Schneeweißchen und Rosenrot Pixi 829 Zusammenfassung

Heute wieder ein Mini Büchlein, aus der Pixi Reihe. Diese kleinen ersten Tschenbücher für kleine Kinder sind ideale Begleiter, zum Vorlesen und später zum Selberlesen.

 

Schneeweißchen und Rosenrot, ein Märchen von den Brüdern Grimm, mit Bildern von Pia Eisenbarth.

 

Eine arme Witwe hatte ihn ihrem Garten zwei Rosenbäumchen, davon wuchsen an dem einen Bäumchen weiße und am anderen Bäumchen rote Rosen. Und sie hatte zei Töchter, die den Rosenbäumchen glichen, das eine Mädchen hieß Rosenrot, das andere Schneeweißchen. Die beiden Mädchen waren gute, liebe, fleißige Kinder, die besten, die man sich nur vorstellen konnte und sie hatten sich sehr lieb. Sie liefen oft alleine im Wald herum, aber kein Tier tat ihnen etwas, die beiden Mädchen freundeten sich sogar mit den Tieren des Waldes an.

Im Winter las die Mutter ihren beiden Töchtern oft aus einem großen Buch vor, dabei saßen sie vor dem Herd, spannen Garn und lauschten der Mutter gespannt. Am Boden neben ihnen lag ein Lämmchen und hinter einer Stange saß ein weißes Täubchen. Eines Abends störte jemand die Ruhe, es klopfte jemand an die Tür. Rosenrot schob den Riegel zu Seite und öffnete die Tür. Ein großer dicker Bär schaute zur Stube rein, die Mädchen erschraken sehr und versteckten sich, der Bär aber sprach, sie sollen sich nicht fürchten, er wäre nur halb erfroren und möchte sich nur ein wenig aufwärmen. Die Mutter schob den Bären zum Herd und ermahnte ihn, er solle sich vors Feuer setzen, aber aufpassen, das sein Pelz nicht brennt, die Mädchen holten die Besen und kehrten dem Bären den Schnee vom Fell. Der Bär durfte die Nacht am warmen Herd schlafen und von da an kam er jeden Abend wieder. Als der Frühling kam, draußen wieder alles grün war und es wieder warm war, verabschiedete sich der Bär von Mutter und den beiden Mädchen. Schneeweißchen war ganz traurig, denn sie hatte den Bären sehr lieb gewonnen, als sie der Bär aus der Tür drängte, blieb ein Stück seiner Haut an einem Nagel hängen und riss ein Stück ein, es sah aus, als wenn seine Haut golden wäre. Der Bär lief schnell davon. Einige Zeit später sammelten die beiden tüchtigen Mädchen Holz im Wald, als sie etwas kleines neben einem Baumstamm auf und ab hüpfen sahen, es war ein kleiner weißhaariger Zwerg, der mit seinem langen Bart am Ast fest hing. Sie versuchten den Bart heraus zuziehen, schafften es aber nicht und so nahm Schneeweißchen eine Schere aus ihrem Rock und schnitt den Bart ab. Der Zwerg verschwand nach seiner Rettung ohne ein Wort des Danks. Bald darauf sind die Mädchen angeln und sehen etwas, das mit einem Fisch zusammen an der Angelschnur hängt, es war wieder der Zwerg, dessen Bart sich in der Schnur verfangen hatte. Wieder befreiten die beiden Mädchen den Zwerg aus seiner Not und wieder musste ein Stück des Bartes dran glauben. Ohne ein Wort des Dankes verschwand der Zwerg abermals. Als Schneeweißchen und Rosenrot kurze Zeit später in die Stadt zum Einkaufen gingen sahen sie einen Adler, der grade ihren alten Bekannten, den Zwerg wegtrug. Aber sie hielten das Männlein fest und zerrten solange an ihm, bis der Adler ihn freigab. Der Zwerg war zwar frei, aber er schimpfte fürchterlich, weil seine Kleider bei dem Kampf zerrissen wurden und rannte schimpfend weg, die Mädchen gingen ihres Weges.

Auf ihrem Heimweg am Abend überraschten sie den Zwerg wieder, diesmal hatte er einen Sack mit Edelsteinen ausgeleert und tanzte um seinen Schatz. Plötzlich kam ein großer Bär und wollte das Männchen fangen. Der Zwerg versprach dem Bären seinen Schatz, wenn er ihm nur das Leben lässt, er solle sich lieber die zwei Mädchen packen, an denen wäre viel mehr dran, als an ihm, einem kleinen Zwerg. Aber der Bär schlug den Zwerg nur mit seiner mächtige Tatze, das er sich nicht mehr rührte. Da fiel die Bärenhaut ab und plötzlich war der Bär zum Prinzen geworden, er erzählte den beiden Mädchen, das er von einem Zwerg verwünscht wurde, der ihm alle seine Schätze genommen habe und als Bär im Wald leben musste und nur durch seinen Tod wurde er wieder zum Prinzen. Schneeweißchen heiratete den schönen Prinzen, und Rosenrot seinen Bruder. Die alte Mutter lebte noch lange Jahre bei ihren Töchtern und hatte vor ihrem Fenster zwei Rosenbäumchen, das eine trug weiße, das andere rote Rosen.

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