In Wilburs Leben ist bisher nichts glattgelaufen. Seine Mutter Maureen Sandberg starb bei seiner Geburt und sein Vater hatte nach deren Tod kein Interesse an ihm. Da es sich bei Wilbur um eine Frühgeburt handelt, kommt er erst mal in einen Brutkasten, seine Überlebenschancen sind nicht groß. Liebevoll kümmert sich Lorraine Sadler, eine Krankenschwester, um ihn. Doch als sie Montgomery kennenlernt, hat sie keine Zeit mehr für Wilbur. Auch Edna Porter ist nur kurze Zeit für ihn da, danach kommt er in ein Waisenhaus. Das Ehepaar Krugshank hat großes Interesse daran, den Jungen zu adoptieren. Doch bevor es soweit ist, kommt sein Großvater aus Irland und nimmt ihn mit. Maureen war das einzige Kind von Eamon und Orla McDermott. Wilbur lebt sich bei seinen Großeltern gut ein, er trägt weiterhin den Nachnamen seines Vaters. Der Großvater wird immer verwirrter.
Eamon hatte als Kind eine Holztruhe vergraben, die der zehnjährige Wilbur und sein bester Freund Conor finden. Die Jungen nehmen den dort versteckten Revolver. Tage später schießt Conor damit auf seinen Vater. Durch den Schuss wird das Pferd wild und läuft auf die Straße. Orla ist gerade dort mit dem Auto unterwegs und fährt das Pferd um. Sie stirbt noch am Unfallort. Conors Vater wird für immer ein Pflegefall bleiben. Conor kommt in eine Anstalt.
Da der Großvater sich nicht um Wilbur kümmern kann, zieht dieser zum Nachbarn Colm Finnerty. Doch auch hier blieb er nicht lange, denn als der Großvater ins Pflegeheim kam, musste Wilbur in eine Pflegefamilie. Er kommt zu den sehr gläubigen Conways, die fünf eigene Kinder haben, die schon außer Haus wohnen. Mit Waisenkindern haben sie auch schon Erfahrungen, denn Wilbur ist das fünfte Pflegkind. Dort lernt er den alten Matthew Fitzgerald kennen, der ihn Cello-Unterricht geben möchte.
Eamons stirbt im Jahre 1994 und hinterlässt Wilbur ziemlich viel Geld. Dieses bekommt er aber erst zu seinem achtzehnten Geburtstag. Im Haus seiner Großeltern findet er Briefe seines Vaters, der anscheinend in der Nähe von Göteborg lebt. Er bewirbt sich bei der Göteborger Universität für ein Stipendium eines Musikstudiums. Er bekommt dieses nicht, dürfte aber an vielen anderen Universitäten studieren. Wo er einmal in Schweden ist, möchte er gucken, ob er seinen Vater findet. Stattdessen trifft er dessen Freund Sune.
Sune erzählt ihm die Geschichte seines Vaters. Mit achtzehn Jahren ging er zu seinem Onkel in die USA, wo er Maureen kennenlernte. Er verliebte sich Hals über Kopf in sie und brach auch aus diesem Grunde mit seinem Onkel und dessen Frau. Lennard und Maureen heirateten ziemlich schnell. Lennard baute damals Musikinstrumente und die Beiden waren sehr glücklich, als sie schwanger wurde. Doch sie erlitt eine Fehlgeburt und die Aussichten waren nicht groß, dass sie noch schwanger werden konnte. Umso mehr freuten sich die Beiden, dass es doch klappte. Als Maureen bei der Geburt starb, war er untröstlich. Sune hielt lange Kontakt mit Lennard, doch 1993 brach dieser ab. Zu der Zeit lebte er in New York. Lennards Eltern wollen nichts von ihrem fünfzehnjährigen Enkel wissen und er reist wieder ab.
Mit seinen Pflegeeltern kommt er kaum aus, als er 1996 einen Brand in seinem Zimmer verursachte kam er ins Heim. Als sich seine ehemalige Lehrerin um ihn kümmern will, legt er auch im Heim ein Feuer.Ein Jahr später wird er von Alice Simmons abgeholt. Sie ist die Frau, die ihn damals adoptieren wollte. Sie war so traurig über die geplatzte Adoption, dass ihre Ehe zu Bruch ging und sie Alkoholikerin wurde. Nur mühsam konnte sie sich selbst retten und suchte dann nach Wilbur. Als achtzehnjähriger zeigt er kein Interesse an das Geld, dass er erbt. Nur das Haus seiner Kindheit möchte er haben. Alice erkennt Lennard auf einem Foto wieder, kann aber auch nicht sagen, wo er jetzt ist. Alice und Wilbur arbeiten in zwei Läden und suchen weiter nach Lennard. Irgendwann meldet sich eine Frau, die ihn kennt. Er lebt angeblich bei ihrer Mutter. Als sie dort ankommen, will die stark alkoholisierte Frau sie gar nicht rein lassen. Doch die Tochter jubelt ihr ein Beruhigungsmittel unter. Daraufhin entdecken sie Lennards Vater in einem Bett. Der Alkohol hat seine Spuren hinterlassen und durch einen Schlaganfall ist er gelähmt. Wilbur ist so erschüttert, dass er untertaucht und sich für lange Zeit betrinkt. Nach einem schweren Autounfall, möchte er sich umbringen. Doch der Selbstmordversuch misslingt und er kommt in eine Klinik. Dort spricht er nicht, doch die Krankenschwester Aimee will ihn verführen. Der Neunzehnjährige ist so verwirrt, dass er wieder wegläuft.
Zum Schluss zieht er wieder zu Alice und kümmert sich liebevoll um seinen Vater.
Übrigens - Du kannst Liviato unterstützen,
indem du deine Bücher bei Amazon über Liviato kaufst.