Vorgeschichte: Im Land Eion lebten neben den Menschen auch die Qar, im Volksmund „die Zwielichtler“ oder „Elbenvolk“ genannt. Im Laufe einer großen Auseinandersetzung zogen sich die Qar in den unwirtlichen Norden zurück und beschworen einen Nebelwall, der jeden der ihn passierte, verwirrte und verhexte. Dieser Nebel wurde Schattengrenze genannt und zur neuen Grenze der Menschenlande.
Jetzt: Die Herrscher des Zwielichtvolkes sprechen über einem Knaben einen Zauber und bringen ihn über die Schattengrenze ins Menschenland. Beobachtet wird dies von den Funderlingen Opalia und Chert Blauquarz, die gerade auch die seltsame Beobachtung gemacht haben, dass sich die Schattengrenze in Richtung Menschenlande verschoben hat. Opalia hat Mitleid mit dem Kind, gibt ihm zu essen und nimmt ihn mit nach Hause, obwohl er augenscheinlich ein Menschenjunge ist. Opalia nennt den Jungen Flint. Dieser hat keine Erinnerung an seine Vergangenheit, nur hin und wieder tauchen Fetzen auf, die keinen Sinn ergeben.
In Eios herrscht König Olin, der aber im Moment in Gefangenschaft ist. Derweil sitzt der älteste Sohn Kendrick auf dem Thron. Weitere Kinder von ihm sind die Zwillinge Briony, die ihren eigenen Kopf hat und deren Bruder Barrick, der seit einem Unfall, bei dem sein Arm verkrüppelt wurde, eher mürrisch.
In der Burg ist der Gesandte des Kerkermeisters des Königs. Er macht das Angebot, dass Ludis Drakava das verlangte Lösegeld herabsetzen würde, wenn im Gegenzug Briony seinen Herrn heiratet. Dies soll ein Bündnis gegen einen gemeinsamen Feind, den so genannten Autarchen sichern. Der Rat tagt und berät mit dem Prinzregenten über die Heiratsfrage. Zu einer Einigung kommt es jedoch nicht und in der Nacht wird Kendrick ermordet. Der Verdacht fällt auf Shaso, den Waffenmeister, aufgrund der Form der Wunden, die auf seinen Dolch hinweisen. Der Gesandte, der aus demselben Land wie Shaso stammt und von daher ebenfalls eine solche Waffe tragen könnte, hat seine Räume nicht verlassen. Briony mag dem Verdacht nicht glauben, obwohl die Beweise erdrückend sind.
Chert ist sich nicht sicher, was er von dem Findlingsjungen halten soll, glaubt aber nicht, dass er ein Spion ist. Dennoch geht er mit ihm zur Burg und erzählt dem Hofarzt, mit dem er befreundet ist, von dem Jungen und seinen Erkenntnissen über die Schattengrenze. Dieser hat die Befürchtung, dass sie sich immer weiter verschieben könnte, bis ganz Eion im Schatten liegt.
Der Autarch besucht einen Bienentempel, da es heißt, dort würde er seine Braut finden. Er wählt eine der Novizinnen aus. Qinnitan ist von der Ehre, die Braut des Autarchen zu werden, nicht begeistert. Er ist ihr unsympathisch und unheimlich. Beim Abschied im Tempel erhält sie von der ältesten Priesterin eine Prophezeiung, die ihr rät, bei erster Gelegenheit zu fliehen.
Im Palast ist Qinnitan eine von Hunderten. Schnell merkt sie, dass hier ein gefährlicher Ort ist. Ein Eunuch, der früher im selben Viertel wie sie gelebt hat, nimmt sie unter die Fittiche. Auch einen Hauptmann der Garde kennt sie aus ihrer Kindheit. Luian, der Eunuch, erklärt Qinnitan, dass der Hauptmann Jeddin in sie verliebt sei.
Qinnitan muss seltsame Rituale über sich ergehen lassen, um für den Autarchen vorbereitet zu sein.
Chert wurde die Aufsicht über Grabungsarbeiten unter der Burg übergeben. Er nimmt Flint mit, da dieser Steine und Stollen liebt. Durch den Mord ändert sich der Auftrag, nun hat eine Gruft für den Prinzen Vorrang. Beim Spielen im Garten, der in der Nähe der Gemächer des Prinzen liegt, findet Flint einen Stein, den Chert nicht kennt, was eigentlich unmöglich ist. Chert zeigt ihm den Hofarzt, der ihn zur Ansicht behält.
