Neugier ist ein schneller Tod: Ein Fall für Lizzie Martin und Benjamin Ross Zusammenfassung

Neugier ist ein schneller Tod

Auch die Fortsetzung der Lizzie Martin und Benjamin Ross-Reihe habe ich mir in der Hardcover-Ausgabe zugelegt. Das Hardcover ist die lizenzierte deutsche Erstausgabe von 2008 und hat 332 Seiten. Es erschien bei der Verlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG. Die Englische Originalausgabe erschien 2007 und der Titel Mortal Curiosity. Die Autorin Ann Granger wurde 1939 in Portsmouth geboren. Sie studierte moderne Sprachen und arbeitete später im Ausland um Englisch zu unterrichten. Anschließend war sie im diplomatischen Dienst tätig. Hier hat sie auch ihren Ehemann kennen gelernt. Erst später entdeckte sie ihre Liebe zur Schriftstellerei. Heute lebt sie mit ihrem Mann in der Nähe von Oxford.

 

In der ersten Geschichte „Wer sich in Gefahr begibt“ musste Elizabeth Martin nach London ziehen um bei der Frau ihres Patenonkels, Mrs. Parry,  als Gesellschafterin zu arbeiten. Ihr Vater war gestorben und er hatte ihr nichts vererbt. Nachdem Elizabeth einen Mordfall aufgeklärt hatte, war es Mrs. Parry unangenehm sie weiter zu beschäftigen. Deswegen ist Mrs. Parry auch überglücklich als Charles Roche Elizabeth das Angebot macht die Gesellschafterin seiner Nichte Lucy zu werden. So hätte sie Elizabeth ja unglaublich schnell wieder los. Inspector Benjamin Ross von Scotland Yard ist nicht so begeistert das Elizabeth aufs Land fährt. Immerhin ist er in sie verliebt und jetzt wird sie Monatelang auf dem Land sein und er wird sie nicht zu Gesicht bekommen. Trotzdem kann Elizabeth das fürstliche Angebot von Charles Rocher nicht ablehnen. So reist Elizabeth nach New Forest aufs Land um Lucy Beistand zu leisten, denn die junge Frau hat vor kurzem ihr Baby auf tragische Weise verloren.

Die Familie Roche ist durch den Handel mit Seidenstoffen reich geworden. Lucy Roche hat entgegen den Wünschen ihres Onkels James Craven geheiratet. Da der Onkel James für unpassend hält, schickt er ihn kurz nach der Hochzeit nach China um dort die Geschäfte abzuwickeln. Die Familie hofft das James nie wieder zurück kommt. Er kehr auch nicht zurück nachdem sein Kind kurz nach der Geburt stirbt. Lucy leidet inzwischen unter Depressionen und Elizabeth soll sie von diesen ablenken.

Bereits im Zug nach New Forest lernt Elizabeth Dr. Lefebre kennen. Auch er reist nach New Forest zu dem Anwesen der Roches. Er soll Lucys Geisteszustand bewerten. Sie behauptet ihr Kind würde noch leben. Als Beide bei den Roches ankommen finden sie eine sehr junge Frau vor, die noch mehr Kind als Frau ist und deren zwei Tanten Christina und Phoebe, die nie geheiratet haben. Christina ist eine wahre Tyrannin. Niemand im Haus darf auf ihre Anweisung hin vom Tod des Babys sprechen. Elizabeth gelingt es sehr schwer Lucys Vertrauen zu gewinnen. Als es ihr schließlich gelingt, geschieht schon das nächste Unglück.

Im Haus der Roches gibt es Ratten. Darum beauftragen die Schwestern Roche einen Rattenfänger mit der Tötung. Als Lucy und Elizabeth auf einem Spaziergang sind, begegnet ihnen Dr. Lefebre und Lucy ergreift die Flucht. Sie hat Angst das Dr. Lefebre sie für verrückt hält. Als Elizabeth zum Haus zurück kehrt, findet sie Lucy mit einem Messer in der Hand über den toten Rattenfänger gebeugt. Er wurde mit einen Stich in den Hals getötet. Lucy ist mit den Nerven total am Ende. Ihr Kleid ist blutverschmiert und sie kann nur stottern das sie den Mann schon so vorgefunden hat. Das Messer entpuppt sich als ein Brieföffner aus dem Haus der Roches. Jeder glaubt an Lucys Schuld. Doch Elizabeth informiert Benjamin Ross von den Vorfällen und macht sich daran die wahren Gründe des Mordes zu erforschen.

Kaum ist Benjamin Ross in New Forest angekommen, bricht ein Feuer in der nahen Heide aus und es ist zu befürchten das die Frau des Rattenfängers darin umgekommen sind. Sie hatte dort gezeltet. Doch zum Glück konnte die Frau sich retten.

Sie spricht mit Elizabeth und dann kommen die wahren Hintergründe ans Licht. Da Christina Roche die Ehe zwischen Lucy und James für nicht standesgemäß hielt, hat sie ihren Bruder Charles überredet ihn nach China zu schicken. Als das Kind von Lucy und Charles dann auf die Welt kam, hat sie mit dem Rattenfänger ausgehandelt das sie das Kind mitnehmen und umbringen. Doch der Rattenfänger hat es stattdessen in ein Waisenhaus nach London geschafft. Als er Christina erpressen wollte, hat sie ihn kurzerhand umgebracht. Unter schwersten Bedingungen kann das Kind zu seiner Mutter zurückgebracht werden.

 

Auch dieser Kriminalroman von Ann Granger spielt wieder im England des 19. Jahrhunderts. Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und die ganze Geschichte wirkt sehr glaubwürdig. Sowohl Personen als auch die Umgebung wird sehr ausführlich und eindrucksvoll beschrieben. Man wird von Ann Granger sehr gut in diese Zeit zurück versetzt. Auch in diesem Buch werden wieder tiefe Einblicke in die Verhaltensweisen der oberen Gesellschaft im alten England gegeben. Aber auch der britische Humor kommt nicht zu kurz.

Insgesamt ist das Buch sehr leicht zu lesen. Elizabeth Martin ist bei der Lösung des Falles nie weiter als der Leser und das macht sie sehr sympathisch. Die Lösung wird eigentlich zusammen erarbeitet. Auch positiv finde ich, dass obwohl ein Mord passiert, das Buch überhaupt nicht brutal ist. Und trotzdem ist der Spannungsfaktor sehr hoch. Das Buch ist auch für Jugendliche geeignet.

Das Buch ist in drei größere Teile gegliedert. Insgesamt gibt es dann noch 22 Kapitel und so kann man sich das Lesen gut einteilen. Die ganze Geschichte wird entweder von Elizabeth Martin oder aus der Sicht von Benjamin Ross erzählt. Jedes Kapitel ist dabei nicht zu lang. Die Schrift hat eine angenehme Größe.

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