Neue Vahr Süd Zusammenfassung

„Neue Vahr Süd“ ist der Folgeroman zu „Herr Lehmann“ von Sven Regener.

Im Jahr 1980 hat Frank Lehmann gerade seine Lehre zum Speditionskaufmann abgeschlossen und ist 21 Jahre alt. Noch immer wohnt er bei seinen Eltern in Bremen. Sein Bruder ist schon vor einigen Jahren nach Berlin gezogen und ist der Objektkünstler.

Frank ist ein kleiner Schussel und verpasste so auch, den Wehrdienst zu verweigern. Am ersten Juli soll er eingezogen werden. Am Tag zuvor trifft er in der Mensa der Universität seinen alten Freund Martin Klapp. Dieser studiert Sport auf Lehramt. Dann kommen zwei Mädchen an dem Tisch, die zuvor einen Streit mit Frank hatten. Sibille und Martin scheinen sich näher zu kennen.

Am folgenden Tag ist er zum ersten Mal in der Kaserne und muss lernen, dass er nur reden darf, wenn er angesprochen wird. Außerdem muss er statt ja „jawohl“ und immer den Dienstgrad des Ansprechers hinzufügen. Doch das kann und will Frank sich nicht merken.

Abends trinkt er mit seinen Kameraden ein Bier, doch es unter den Männern ungewöhnlich still. Auch Frank geht es nicht anders, er versucht über die Situation nachzudenken, kommt aber nicht auf den Punkt, bis Kamerad Schmidt auf einmal „Alles Scheiße“ sagt. Da ist Frank sich sicher, dass er sich das auch die ganze Zeit gedacht hat.

Als er am Wochenende nach Hause kommt, haben die Eltern sein Zimmer mit Tante Helgas Fernseher belagert. Er glaubt ihnen nicht, dass er nur dort repariert werden sollte und zieht aus. Er kann mit bei Martin in die WG ziehen.

Bei der Bundeswehr wird Frank Lehmann zum Vertrauensmann gewählt, obwohl er dieses gar nicht wollte.

Bei der Einweihungsparty der WG kommen sich Sibilles Freundin Birgit und Frank ein wenig näher, aber sie sind beide sehr betrunken und Frank hat sowieso keine Lust auf eine Beziehung. Derweil macht sich der Mitbewohner Ralf an Martins Freundin Sibille ran.

Frank nimmt seine Aufgabe als Vertrauensmann sehr ernst, er muss auch in Disziplinarfällen eine Stellungnahme abgeben. Bei seinen Kameraden Reinboth, der aus dem Wochenendurlaub nicht zurückkam, erreichte er, dass er nur eine vierwöchige Ausgangssperre bekam. Das brachte leider nicht viel, denn Reinboth nahm sich aus Liebeskummer das Leben.

Während der Woche haben die Mitbewohner jetzt Wolli in Franks Zimmer untergebracht, auch wenn es ihm nicht passt, muss er wohl damit leben, doch es hat schnell ein Ende, weil Frank Achims Zimmer übernehmen kann.

Frank Lehmann hält es beim Bund nicht mehr aus und gibt seinen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung ab. Nun darf er auf alle Fälle kein Gewehr mehr anfassen. Dann ist auf einmal Nato-Alarm und Frank müsste eigentlich das Gewehr nehmen. Doch bevor er dieses tut, gibt er seinen Protest bekannt. Nach fünf Wochen endlich, wird er nochmal untersucht und er ist nur eingeschränkt tauglich. Daraufhin wird er versetzt. Sein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung wird abgelehnt, doch er kann wenigstens zu Hause schlafen, weil seine neue Kaserne sich in Bremen befindet.

In der WG ist Krisenstimmung, kein Strom und die Toilette ist verstopft. Achim kommt zurück und nun muss sich Frank das Zimmer teilen. Da Frank nicht von seinen Freunden gesehen werden möchte, lehnt er das feierliche Gelöbnis ab. Doch dann wird er als Fackelträger eingeteilt.

Frank trifft Sibille und die beiden gehen essen, dort erzählt sie ihm von ihrer großen Liebe. Das alles beobachtet Martin, der auf Frank völlig eifersüchtig reagiert und ihn aus der WG schmeißt. Frank holt den Schläger Harry zur Hilfe und lässt ihn in sein Zimmer wohnen.

Frank versucht eine Lungenentzündung vorzutäuschen, um nicht als Fackelträger fungieren zu müssen, fliegt dabei aber auf. Der Arzt hilft ihm trotzdem ein wenig, damit er nicht bestraft wird. Bei den Feierlichkeiten kommt es zu Kämpfen zwischen Demonstranten und Polizei. Als Frank seinen Freund Mike unter den Verletzten sieht, verdeckt er seine Frisur und schleust ihn hinaus und kann ihn ins Krankenhaus bringen.

Dann hat er endlich eine Idee, er nimmt vier Schlaftabletten und bricht bei einer Ansprache zusammen. Daraufhin wird er wegen Untauglichkeit aus der Bundeswehr entlassen.Als er fröhlich bei seiner WG ankommt, ist diese amtlich versiegelt. Von Wolli erfährt er, dass Harry mal wieder eine Schlägerei hatte und verhaftet wurde. Die Polizei hat beim Anblick der Wohnung das Gesundheitsamt verständigt und diese hat die verdreckte Wohnung geschlossen.

Frank und Wolli wollen nun in Berlin ihr neues Glück suchen.

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