An einem anderen tag klettert Flint auf den Dächern herum und entdeckt dort einen Angehörigen eines Volkes, das sich Dachlinge nennt und die nur je einen Finger groß sind. Da Flint dem Kleinen nichts tut, verspricht dieser Flint einen Gefallen.
Flint nimmt Chert mit zu den Dachlingen. Chert kann kaum glauben, was er da sieht, für ihn existierten diese kleinen Wesen bisher nur in Legenden.
Die Dachlinge gewähren Flint und Chert eine Audienz bei ihrer Königin. Diese spricht davon, dass ein großes Unheil auf dem Weg sei und dass die Dachlinge deshalb ihre Zusammenarbeit mit den Großwüchsigen anbieten.
Briony und Barrick sind nun Prinzregenten. Barrick hat verursacht durch ein Fieber düstere Alpträume, die ihm das Ende der Welt hervorzusagen scheinen. Briony schickt eine Expedition an die Schattengrenze, um die Berichte von dort zu überprüfen.
Bei den Qar ruft die Kriegsfürstin zu den Waffen. Es gibt zwar Zweifler und Zauderer, jedoch stellen sich genug Qar hinter den Plan, so dass der Krieg gegen die Südmark ausgerufen wird.
Die Großtante der Zwillinge, Merolanna, ruft Briony und Barrick zu sich. Sie erzählt ihnen, dass sie früher eine Liebschaft hatte, aus der ein Kind entstand. Den Sohn musste sie weggeben, da er ja unehelich war. Sie hielt sich über ihn jedoch auf dem Laufenden. Noch als kleines Kind wurde er geraubt, angeblich von den Zwielichtlern. Bei der Beisetzung von Kendrick hat sie ein Kind gesehen, von dem sie sicher ist, es sei das ihre. Nicht erwachsen, wie er sein müsste, sondern nur ein oder zwei Jahre älter als damals.
Der Erkundungstrupp macht die Entdeckung, dass die Gegend verlassen ist und mit seltsamen Pflanzen überwuchert. Die einzige menschliche Person, die sie finden, ist geistig verwirrt. Überhaupt scheint die Umgebung der Strasse verändert. Als einige Soldaten zufällig vom Trupp getrennt werden, können sie die anderen nicht mehr finden. Schnell ist ihnen klar, dass sie die Schattengrenze überquert haben müssen. Sie beobachten ein Heer von Schattenwesen, das Richtung Menschenlande auszieht.
Briony und Barrick erfahren, dass eine eigentlich befreundete Grafschaft mit dem Autarchen zusammenarbeitet und sich in ihrer eigenen Burg ein Verräter befinden muss. Jeder Berater bezeichnet andere als mögliche Verräter, so dass die Zwillinge nicht mehr wissen, wem sie vertrauen können. Es gibt Hinweise darauf, ein Vertreter der Grafschaft, die mit dem Autarchen im Bunde ist, könnte Kendrick getötet haben.
Barrick vertraut Briony an, dass er seinen verkrüppelten Arm ihrem Vater zu verdanken hat und dieser an einer Geisteskrankheit leidet. Er selbst habe sie ebenfalls geerbt, nur würde sie bei ihm wesentlich aggressiver verlaufen.
Jeddin gesteht Qinnitan seine Liebe. Er will unbedingt mit ihr fliehen, hat aber noch keine genauen Pläne.
Später lässt er ihr in einem Brief seine ungefähren Fluchtvorstellungen zukommen. Qinnitan wird von den anderen Frauen misstrauisch beobachtet, da ihre Ausbildung bzw. Vorbereitung durch die Priester sehr ungewöhnlich ist.
Plötzlich wird Jeddin verhaftet und Luian ermordet. Voller Angst flieht Qinnitan, indem sie sich als Sklavenjunge verkleidet. Sie schafft es auf das Schiff von Jeddin, das Richtung Hierosol aufbricht.
