Patty sucht den Mississippi Zusammenfassung

Schauplatz ist ie Kleinstadt Willow Creek in Kansas, zum Ende des 19. Jahrhunderts: Die zwölfjährige Patty ist seit einigen jahren Waise und lebt bei dem Ehepaar Hancock. Leide rist Mrs. Hancock eine böse Frau, die das Mädchen nur als Dienstmädchen benutzt. Patty darf nicht mit anderen Kindern spielen oder zur Schule gehen, sondern muss den ganzen tag putzen, aufräumen und Botengänge erledigen. Mr. Hancock ist zwar netter als seine Frau, aber da er Vertreter ist, reist er fast das ganze Jahr umher. Pattys einziger "Freund" ist ihre Stoffpuppe Josephine, die sie noch von ihrer Mutter hat und der sie stets ihr ganzes Leid erzählt.

 

Von ihrem Stiefvater hat sie einst ein Bild des Mississippi mit einem Schaufelraddampfer geschenkt bekommen, das über ihrem Bett hängt. Immer öfter wünscht sich Patty, sie könnte dort leben. Eines Tages beschließt sie, einfach auszureißen und sich nach St. Louis durchzuschlagen. Dort, so hofft sie, wird sie eine neue Familie finden, die sie aufnimmt. Patty schnürt ihr Bündel und läuft im Morgengrauen davon.

 

Unterwegs wird sie von einem Bäcker mit einer Kutsche entdeckt. Der nette Mann begreift schnell, dass sie ausgerissen ist. Patty erzählt unter Tränen, wie sehr sie unter Mrs. Hancock leidet. Als der Sheriff auftaucht, versteckt der Bäcker sie und bekommt bestätigt, dass Patty zwar zurückgebracht werden muss, aber ein schweres Leben bei der Stiefmutter hat. Also will er ihr helfen und kauft ihr eine Fahrkarte für den Zug. Zudem gibt er ihr die Adresse seiner Verwandten in St. Louis, die Patty weitrehelfen sollen. Glücklich setzt sich das Mädchen in den Zug. Der Schaffner aber reagiert misstrauisch darauf, dass sie alleine reist. Bei einem Zughalt entdeckt Patty ihn im Gespräch mit dem Marshall und ahnt, dass nach ihr gesucht wird. Sie rennt davon und versteckt sich in einem Wald, wo sie beinah einer Räuberbande in die Hände fällt.

 

Das Mädchen schlägt sich zu einer Farm durch, wo sie eine Lügengeschichte erfindet, um nicht zurückgebracht zu werden. Der Famer will sie nach Topeka bringen, doch Patty weiß, dass es dort schon zu gefährlich für sie ist und flüchtet erneut. Sie schafft es zu einer Postkutschenstation. Dort lernt sie den sympathischen Frank Todd kennen, der Verständnis für sie hat und sich um sie kümmert. Er ist selbst oft als Junge ausgerissen und denkt gar nicht daran, Patty an den Marshall zu verraten. Er kauft ihr eine Fahrkarte für den Schaufelraddampfer, mit dem er selbst auch fahren wird. Frank ist ein charmanter Glücksspieler, bei dem sich Patty geborgen fühlt und heimlich hofft sie, bei ihm bleiben zu können. Doch dann wird Frank während der Schiffahrt des Falschspiels beschuldigt und muss selbst flüchten, indem er in den Missisippi springt.

 

Auch als Patty schließlich in St. Louis angelangt ist, geht es schwierig weiter: Sie findet zwar die Adresse der Familie des freundlichen Bäckers - aber sie erfährt zu ihrem Entsetzen, dass diese hier nicht mehr wohnt. Patty ist mutlos und weiß nun nicht, wohin sie gehen soll. Ihre Rettung ist ein gastierender Wanderzirkus. Sie hat von Frank Todd einige Kartentricks gelernt, die sie dem Direktor präsentiert. Er beschließt, ihr eine Chance zu geben. Kurz vor der Vorstellung wird Patty aber durch den Marshall gefasst. Bei ihm trifft sie auch Frank Todd wieder. Patty erzählt von ihrer Chance, beim Zirkus unterzukommen. Frank unterstützt sie, indem er betont, dass Patty von der schrecklichen Mrs. Hancock wegkommen muss. Der Marshall ist zunächst unentschlossen, hat dann aber ein Einsehen. Wenn Patty offiziell beim Zirkus aufgenommen wird, braucht sie nicht mehr zu ihrer Stiefmutter zurückkehren. Patty tritt auf und erntet viel Applaus. Im Publikum sitzen auch der Marshall und Frank Todd, der zwar eine Gefängnisstrafe zu erwarten hat, aber trotzdem gut gelaunt ist. Patty darf nun im Zirkus bleiben und fühlt sich endlich glücklich.

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