Passagier nach Frankfurt Zusammenfassung

Passagier nach Frankfurt

Meine gebundene Ausgabe erschien in Deutsch 2008 bei Hachette Collections und hat 326 Seiten. Die Übersetzung stammt von Leonie Bubenheim. Das Original wurde 1970 von Agatha Christie unter dem Titel Passenger to Frankfurt verfasst. Die Autorin ist Agatha Christie. Sie wurde am 15.09.1890 in England geboren und ist besonders für ihre Hercule Poirot und Miss Marple-Kriminalfälle berühmt gewesen. Insgesamt schrieb sie 66 Kriminalromane, aber auch Kurzgeschichten und Bühnenstücke. Sogar 6 romantische Erzählungen veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Mary Westmacott. 1971 wurde sie von Queen Elizabeth II zur Dame ernannt. Am 12.01.1976 starb sie an einem Schlaganfall.

 

Sir Stafford Nye ist auf dem Rückweg von einer Mission in Malaysia nach London. Er arbeitet bei der Regierung, hat allerdings keine hohe Position, da er sich durch einen etwas eigenartigen Humor immer wieder öffentlich bemerkbar macht. Dadurch hat er den Ruf nicht vertrauenswürdig zu sein. So kam bei seinem Auftrag in Malaysia auch nichts Weltbewegendes heraus. Sein Flugzeug sollte eigentlich in Genf zwischenlanden. Doch kurz vor Genf wird der Flug umgeleitet nach Frankfurt, da sich in Genf starker Nebel gebildet hat. Von Frankfurt aus soll es einen Anschlussflug nach London geben, immer vorausgesetzt, dass in London nicht auch Nebel ist.

Auf dem Flughafen in Frankfurt kommt es dann zu einer eigenartigen Begebenheit. Sir Nye wird von einer jungen Frau angesprochen. Sie hat irgendetwas Charismatisches an sich und bittet ihn um Hilfe. Man trachtet ihr nach dem Leben. Wäre das Flugzeug wie geplant in Genf gelandet, hätten dort Helfer gewartet, die ihr Leben beschützt hätten. Jetzt muss sie irgendwie versuchen inkognito nach London zu kommen. Da Sir Nye einen sehr auffallenden Umhang mit Kapuze trägt, bittet sie ihn, ihr sowohl den Umhang wie auch seinen Pass zu leihen. Er soll sich schlafend stellen und nach dem Abflug behaupten man hätte ihm K. O.-Tropfen ins Bier getan um anschließend den Umhang samt Papieren zu stehlen. Obwohl es eine sehr eigenartige Bitte ist, willigt Sir Nye ein. Er geht in ein Geschäft um für seine Nichte einen kleinen Stoffpanda zu kaufen. Als er zu seinem Platz zurück kommt ist der Umhang verschwunden. Er trinkt von seinem Bier und schläft tatsächlich ein. Es befanden sich K. O.-Tropfen im Bier.

Sir Stafford Nye kann durch Unterlagen in seinem Aktenkoffer seine Identität beweisen und gelangt doch sicher nach London zurück. Dort muss er seinen Vorgesetzten zunächst einmal erklären wie es zu dem etwas peinlichen Zwischenfall gekommen ist und wie sein Pass und der Umhang abhanden kommen konnte. Doch da Sir Nye ja diesen komischen Humor hat, passieren ihm vielleicht solche Dinge und so ist die Sache schnell vom Tisch. Er selbst bezeichnet die Situation als Überfall. Ein paar Tage nach seiner Rückkehr nach London findet er in seiner Tageszeitung seinen Ausweis wieder. Die unbekannte Frau hat ihn zurückgegeben. Ihre Identität läst Sir Nye keine Ruhe. Er inseriert in drei großen Zeitungen und sucht nach dem Passagier nach Frankfurt. Und tatsächlich erscheint eine Anzeige in der ein Treffpunkt an einer alten Brücke ausgemacht wird. Sir Nye begibt sich dorthin und bekommt von einer alten Frau eine Opernkarte zu einer Wagneroper zugesteckt. Als er die Oper besucht sitzt die unbekannte Frau neben ihm. In der Zwischenzeit entgeht Sir Nye zweimal nur knapp einem Autounfall. Dann wird er zu einem Empfang in der amerikanischen Botschaft eingeladen. Dort trifft er wieder die unbekannte Frau, von der er inzwischen erfahren hat, dass sie unter dem Namen Mary-Ann und Daphne Theofanous auftritt. Sie wird ihm als Gräfin Renata Zerkowski vorgestellt.

Nach dem Empfang bestellt Gräfin Zerkowski ein Taxi und fährt mit Sir Nye in eine entlegene Villa. Dort trifft er auf berühmte Männer die einmal die Regierungsgeschäfte Englands innehatten. Sie alle sind überzeugt, dass sich auf der Welt etwas tut. Immer mehr Unruhen gibt es. Junge Leute gehen auf die Straßen und demonstrieren. Die Männer sind überzeugt, dass dahinter eine mysteriöse Organisation steckt. Gräfin Zerkowski reist immer ins Ausland um neue Informationen zu besorgen und Sir Nye soll ihr in Zukunft dabei helfen. Er ist geschmeichelt und nimmt diesen Auftrag an.

Gemeinsam reisen sie auf den Kontinent und gelangen in ein entlegenes Schloss. Dort treffen sie auf eine sehr mächtige Frau. Sie heißt Charlotte und besitzt Ölquellen, Waffenlager und ist auch am Drogengeschäft beteiligt. Es ist klar, dass sie zu der mysteriösen Organisation gehört. Es sollen fünf mächtige Menschen auf der Welt dazugehören. Sie benutzen ihr Geld um an Macht zu gelangen. Mit Hilfe von Waffen und Drogen machen sie sich junge Menschen gefügig um ein neues Weltbild zu erschaffen. Dabei wollen sie eine Eliteeinheit bilden, ähnlich dem Prinzip mit dem die Nazis es versucht haben. Auch kursiert das Gerücht, dass Adolf Hitler mit einem Doppelgänger ausgetauscht worden wäre und man ihn rechtzeitig vor dem Eintreffen der Russen nach Südamerika bringen konnte. Dort soll er eine neue Nazigeneration gegründet haben und sogar einen Sohn gezeugt haben. Doch dieses Gerücht stellt sich bald als Täuschung heraus.

Sicher ist aber, dass jemand versucht die Jugend Europas mit Drogen für seine Zwecke zu missbrauchen. Dafür wollen sie an ein Mittel namens Benvo herankommen. Es macht die Menschen gütig, aber selbstgerecht. Doch dieses Risiko wollen die Befehlshaber der Geheimorganisation eingehen. Um an das Mittel zu kommen, töten sie den früheren Premierminister und können nur knapp überwältigt werden.

Am Ende kommt heraus, dass Mary-Ann wirklich zu den Guten gehörte und Sir Stafford Nye heiratet sie.

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