Als der kleine Hund Rover einem alten Mann aus Übermut die Hose zerreißt, ahnt er nicht, dass es sich bei diesem um den Zauberer Artaxerxes handelt. Schon bald bereut er seine Tat, denn Zauberer beißt man nicht ungestraft und Artaxerxes ist, obwohl schon ein wenig in die Jahre gekommen, immer noch ein Meister seiner Kunst und noch dazu besonders leicht reizbar. Zur Strafe wird Rover in einen Spielzeughund verwandelt und muss nun, winzig klein und beinahe bewegungslos, in einem Spielzeugladen zwischen mürrischen Stofftieren darauf warten, gekauft zu werden.
Eine Mutter nimmt Rover schließlich als Geschenk für ihren kleinen Sohn mit nach Hause, wo er liebevoll aufgenommen wird. Dennoch hat der kleine Hund Heimweh und beschließt, zu fliehen. Die Möglichkeit bietet sich ihm, als der Junge über den Strand läuft und Rover lässt sich unauffällig aus seiner Hosentasche fallen. Erst als die Flut kommt und Rover nicht schnell genug wegkriechen kann, bekommt er Angst und wünscht sich zurück ins Kinderzimmer. Glücklicherweise lebt in der entlegenen Bucht, in der Rover verlorengegangen ist, der uralte Sandzauberer Psamathos Psamathides, der mit Artaxerxes zerstritten ist und ihm deshalb hilft. Zwar kann er Rover nicht seine ursprüngliche Größe, aber zumindest seine Bewegungsfreiheit wiedergeben, sodass der kleine Hund nach Herzenslust herumlaufen kann. Um ihn vor Artaxerxes Zorn zu schützen, schickt Psamathos Rover mit dem Postboten Möwe zum Mann im Mond, bei dem er vorerst wohnen soll. Da dort ebenfalls ein kleiner, schwarzweißer Hund namens Rover lebt, wird der Spielzeug-Rover Roverandom benannt. Erst verstehen sich Roverandom und der Mondhund nicht, doch dann werden sie die besten Freunde. Roverandom erfährt, dass Rover einst über den Rand der Erde und direkt auf den Mond gefallen ist und seitdem beim Mann im Mond zu Hause ist. Gemeinsam erkunden sie die helle Seite des Mondes und stoßen sogar auf einen gefährlichen Drachen, dem sie nur in einer wilden Verfolgungsjagd entkommen können. Eines Tages nimmt der Mann im Mond Roverandom auf die andere, dunkle Seite mit, wohin die träumenden Kinder jede Nacht kommen. Dort begegnet der kleine Hund dem Jungen wieder und kann sich nur schwer von ihm trennen, als dieser den Mond verlassen muss, da er aufwacht.
Nach einer erlebnisreichen Zeit beim Mann im Mond und dem Mondhund bringt Möwe einen Brief von Psamathos Psamathides, in dem er berichtet, dass Artaxerxes nun wohl nicht mehr verärgert wäre und nach einer Heirat mit einer Meerjungfrau nun auf dem Grund des Meeres lebe. Roverandom soll ihn am Meeresgrund aufsuchen und um seine Rückverwandlung in seine richtige Größe bitten. Dazu wird er von einem Walfisch zum Palast der Meerjungfrau gebracht - Artaxerxes ist als neuer Ozeanzauberer jedoch zu beschäftigt, um sich mit Roverandom abzugeben. Dieser freundet sich bald mit einem kleinen, schwarzweißen Hund an, der ebenfalls Rover heißt und in die Unterwasserwelt geraten ist, als das Schiff seines Herrn von Piraten gekapert wurde. Schließlich scheuchen die beiden Hunde versehentlich die große Meeresschlange auf, die von einem Ende der Welt zum anderen reicht, was gewaltige Seebeben auslöst. Artaxerxes, dessen Aufgabe als amtierender Ozeanzauberer es eigentlich gewesen wäre, die Meeresschlange in Schach zu halten, wird daraufhin vom empörten Meervolk abgesetzt und muss mit seiner Frau an Land zurück. Dort verkauft er verzauberte Eislutscher, während seine Frau Schwimmunterricht gibt. Diese überredet Artaxerxes auch, Roverandom seine alte Gestalt wiederzugeben. Der Hund möchte eigentlich zu dem kleinen Jungen zurück, doch er wird stattdessen zu seiner rechtmäßigen Besitzerin, der alten Frau, zurückgeschickt. Zu Roverandoms großer Freude entpuppt sich diese jedoch als die Großmutter des Jungen.
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