„Kuschel das Stachelschwein“ ist 2000 im Lentz Verlag erschienen. Geschrieben und illustriert wurde es von Lynn Munsinger und Helen Lester.
Das Ehepaar Stachelschwein bekamen ein Kind und waren sehr glücklich darüber. Gerne gingen sie mit ihrem Kind spazieren. Nur eines fehlte ihnen noch zu ihrem Glück, dass Kind hatte keinen Namen!
Sie überlegten hin und her, Stachel war ihnen zu gewöhnlich, Stachelheinrich viel zu grimmig und Kratzhärchenbub war viel zu lang. Auch Spitzi, Prickel und Pieks sagte ihnen nicht so recht zu. Sie dachten angestrengt über den passenden Namen nach und landeten beide gleichzeitig bei den Namen „Kuschel“. Kuschel gefiel ihnen beiden sehr gut, so hieß das Kind von nun an Kuschel.
Der Name war gefunden und beide waren wieder glücklich. Doch als Kuschel größer wurde, bemerkte er, dass er nicht so kuschelig war, wie sein Name vorgab. Er blieb beispielsweise an der Tür hängen, als diese jemand öffnete. Auch als er auf dem Rücken schlief, war die Matraze durchbohrt. Das kann doch nicht kuschelig sein! Er war schon stark ins Zweifeln, als er dann auch noch bei starken Regen den Regenschirm durchbohrte, war ihm alles klar. Er war alles andere als kuschelig! Was für ein blöder Name?!
Doch Kuschel gab nicht auf. Er wollte seinem Namen gerecht werden und endlich kuschelig sein. Als erstes wollte er eine Wolke werden, denn die sind schön weich und kuschelig. Er stieg auf dem Baum, konnte sich aber dort oben nicht halten. Aus mit dem Traum eine Wolke zu sein! Dann wurde er eben ein Kissen, die sind auch schön kuschelig. Als er als Kissen auf dem Sessel setzte und seine Mutter sich auf ihn setzte, piekte es sie doch recht stark. Kuschelig war etwas anderes! Dann weichte in der Wanne ein, damit die Stacheln schön weich wurden. Aber außer, dass er ziemlich durchnässt war passierte gar nichts! Auch als er sich mit Schlagsahne einschmierte, brachte dieses überhaupt nichts. Dabei hatte er dafür den halben Tag vergeudet und massig Sahne verbraucht. Er sah aus wie ein weißes Monster. Auch das Essen von vielen Marshmallows, oder das Einreiben mit Rasierschaum und das Verkleiden als Kaninchen brachten nicht den erwünschten Erfolg.
Kuschel wurde traurig, denn nun war ihm klar, er würde niemals kuschelig sein. Aber ganz aufgeben wollte er noch nicht. Er dachte nach und dachte nach, bei einem Spaziergang traf er ein dickes, großes Nashorn. Das Nashorn war gar nichts freundlich, es drohte ihm sogleich, dass er gleich sein blaues Wunder erleben würde. Dann fragte es nach seinen Namen. Als Kuschel antwortete fing das Nashorn an zu grinsen. Es wurde noch schlimmer, es prustete los, lachte lauthals über den Namen und kriegte kaum noch Luft. „Ein Stachelschwein, das Kuschel heißt!“, darüber kam das Nashorn nicht hinweg.
Kuschel war das alles sehr peinlich, fragte dann aber trotzdem, wie denn das Nashorn heißen würde. Doch das Nashorn konnte vor lauter Lachen gar nicht antworten. Kuschel riet einfach drauf los, er kam auf Walter, Willibald und Werner. Doch das Nashorn lachte immer weiter, irgendwann kam dann das Wort „Winzi“ aus seinem Munde. Nun war es an Kuschel lauthals los zu lachen. Winzi, ein lustiger Name für ein Nashorn. Er kriegte sich kaum ein, er platzte beinahe vor Lachen.
Nun wälzten sich Beide auf dem Boden, das Nashorn namens Winzi und das Stachelschwein namens Kuschel. Sie kriegten sich kaum ein und lachten bis ihnen die Tränen kamen. Irgendwann konnten sie dann doch aufhören und Kuschel erlebte kein blaues Wunder, denn die Beiden waren von nun an Freunde. Vereint hat sie die komische Namenswahl ihrer Eltern. Das Gute daran war, dass Kuschel jetzt gar nicht mehr störte, dass er nicht kuschelig war.
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