Die beiden Soldaten treffen auf den Rest ihres Trupps, der aber stark dezimiert wurde. Sie irren lange durch die Nebel, schaffen es aber tatsächlich wieder heraus zu kommen, vor dem Schattenheer und nahe der Südmarksfeste. Zurück in der Burg verkünden sie die schlechten Nachrichten.
Flint ist verschwunden, Chert und Opalia sind verzweifelt. Auch die Dachlinge haben ihn nicht gesehen, Giebelgaup will Chert bei der Suche helfen. Die Spur führt in die tiefsten Tiefen der Funderlingsstadt. Im Tempel haben die Funderlingspriester Flint zwar auch nicht gesehen, aber auch hier erfüllen sich Teile einer Prophezeiung, die besagt, dass die „Alte Nacht“ zurückkehrt und die Tage der Freiheit gezählt sind.
Das Schattenheer greift an und zerstört zunächst eine kleinere Siedlung. Die schlimmsten Gerüchte und Geschichten darüber erreichen schnell das von den Zwillingen aufgestellte Heer, das von Barrick angeführt wird. Die Geschichten erinnern Barrick sehr an seine Alpträume.
Flint befindet sich am heiligsten Platz der Funderlinge, dem Leuchtenden Mann. Chert weiß zunächst nicht, wie er hingelangt ist, da um die Insel ein Quecksilbersee ist. Mehr durch Zufall stolpert er über einen Gang, der unterirdisch hinführt. Flint ist bewusstlos und für Chert zu schwer zum Tragen, da der Junge so groß ist wie er selbst. Ohne die Hilfe von Giebelgaup würde er festsitzen. Giebelgaup lotst die Tempelbrüder zu ihm, die ihm helfen.
Das Heer der Südmark greift das Lager der Schattenwesen an. Dies war aber nur eine Ablenkung von ihnen, um das Hauptheer unbemerkt um die Armee herum Richtung Südmark führen zu können.
Die Reiter inklusive Prinz Barrick setzen ihnen nach und stellen sie zum Kampf. Barrick wird gefangen genommen und zur Kriegsfürstin geführt. Danach scheint er geistig verwirrt und reitet Richtung Schattenlande. Hauptmann Varren, der Briony geschworen hat ihren Bruder zu beschützen, folgt ihm.
Kaum zuhause wird Flint von dem Mädchen Willow, demjenigen das der Erkundungstrupp verwirrt im Wald gefunden hat, erwartet. Sie spricht von dem Spiegel, den Flint bei seinem Auffinden bei sich hatte und dass dieser übergeben werden müsse, ihr Herr wolle es so. Chert wird zu den Qar geführt, die mittlerweile vor der Südmarkstadt stehen. Chert übergibt den Spiegel an die Kriegsfürstin, die davon nicht begeistert ist. Aus irgendeinem Grund besagt der Spiegel, dass Waffenstillstand herrscht und der Südmark vorerst nichts geschieht. Chert kehrt äußerst verwirrt zurück. Dort ist Flint aufgewacht, erinnert sich aber an keinerlei Vorkommnisse seit seinem Auffinden durch Opalia und Flint. Weder weiß er wie die beiden sind, noch er selbst.
Briony wird von der Zofe ihrer Stiefmutter Anissa gerufen, die augenscheinlich aber geschlafen hat und nichts vom Besuch wusste. Bei Briony ist Chaven, der Hofarzt, der Anissa der Hexerei beschuldigt. Er hat Cherts Stein untersucht und ihn als etwas erkannt, das einen weiblichen Dämonen herbeiruft. Die Zofe reißt den Stein an sich und nimmt ihn in den Mund. Sie verwandelt sich in den besagten Dämon und will Briony töten. Durch Glück kann dies verhindert werden. Nun ist klar, wer Kendrick getötet hat. Briony will ihren unschuldigen Waffenmeister aus dem Kerker befreien. Dort wird sie von den Tollys, die mit dem Autarchen im Bund sind, aufgehalten, die die Gunst der Stunde nutzen wollen und Briony bedrohen. Zusammen mit Shaso gelingt ihr die Flucht aufs Meer.
Die Geschichte wird in Shadowmarch – Das Spiel fortgesetzt.
Übrigens - Du kannst Liviato unterstützen,
indem du deine Bücher bei Amazon über Liviato kaufst.