Paulinchen war allein zu Haus.
Auf den Spuren von Heinrich Hoffmanns gar trauriger Geschichte mit dem Feuerzeug
Paulinchen war allein zu Hause, denn die Eltern waren beide aus, als sie so nun durch das Zimmer sprang, mit leichten Schritten und sang und sang, da sah sie plötzlich ein Feuerzeug vor sich stehen, das fand sie ganz nett anzusehen. Ei, so dachte sie bei sich, das müsste ein ganz feines, treffliches Spielzeug sein. Paulinchen denkt bei sich, sie zündet sich ein Hölzchen an, wie sie es schon so oft bei der Mutter gesehen hat.Doch Minz und Maunz, die beiden Katzen, erheben ihre Tatzen und drohen mit ihren Pfoten, Paulinchen, du weißt es ganz genau, der Vater hat es dir verboten, sonst brennst du lichterloh! Aber das Mädchen hört gar nicht auf die Katzen, zündet sich ein Hölzchen an, so wie sie es bei der Mutter so oft gesehen. Das Hölzchen brennt hell und licht, es knistert laut und flackert lustig und Paulinchen freut sich sehr und springt mit dem Hölzchen im Zimmer hin und her. Doch Minz und Maunz, die beiden Katzen, erheben ihre Tatzen und drohen mit ihren Pfoten, Paulinchen, du weißt es ganz genau, die Mutter hat es dir verboten, sonst brennst du lichterloh! Und oh weh, die beiden Katzen haben es kommen sehen, die Flamme brennt hoch und höher, fasst Paulines Kleid und dann die Schürze, es brennt ganz weit und hell, dann brennt die Hand, dann brennt das Haar und dann brennt das ganze Kind sogar. Und Minz und Maunz, die beiden Katzen, erheben ihre Tatzen und drohen mit ihren Pfoten, Paulinchen, du weißt es ganz genau, die Eltern haben es dir verboten, sonst brennst du lichterloh! Herbei, herbei, kann denn keiner dem Kindchen helfen, das da brennt gar lichterloh, wer hilft geschwind, in Feuer steht das ganze Kind, miau, miau, miau. Zu Hilfe, das Kind brennt lichterloh. Verbrannt ist alles ganz und gar, das arme Kind mit Haut und Haar, nur ein Häufchen Asche ist noch da und ihre Schühchen nett und fein, die stehen neben der Asche ganz allein. Und Minz und Maunz, die beiden Katzen, die beiden sitzen da und weinen bitterlich , miau, miau, miau. Wo sind die armen Eltern nur, wo nur. Und die ihre Tränen fließen wie Bäche auf die Wiesen.
Mehr kann man leider zu dem kleinen Buch nicht schreiben, es ist eine kurze Geschichten, mit vielen Bildern.
Meiner Meinung sind diese Geschichten vom „Struwwelpeter“ eigentlich total böse, makabere Geschichten, sie sind zwar aus den 70er Jahren und wahrscheinlich kennt jeder aus meiner Generation diese Horrorgeschichten. Aber in die heutige Zeit passen sie meiner Meinung nach nicht. Ich bin halt damit aufgewachsen ;)
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