„Die Anleitung für einen Erlebnisurlaub“ beginnt mit den verschiedenen Varianten der Anreisewege. Da werden die unterschiedlichen Wege über die Alpen und drunter durch und natürlich auch die verschiedenen Fährverbindungen genannt. Auch diverse Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg liegen, werden kurz genannt. Nun folgen 18 Touren durch Sardinien. Jede Tour beginnt mit einer Schnellübersicht. Dort findet man den Startpunkt, die Gesamt-Kilometerzahl und die einzelnen Etappen mit Ideen der Freizeitgestaltung. Zum Beispiel wird nach 9 km von Olbia entfernt empfohlen, in Lido del Sole einen Badestopp einzulegen und dort zu übernachten. Auch wird die Route auf einer Landkarte gezeigt. Es werden auch die empfohlenen Abstecher zu Badebuchten, Einkaufsempfehlungen oder Besichtigungen mit einkalkuliert. Die nun folgende genaue Erklärung der Tour wird wieder mit der Gesamt-Kilometerzahl, der Anzahl der Tage und der Hauptorte begonnen. Die Wegebeschreibung ist sehr detailliert: „... 20 Meter, nachdem wir nach links in die Fahrstraße eingebogen sind, lockt links ein kleiner Eukalyptushain am Beginn des Fährkais mit der entgegengesetzten Einbahnstraße ...“Die Beschreibung der einzelnen Strände, die teilweise als Geheimtipp bezeichnet werden, ist nicht nur auf die Lage ausgerichtet, sondern auch auf die Aussicht und die Wohnmobiltauglichkeit. In die Touren sind auch Stopps für Wasser tanken und bummeln einkalkuliert und es wird auf die einheimischen Besonderheiten das Augenmerk gelegt. Die Sehenswürdigkeiten reichen von der Tropfsteinhöhle Grotta di Ispinigoli über den Marmorsteinbruch bei Orosei bis hin zur Karstquelle „Su Cologne“. Auch werden Wanderungen beschrieben, die man entweder von einem Campingplatz oder einfach von einer gut gelegenen Stellen startet. Auch hier wird wieder die veranschlagte Zeit gut kalkuliert und zusätzlich noch Abstecher von der Route genannt. So wird zum Beispiel die Wanderung zur Flumineddu-Schlucht als einfache Wanderung beschrieben und dann mit der Erkundung der Schlucht optional ergänzt. Die unterschiedlichen Touren führen teilweise an der Küste entlang mit Abstechern ins Landesinnere, aber es gibt auch Touren, die komplett ins Landesinnere führen. Die Autoren haben ihr Touren so gewählt, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist und auch auf die Kinder Rücksicht genommen wird, da diese nicht so gern lange Autostrecken fahren. Da dieses Buch sich um die Reise mit dem Wohnmobil dreht, gibt es natürlich auch Tipps und Tricks, die teilweise in die Routen eingebaut sind, aber sich auch in komprimierter Form nach den Touren wiederfinden. Zum Beispiel ist es beim Wohnmobil auch nötig, dass der Abwassertank mal geleert wird und hier werden Tipps verraten, wie man es am besten und vor allem auch naturfreundlich und rücksichtsvoll tätigt. Des weiteren gehen die Autoren auch die ärztliche Versorgung ein und berichten von Vignetten und Autobahngebühren. Sie gehen auch auf die klimatischen Bedingungen in Sardinien ein und empfehlen für Ausflüge nicht die Mittagszeit zu nehmen und vor allem genug Wasser („pro Kopf und Stunde mindestens ½ Liter“) mit zu nehmen. Auch weisen sie darauf hin, dass es auf den Bergen trotz des sommerlichen Wetters auch frisch werden kann und ein Anorak unverzichtbar ist. Die Einreiseformalitäten, die Fähren und das Fahrzeug werden auch in gesonderten Abschnitten noch einmal komprimiert behandelt Der Flora und Fauna widmen die Autoren ein extra Kapitel und sie weisen auch auf die naturschützenden Aspekte und die richtige Kleidung und das richtige Schuhwerk hin. Natürlich ist für den Wohnmobil-Reisenden auch wichtig, wie das Übernachten zu handhaben ist und hier ist man in Sardinien recht flexibel und es wird empfohlen die großen Campingplätze zu meiden und sich lieber mit anderen Wohnmobilreisenden auszutauschen. Es wird auch darauf hingewiesen, dass man seinen Müll bitte schön selber wegzuräumen hat und diesen am besten in den zahlreichen Mülltonnen und –containern entsorgt. Solange man nämlich keinen Anlass zur Beschwerde gibt, ist man in Sardinien locker gelaunt und freut sich über die Touristen. Nicht unerwähnt bleibt die Insektenplage, die gern mal einen „malerischen Sonnenuntergang“ ruiniert. Auch der Geschichte Sardiniens wird Rechnung getragen. So erfährt der Leser, dass der erloschene Vulkan Monte Arci die Ursache vieler Handelsbeziehungen ist und dass die römische Besetzung so um 238 v. Chr. bis 455 n. Chr. erfolgte. Auch von der spanischen Herrschaft und der Einheit Italiens, die 1861 begann, erzählen die Autoren. Nach der empfohlenen Packliste und den einfachsten Redewendungen folgen noch Tipps zum Surfen und zu Trink-, Wasch- und Spülwasser. Das Register beendet das Buch.
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