ist. Stattdessen badet er ohne Kleidung. Nigel ist von der Natur beeindruckt. Er hat zwar viele Bücher über schöne Orte, doch mit eigenen Augen hat er kaum etwas bisher gesehen. Kariuki, der sich bisher dumm vorkam, freut sich nun, dass auch er über einiges besser bescheid weiß. Als Nigel einfach irgendwelche Beeren essen will, klärt Kariuki ihn darüber auf, welche giftig sind.

Außerdem macht Nigel ihm klar, dass Bwana kein Zauberer ist. Alle glauben, er könne in der Dunkelheit sehen wie eine Katze oder in die Seele blicken. Kariuki glaubt das auch von Nigel, da dieser blaue Augen hat, doch Nigel erklärt, dass sei alles nur Gerede. Kariuki kann es kaum erwarten, im Dorf davon zu erzählen.

Beiden ist klar, dass sie zwar sehr verschieden sind, aber noch eine Menge von einander lernen können.

Ende.

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