Die im Taschen Verlag veröffentlichte „Movie ICONS“ Reihe beschäftigt sich in ihren diversen Werken mit den Biografien verschiedener Schauspieler. So auch mit Jack Nicholson, dessen Biografie für die „Movie ICONS“ Reihe Douglas Keesey geschrieben hat. Auf 192 erzählt er in recht knappen, aber sehr einprägsamen Worten die Lebensgeschichte des Jack Nicholson, der durch viele seiner prägnanten Rollen zu Weltruhm gelangt ist.
Der spätere Welt berühmte Schauspieler wurde im April des Jahres 1937 als John Joseph Nicholson geboren. Der Junge, dessen Spitzname schon früh Jack, war wuchs ohne Vater, den er auch nie kennen gelernt hat und von dem bis heute nicht wirklich sicher ist, wer er war, auf bei seiner Mutter Ethel auf. Erst im jugendlichen Alter hat Jack erfahren, das Ethel gar nicht seine leibliche Mutter, sondern seine Großmutter ist und die Frau, die er immer für seine Schwester Junge gehalten hat, in Wahrheit seine leibliche Mutter ist. Man hat sich damals für den Schritt in der Familie entschlossen, da June bei der Geburt ihres Sohnes gerade einmal 17 Jahre alt war. Diese Enthüllung sollte Jack sein ganzes Leben lang schwer belasten. Auch wenn die Beziehung zu seinen Verwandten daher nie einfach war, so war sie trotzdem keine schlechte. Tatsächlich folgte Jack nach Abschluss der High School nach Kalifornien, wo er selbst Schauspieler werden wollte. Einen Entschluss, den der Junge schon sehr früh getroffen hat, was auch dazu geführt hatte, das er schon sehr früh auf verschiedenen Theater Bühnen stand.
Die ersten Jahre von Jack Nicholson als Schauspieler waren vor allem von kleineren Rollen in sehr billig produzierten B-Filmen wie „Kleiner Laden voller Schrecken“ und „Der Rabe – Duell der Zauberer“ geprägt, in denen Nicholson meist an der Seite von damals größeren Stars kleine Nebenrollen gespielt hat. Der Durchbruch war ihm zwar noch einige Zeit verwehrt, doch konnte Nicholson so schon einmal Praxis Erfahrung sammeln und bekam allmählich Routine, zudem eignete er sich langsam sein markantes Schauspiel an. Privat hingegen leif es für jack Nicholson eher schlecht. Seine Ehe mit Sandra Knight, ebenfalls Schauspielerin, wurde schon nach drei Jahren geschieden und seine Mutter June starb an Krebs.
In Sachen Filmen sammelte Nicholson weitere Erfahrungen und begann sich auch als Produzent und Drehbuchautor zu versuchen. Seine Rolle in „Easy Rider“ verschaffte ihn schließlich Gehör, in „Five Easy Pieces“ übernahm er seine erste Hauptrolle und dann klopfte schließlich ein gewisser Rolan Polanski an seiner Tür und bot ihm die Rolle des Jake Gittes in „Chinatown“ an. Es war endlich der Durchbruch für Nicholson, der auch für seinen ersten Oscar nominiert wurde. Bereits ein Jahr nach „Chinatown“ sollte er ihn für „Einer flog über das Kuckucksnest“ bekommen. Nicholson war nun nicht mehr zu stoppen und spielte in den nächsten Jahren noch in vielen großen Filmen mit und erschuf dabei Charaktere, die noch heute nachwirken, nicht nur in der Kino-Welt, sonder auch in der Popkultur, wie etwa seine Rolle des Jack Torrance in Kubricks „Shining“ oder seine Joker Variante in Burtons „Batman“. Insgesamt heimste Nicholson, neben unzähligen anderen Preisen, drei Oscars für seine darstellerischen Leistungen ein, was ihn zu einen der erfolgreichsten Schauspieler macht. Bis heute.
„Movie ICONS – Jack Nicholson“ ist, wie eigentlich alle Bücher dieser Reihe, ein höchst interessantes Werk geworden. Zwar ist die Biografie auf den ersten Blick nicht sonderlich umfangreich, bedenkt man dass das Buch gerade einmal 192 Seiten umfasst, was bei einem solchen Werk nicht allzu viel ist, allerdings gelingt es dem Autoren hervorragend die wichtigsten Hintergrundinfos in das Buch zu packen und dem Leser diesen faszinierenden Schauspieler näher zu bringen. Abgerundet wird das ganze mit vielen schönen Fotos aus Nicholsons Filmen, die ihn in seinen bekanntesten Rollen zeigen.
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