Der Komiker Bernhard Hoëcker dürfte den meisten TV-Zuschauern sicherlich als etwas zu klein geratener aber sehr intelligenter Comedian aus diversen Sendungen bekannt sein. Letztes Jahr jedoch, wollte Bernhard Hoëcker mal etwas anderes erleben und machte sich daher mit einem Freund in einem alten Auto auf den Weg vom Allgäu nach Jordanien. Seine Abenteuer, warum er diese Reise gemacht hat und was er alles erlebt hat, hat Bernhard Hoëcker in dem Buch „Meilenweit für ein Kamel“ aufgeschrieben.
Die Reise des Coemdians und seinem Freund Tobias fanden im Jahre 2009 im Zuge der Allgäu-Orient-Rallye 2009 statt, welche, wie schon oben geschrieben, im Allgäu begann und in Jordanien, im besten Falle, enden sollte. Als Preis für den Sieger winkt ein Zitat: „Kamel arabischer Bauart, also nur mit einem Höcker.“ Grund genug für Hoëcker und Tobais sich also in eine über 20 Jahre alte Schrottmühle zu setzen und das Abenteuer zu beginnen. Dabei erlebten die beiden Freund allerhand kurioses. Auf den ersten Seiten des 352 Seiten starken Buches erklärt Hoëcker aber zu erst einmal die ganze Planungsphase des Tripps und auch, das ein ganzes Team, welches Hoëcker und Tobias in zwei weiteren Autos folgte, für die genaue Koordination durch halb Europa verantwortlich war, schließlich ist eine solche Reise ja keine spontane Sache, die man mal eben so machen kann. Die Reise beginnt schließlich im Alggäu, wo neben Hoëcker und seinem Team, noch 180 weitere Wagen warten um den Weittstreit um das Kamel zu gewinnen. Dabei dient die Sache aber vor allem einem guten Zweck, denn in Jordanien angekommen, sollen alle Autos verkauft werden und der Erlös gespendet werden. Das Kamel ist also eher eine kleine Zugabe, die aber aufgrund der Zollbestimmungen sowieso in ihrem Heimatland bleiben muss.
Doch bis man schließlich in Jordanien angekommen ist, ist es noch ein sehr langer und vor allem witziger Weg. Die Reise dauerte insgesamt 10 Tage, in denen Hoëcker und Tobias jedoch allerhand Absurditäten erlebt haben.
Das Buch „Meilenweit für ein Kamel“ ist dabei eine Mischung aus offensichtlich fiktiven Geschichten, wie einer Verfolgungsjagd durch Grenzbeamte, und wahren Begebenheiten, die Hoëcker und sein Freund auf ihrer irrwitzigen Reise erlebt haben. Aber auch gibt es verschiedenstes Hintergrundwissen, welches die beiden in das Werk haben einfließen lassen, sodass der Leser neben der humoristischen Geschichten und Anekdoten auch ein bisschen über die einzelnen Etappen lernt. Diese Mischung weiß durchaus gut zu gefallen, zumal das Gleichgewicht zwischen den einzelnen Komponenten sehr gut ausbalanciert ist.
Was die Geschichten selbst angeht, so sind die meisten durchaus lustig geraten und weisen den von Hoëcker bekannten und sehr trockenen Humor Stil auf. Die Texte selbst sind also allesamt darauf ausgelegt vor allem Witzig zu sein, weshalb man keinerlei ernsthafte Worte in dem Buch finden wird, wie das bei ähnlichen Reiseerlebnissen der Fall ist. Insgesamt weiß „Meilenweit für ein Kamel“ wirklich sehr gut zu gefallen, allerdings ist der Humor sicherlich Geschmackssache und wird nicht jeden ansprechen. Wer Hoëcker aber aus dem Fernsehen kennt und auch mag, der dürfte mit diesem Werk sicherlich etwas anfangen können.
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