Liebe im Schatten der Grenze
Thomas Solberg, der Sohn einer Kleinbauernfamilie aus Südthüringen an der Grenze zu Bayern, verliebt sich in Maria aus Oberfranken. Obwohl das Passieren der Grenze im Laufe der 50-er Jahre lebensgefährlich wird, gelingt es Thomas immer wieder, sich mit ihr zu treffen.
Nach dem Bau der Berliner Mauer im August 61 wird für Thomas die Grenze unüberwindbar. Trotz anfänglicher Verzweiflung wollen Thomas und Maria nicht einsehen, dass ihre Liebe keine Zukunft hat; sie halten auch weiterhin Kontakt.
Als Thomas mit seiner Abiturklasse in einem Landschulheim an der Grenze weilt, ist seine Sehnsucht stärker als die Angst vor den Minen; er besucht Maria in ihrem Heimatort. Nach einer stürmischen Liebesnacht wird Thomas bei seiner Rückkehr an der Grenze beinahe gefasst.
Monate nach seiner Abiturprüfung erhält Thomas den Abschiedsbrief von Maria. In seiner Verzweiflung unternimmt er einen Grenzdurchbruch und kommt dabei nur knapp mit dem Leben davon. Als er Maria wiedersieht, ist sie verheiratet und hat eine Tochter.
Thomas kehrt tief enttäuscht in die DDR zurück, absolviert in den 60-er Jahren eine Lehre und ein Studium. Mit wechselnden Freundinnen versucht er die Erinnerung an Maria zu verdrängen.
Als Thomas im Frühjahr 68 bei einem Studentenaustausch in Prag Maria wiedersieht, ist sie nicht mehr verheiratet. Ihre Liebe entflammt erneut. Das Ende des “Prager Frühlings“ begräbt aber die kurzzeitigen Hoffnungen auf ein gemeinsames Leben anscheinend endgültig.
Nach dem Studium lernt Thomas Claudia, die Tochter eines SED-Funktionärs, kennen. Sie ist die erste Frau, die in ihm die Erinnerung an Maria scheinbar verblassen lässt. Die beiden heiraten und bald wird ihr Sohn Tim geboren.
Die Arbeit an hochgeheimen Projekten in der Sowjetunion in den 70-er Jahren raubt Thomas die letzten Illusionen hinsichtlich der Reformierbarkeit des Sozialismus. Dadurch kühlt sich die Beziehung zu seiner Frau immer mehr ab und es folgt die Scheidung.
Durch Zufall bekommt Thomas nach Jahren wieder Kontakt zu Maria. Obwohl Thomas, als “Geheimnisträgers“ jegliche Verbindung zu Bundesbürgern strikt untersagt ist, trifft er sich mit ihr am Plattensee. Thomas und Maria entdecken ihre Liebe aufs Neue. In den nächsten Jahren treffen sie sich heimlich in der CSSR, in der Sowjetunion und auch in der DDR in der Hoffnung, dass irgendwann doch noch ein gemeinsames Leben möglich wird.
Als Marias Tochter Katrin in den 80-er Jahren an Leukämie erkrankt, erfährt Thomas, dass er ihr Vater ist. Trotz massiver Schikanen, gelingt es Thomas seine Ausreise in die Bundesrepublik zu erzwingen. Er rettet seiner Tochter durch eine Knochenmarktransplantation das Leben. Als er zu seinem Sohn Tim in die DDR zurückkehrt, hat er seine Arbeit verloren und entgeht nur knapp dem Gefängnis.
Die Öffnung der Berliner Mauer im November 89, erleben Thomas und Maria erst fassungslos, dann voller Euphorie.
Als der Grenzanlagen zwischen ihren Heimatorten abgebaut werden, sind sie sicher, dass der Alptraum Grenze für sie ein Ende hat. Das jahrelang ersehnte gemeinsame Leben wird endlich Wirklichkeit.
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