Katzen würden leiser morden
Der zweite Band mit einem Abenteuer von Dixie Hemingway ist ebenfalls als Taschenbuchvariante bei Weltbild erschienen. Das Taschenbuch hat 302 Seiten und die ISBN-Nr. 978-3-89897-959-7. Es erschien 2009. Die Originalausgabe ist von 2008 und hatte den Titel Even Cat Sitters Get The Blues. Der Herausgeber war Thomas Dunne Books / St. Martin’s Press, New York. Bevor Blaize Clement die Liebe zum Schreiben entdeckte, hat sie erst 25 Jahre lang als Psychologin gearbeitet. Genau wie ihre Kriminalheldin Dixie Hemingway wohnt sie in Sarasota, Florida.
Dixie Hemingway schied mehr oder weniger freiwillig aus dem Polizeidienst aus nachdem ihr Mann und ihre kleine Tochter bei einem Autounfall ums Leben kamen und sie Probleme mit dem Umgang mit Menschen bekam. Heute arbeitet sie als Tiersitterin. Vor allem betreut sie Hunde und Katzen während deren Herrchen und Frauchen in Urlaub sind. Sie wohnt in einer kleinen Wohnung über der Garage neben dem Haus ihrer Großeltern. Ihr Bruder und sein Lebensgefährte bewohnen das Haupthaus.
Gerade eben ist Dixie noch mit einem blauen Auge aus einem Mordfall herausgekommen, da schlittert sie schon in den nächsten Ärger hinein. Eigentlich beginnt alles ganz unspektakulär. Sie erhält eines Morgens einen Anruf und wird gebeten einen Leguan zu versorgen, während sein Herrchen verreisen muss. Sie bekommt allerdings nur eine Anschrift genannt, nicht den Namen des Anrufers. Zunächst macht sich Dixie darüber keine Gedanken, denn dank des Mordfalls stand in allem Zeitungen Floridas das sie Tiersitterin ist.
Nachdem sie ihre tägliche Tour bei ihren Pflegetieren hinter sich hat, radelt Dixie in Richtung des Hauses wo der Leguan sein soll. Da fängt es an zu regnen. Sie stellt sich bei einem kleinen Wachhäuschen unter. Es ist eine noble Wohngegend und nicht alle werden in das Wohngebiet eingelassen. Als sie in das Fenster des Wachhäuschens schaut, sieht sie den Wachmann erschossen daliegen. Da sie nicht schon wieder in einen Mordfall verwickelt werden möchte, flieht Dixie. Aber ein Zeitungsjunge hat Dixie fliehen sehen und beschreibt sie der Polizei. Der übereifrige Lieutenant Guidry übernimmt den Fall. Das Haus mit dem erschossenen Wachmann, ist genau das Haus in dem der Leguan ist. Das stellt Dixie aber erst fest, als sie, nachdem sie sich zu Hause abgetrocknet und ordentlich angezogen hat, wieder zu dem Haus hinfährt. Aber das ist nicht die einzige Überraschung. Der Besitzer des Leguans ist ein Geschäftsmann und heißt Ken Kurtz. Er hat Dixie überhaupt nicht beauftragt auf den Leguan aufzupassen. Er ist bettlägerig und wollte auch gar nicht die Stadt verlassen. Trotzdem bittet er sie sich um den Leguan zu kümmern, da seine Krankenpflegerin sich nicht um das Tier kümmern möchte. Ken Kurtz leidet an einer seltsamen Krankheit, bei der die Haut sich bläulich verfärbt und der Körper sehr geschwächt wird. Und natürlich bekommt Dixie auch Ärger mit Guidry, der sie unter Mordverdacht stellt, aber noch nicht festnimmt.
Natürlich will Dixie das nicht auf sich sitzen lassen und fängt an eigenständig zu ermitteln. Erstens möchte sie herausfinden wer sie angerufen hat und natürlich muss sie irgendwie Guidry wieder loswerden. Außerdem wird sie von einer Frau verfolgt. Ist sie die Mörderin? Als Dixie wieder zu dem Haus von Ken Kurtz unterwegs ist wird sie niedergeschlagen und ein Feuer wird gelegt. Jetzt ist auch Guidry klar, dass Dixie in Lebensgefahr schwebt und Ken Kurtz auch nicht so ehrlich ist wie es am Anfang schien. Außerdem stimmt auch etwas mit dem Leguan nicht. Dixie findet heraus das der Wachmann mit der Krankenschwester gemeinsame Sache gemacht hat um von Ken Kurtz Geld zu erpressen. Die Krankenschwester hat daraufhin den Wachmann erschossen um das Geld alleine haben zu können und hat sich anschließend aus dem Staub gemacht. Die Frau, welche Dixie verfolgt hat, war nur an den Forschungsergebnissen der Tests von Ken Kurzt am Leguan interessiert.
Das Buch ist in 29 Kapitel unterteilt und die Schrift hat eine angenehme Größe. Man kann es insgesamt sehr gut lesen, da es sehr flüssig verfasst ist. Es ist nicht nötig die vorherige Geschichte über Dixie Hemingway (Tot auf leisen Pfoten) zu lesen. Es wird nur am Anfang ein Bezug zu diesem Buch hergestellt. Die neue Geschichte hat aber nichts mit dem vorherigen Buch zu tun. Natürlich fällt das Lesen leichter, wenn man schon die Vorgeschichte von Dixie etwas besser kennt. Das neue Abenteuer dem sich Dixie stellen muss, ist wieder sehr aufregend und sehr spannend. Aber dieses Mal geht es sehr wissenschaftlich zu. Vor allem wegen der Krankheit von Ken Kurtz. Trotzdem ist das Buch sehr einfach zu lesen und ist sehr unterhaltsam. Bis auf den Mord an dem Wachmann ist es auch nicht zu brutal geschrieben. Ich würde es daher nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche empfehlen.
Ein richtiger Katzenkrimi ist es ja nicht, eher eine ganz normale Kriminalgeschichte. Mit dem Fall haben Katzen nichts zu tun. Neben der Krimigeschichte muss sich Dixie Hemingway auch mit der Liebe auseinandersetzen. Denn sie ist langsam wieder an Männern interessiert und obwohl sie Guidry aufregt, findet er sie attraktiv und sie ihn eigentlich auch. Aber um das zu erkennen braucht Dixie fast das ganze Buch. Insgesamt fand ich das Buch sehr lesenswert.
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