Lautlose Nähe ist ein Buch über Gewalt in der Ehe und Kindesmissbrauch am eigenen Kind. Die Hauptperson ist Lisa, welche zu Beginn des Buches 29 Jahre alt ist und überhaupt kein Selbstbewusstsein besitzt. Das nichtvorhandene Selbstbewusstsein wurde ihr bereits von klein auf - durch die Mutter anerzogen. Die Mutter erzog Lisa in dem Sinne, dass sie nur machen sollte was andere ihr sagen, Lisa hatte kein Recht auf eine eigene Meinung, sie sollte keine Widerworte geben und das Wort NEIN sollte sie ebenfalls nicht kennen. Lisa sollte stets für die Mutter da sein und wenn sie es nicht war, so wurde ihr ein schlechtes Gewissen eingeredet. Für Lisa war das normal. So erlebte sie es auch mit ihrem Mann Hannes, der sie ebenso unterdrückte wie die Mutter. Lisa hatte sogar ein Kind (Katharina) mit Hannes, welches zum Zeitpunkt der Geschehnisse 5 Jahre alt war. Hannes prügelte Lisa krankenhausreif und auch vor der gemeinsamen Tochter machte er kein Halt. Er missbrauchte sie im Alter von 3 Jahren. Das Schlimme ist, man glaubte Lisa nicht. Die Tochter habe sich die Wunden selber zugefügt.
Zum Glück war Lisa nicht ganz allein sondern hatte Freundinnen, welche so lange auf Lisa einredeten bis sie Mut fasste um Hannes zu verlassen. Das tat sie auch, sie suchte sich eine Wohnung, einen Job und einen Kindergartenplatz für Katharina. Lisa merkte schnell dass es schwierig ist, Kind und Job unter einen Hut zu bekommen, doch sie bekam es hin. Auch während dieser Zeit hatte Lisa durchgehenden Kontakt zur Mutter. Die Mutter verstand nicht warum Lisa ihren Mann verlassen hatte, sie fand es falsch. Sie meckerte über alles herum was Lisa tat. Wenn Lisa sich nicht meldete, forschte die Mutter nach wo Lisa steckt. Lisa lies sich nach wie vor einschüchtern und gab jedes Mal nach, obwohl sie nicht mal so viel Zeit hatte.
Es kam die Zeit als Hannes wieder nach hause kehrte, nachdem er beruflich mehrere Tage unterwegs war. Das Haus war leer und so suchte er Lisa auf. Die ersten Male blieb Lisa standhaft und lies sich nicht einschüchtern, doch irgendwann schaffte er es und Lisa wurde schwach. Sie wurde so schwach, dass sie Hannes sogar mit in die Wohnung lies. Sie tat es aus Angst. Die Situation eskalierte schnell und schon war ein Messer mit im Spiel. Hannes meinte das Lisa seine Frau sei und es immer bleiben würde. Er hätte auch ein Recht auf die körperliche Liebe, ob sie nun will oder nicht. Das alles geschah im Beisein der kleinen Katharina. Katharina schaffte es aber und entkam aus der Wohnung. Sie rannte zur Nachbarin - mit welcher Lisa sich zwischenzeitlich angefreundet hatte, welche die Polizei alarmierte. Während dessen vergewaltigte Hannes Lisa.
Als die Polizei eintraf, retteten sie Lisa. Sie nahmen Hannes fest und schnell hatte Lisa einen ehrlichen Helfer gefunden. Heinrich war einer der beiden Polizisten die sie befreiten. Er kümmerte sich um Lisa, auch nach Dienstschluss. Er half ihr und sie lies sich von ihm helfen. Er überredete sie sogar zur Anzeige gegen Hannes, was sie nicht mal wirklich wollte. Sie machte es und hielt mit Heinrich seiner Hilfe an diesem Entschluss fest. Leider passierte aber nicht viel. Eines Tages, als Lisa Katharina vom Kindergarten abholen wollte, war die Kleine nicht mehr da. Hannes hatte sie geholt und mit nach hause genommen. Lisa hatte die schlimmsten Befürchtungen und alarmierte Heinrich. Dieser war sofort zur Stelle und half Lisa. Sie vermutete ihre Tochter im alten Haus, wo auch Hannes war. Als zwei Polizisten an dem Haus klingelten, wollte Hannes diese nicht rein lassen. Es gelang den beiden Polizisten schließlich aber doch und dort fanden sie Katharina dann auch. Die Kleine war bewusstlos, mit Drogen vollgepumpt und ein zweites Mal missbraucht.
Der zweite Missbrauch fand Gehör und brachte Hannes ins Gefängnis. Während dieser Zeit stand ihr Heinrich nach wie vor stets zur Seite. Sie verliebte sich in ihn, genauso wie er sich in sie. Nach der schlimmen Zeit verbrachten sie noch viel mehr Zeit miteinander. Sie zogen zusammen und heirateten sogar. Katharina mochte Heinrich auf Anhieb und auch er mochte die Kleine. Bis der Tag kam, an dem Heinrich nicht mehr nach hause kam. Er wurde bei einem Banküberfall erschossen, was Lisa ihren sämtlichen Lebensmut nahm. Sie war traurig und einsam, hatte aber nach wie vor immer noch Kontakt mit ihrer Mutter. Die Mutter mochte Heinrich nie und war auch nicht besonders traurig. Lisa war mittlerweile schon sehr viel selbstbewusster und fing an sich durchzusetzen, auch wenn ihr das Wichtigste auf der Welt fehlte. So vergingen viele Jahre, bis sie auf Richard - ihre Jugendliebe traf. Die Jugendliebe sollte keine Jugendliebe bleiben, sondern eine neue Liebe werden. Sie kamen zusammen und wurden glücklich.
Als die Mutter bereits 85 Jahre alt war, starb sie. Lisa war nicht traurig, sondern erleichtert. Für sie war es wie ein Stein, der endlich abgefallen ist. Keiner mehr der ihr Vorwürfe macht, keiner mehr der alles schlecht findet was sie macht, keiner mehr der sie anscheinend nicht mal liebte. Lisa war befreit und das erst in einem Alter von über 40 Jahren. Ihre Tochter - Katharina hatte einen Freund, mit welchem sie zusammen lebte. Sie liebte ihn, auch wenn eine körperliche Nähe nicht möglich war.
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