Die im Taschen Verlag veröffentlichte „Movie ICONS“ Reihe beschäftigt sich in ihren diversen Werken mit den Biografien verschiedener Schauspieler. So auch mit Al Pacino, dessen Biografie für die „Movie ICONS“ Reihe F. X. Feeney geschrieben hat. Auf 192 erzählt er in recht knappen, aber sehr einprägsamen Worten die Leidensgeschichte des Al Pacino, eines Schauspielers, der wie kaum ein anderer das „New Hollywood“ bestimmt und geprägt hat.
Geborene wurde der als Al Pacino früher weltbekannt gewordene Schauspieler im Jahre 1940 als Alfredo James Pacino, als Sohn von sizilianisch-italienischen Eltern. Zwei Jahre nach der Geburt von Alfredo ließen sich die beiden Eltern scheiden, sodass der Junge mit seiner Mutter zu den Großeltern in den New Yorker Stadtteil Bronx zog wo er auch die meiste Zeit seines Lebens schließlich aufgewachsen ist. Zu seinen Vater, der nach der Scheidung nach Kalifornien zog, gab es zwar keinen dauerhaften, aber doch einen halbwegs regelmäßigen Kontakt. Mit 17 Jahren verließ Alfredo schließlich die Schule, wenn auch unfreiwillig da er verwiesen wurde, und versuchte sich fortan auf einer Schauspielschule. Um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen jobbte er nebenbei außerdem als Platzanweiser in kleineren Theatern. Alfredo erarbeitete sich in der Schule schnell als begabter Darsteller und spielte schon bald in seinen ersten Theaterstücken mit. Den Abschluss machte er schließlich an der Schule der Schauspiel-Lehrer-Legende Lee Straßberg, wo er das sogenannte Method Acting lernte. Ende der 1960er Jahre wirkte er in seinen ersten kleinen Filmrollen mit, doch allzu großes Aufsehen verursachte er vorerst nicht. Dies sollte sich schließlich ändern, als 1970 ein gewisser Francis Ford Coppola auf ihn zu kam und ihn eine Rolle in dessen Film „Der Pate“ anbot. Schnell war klar, es sollte Al Pacino sein, welcher den Michael Corleone verkörpert, doch dem Studio war die ganze Sache damals ein wenig zu heikel, da man eigentlich einen bekannten Darsteller haben wollte. Doch erste Aufnahmen überzeugten das Studio schließlich, sodass sie Pacino grünes Licht gaben. Für alle Beteiligten sollte „Der Pate“ schließlich einen neuen Lebensabschnitt einläuten. Es hagelte Lobeshymnen und Preisnominierungen, unter anderem auch für den Golden Globe und den Oscar. Letzteren sollte er aber erst viele Jahre später für „Der Duft der Frauen bekommen“. Auch die Rollen nach „Der Pate“, etwa in „Scarface“, „Serpico“, in welchem Pacino erstmals aus der „Mafia-Rolle“ heraustrat, „Hundstage“ und so weiter werden genauer vorgestellt und wie diese das öffentliche Bild Pacinos weiter modelliert haben. So kam es schließlich das sich Pacino in Hollywood einen Namen als herausragender Charakterdarsteller machte, wobei seine Rollen häufig sehr ähnlich angelegt waren, spielte er oftmals doch vor allem gebrochene und innerlich zerrüttete Charaktere, nicht selten auch Männer, die als Gangster ihr Geld verdienten. Menschen, die Pacino aus seiner Kindheit durchaus gut kannte. Bis Heute gilt seine Leidenschaft aber vor allem noch immer dem Theater, zu welchem es ihn, trotz seiner vielen großen Rollen, immer wieder zurückgezogen hat.
„„Movie ICONS – Al Pacino“ ist für Fans eine mit Abstand der besten Biografien, die es zu Al Pacino gibt, gelingt es dem Autor F.X. Freeney doch auf den doch auf den ersten Anschein nach sehr wenigen Seiten diese unglaublich spannende Lebensgeschichte eines Jahrhundert-Schauspielers sehr spannend nach zu erzählen. Sehr schön ist auch die Tatsache, dass das Buch sehr viele Fotos in erstklassiger Qualität besitzt (die allesamt auf Hochglanzpapier gedruckt worden sind), welches Pacino in seinen bekanntesten Rollen zeigen, wie etwa aus „Der Pate“ oder auch aus „Der Duft der Frauen“.. Die Texte selbst sind in der Regel sehr einfach geschrieben, sodass es keine Probleme mit dem Verständnis geben sollte, zumal eventuelle Fachbegriffe aus dem Schauspieler Jargon immer gut erklärt werden. Für Fans daher ein absolutes Muss.
Übrigens - Du kannst Liviato unterstützen,
indem du deine Bücher bei Amazon über Liviato kaufst.