Memnoch der Teufel Zusammenfassung

,,Memnoch der Teufel" wurde von der weltweit beliebten amerikanischen Horrorautorin Anne Rice verfasst und 1995 veröffentlicht.

In diesem Roman geschieht das Unfassbare. Der Vampir Lestat, der schon aus den vorhergehenden Vampirromanen bekannt ist, begegnet dem Teufel, der ihm eine Existenz an seiner Seite anbietet.

Der Roman beginnt damit, dass Lestat einen Mann namens Roger verfolgt und tötet. Nach der Tötung erscheint ihm Rogers Geist, der ihn anfleht, sich um seine Tochter Dora zu kümmern. Dora ist eine berühmte Gläubige, die immer wieder im Fernsehn zu sehen ist. Sie ist Roger sehr wichtig.

Lestat überkommt während dieser Ereignisse immer wieder das Gefühl, verfolgt zu werden. Der sonst sehr selbstsichere, mächtige Vampir scheint Angst zu fühlen. Seine Vermutung bestätigt sich nach einiger Zeit. Lestat wird wirklich verfolgt - und zwar vom Teufel, der sich Memnoch nennt. Wie in der Bibel beschrieben ist Menoch der Feind Gottes. 

Memnoch führt Lestat durch Himmel, Hölle und alles was dazwischen liegt. Er erzählt die Geschichte seines Abstieges und wie er zum Gegner Gottes wurde. Natürlich hat er einen ganz anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse und färbt sie mit seinen Sichtweisen ein. Auf der Wanderung, die Memnoch mit Lestat unternimmt, beteuert Memnoch, nicht böse zu sein un lediglich den Job zu haben, verlorene Seelen in Richtung Himmel zu geleiten. Gott und seine Engel haben sich gegen Memnoch verschworen und Memnoch sieht bei sich keine Schuld für diese Umstände. Memnoch erklärt ihm, wie das Universum entsteht, funktioniert und welchen Sinn die Existenz macht. Es ist, als ob Lestat der Sinn jeglichen Geschens und Tuns eröffnet wird. Trotzdem ist Lestat sich nicht sicher, ob er  sich auf die Seite von Memnoch schlagen soll.

Nachdem Lestat mit Armand durch das Nachleben gewandelt ist, glaubt er, eine Erleuchtung gehabt zu haben. Er glaubt, Jesus' Kreuzigung gesehen zu haben und glaubt auch, dass er das Grabtuch der Veronika erhalten hat. Er berichtet diese Erkenntnisse seinem guten Freund David Talbot, dem Kindsvampir Armand und Dora, nachdem er auf der Reise auch noch ein Auge verloren hat. Alle  sind tief bewegt und Dora nimmt das Grabtuch an sich. Sie zeigt es der ganzen Welt, die darauf hin in einen religiösen Hype verfällt. Ein wahrer Kult bricht um das Tuch aus. Armand kann jedoch gar nicht ertragen, dass es das Tuch gibt, obwohl es ihn absolut fasziniert und bewegt hat. Mit der Erkenntnis, dass er dermaßen unheilig als Vampir lebt und es scheinbar wirklich einen Gott gibt, kann er nicht lesen und versucht, sich durch Sonneneinstrahlung selbst zu töten. Mit diesem Vorhaben will er die Menschheit ausserdem davon überzeugen, dass ein wahres Wunder geschieht.

Lestat und David Talbot begeben sich in New Orleans, wo Lestat sich am liebsten aufhält. Dort erhält Lestat von der Urvampirin Maharet nicht nur sein Auge zurück, sondern auch eine Notiz von Memnoch. In dieser gibt Memnoch zu, Lestat zu seinem Amusement manipuliert zu haben und das unter Umständen nichts von dem, was die beiden zusammen gesehen und gelernt haben, echt ist. Darauf hin wird Lestat sehr wütend und Maharet kettet ihn im Keller ihres Vampirunterschlupfes an, um seine blinde Wut zu bändigen. Auch wenn die von Memnoch formulierten Thesen und Weisheiten durchaus stimmig klingen, könnte alles erfunden und erlogen sein. Lestat quält diese Ungewissheit und die Tatsache, dass er eigentlich als sehr gerissen gillt und einem Betrüger auf den Leim gegangen ist.

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