Sherlock Holmes und sein guter Freund Dr. Watson reisen aufs Land zu einem alten Schulkameraden des nun doch recht berühmten Dedektives. Sherlock Holmes flieht vor der Langeweile und den Forderungen sein Zimmer auf zu räumen. Bereits auf der Kutschfahrt erzählt Sherlock Holmes von Reginald Musgrave. Dieser war mit Sherlock Holmes im Internat und galt dort schon etwas verschoben, ja wenn nicht sogar arogant. Beeindruckt hat Sherlock Holmes vor allem der Butler des Hauses Brunton, ein überaus gebildeter Mann, er war mal Schulmeister und besitzt viele Talente. Er spielt fast jedes Musikinstrument und hat eine einnehmende Persönlichkeit. Nach einem Abend mit dem Gastgeber ist der Butler plötzlich verschwunden und seine ehemalige Verlobte Rachel reagiert seltsam und bricht dann schließlich zusammen, so dass man sie ins Bett bringen muss. Dr. Watson rät zur Ruhe. Sherlock Holmes erfährt, dass der Butler und das Hausmädchen eine Beziehung hatten. Sie waren verlobt, aber Brundon begann eine Affäre mit einer anderen Frau, was seine Verlobte sehr verletzte. Sherlock Holmes kann nicht verstehen wie ein Mann ohne seine Sachen verschwinden kann. Jedoch gibt Herr Musgrave etwas spät eine Erklärung ab, die der Sache mehr Sinn gibt. In der vergangenen Nacht konnte der Herr des Hauses nicht schlafen und wollte sich ein Buch holen als er Licht bemerkte. Entgegen seiner Erwartungen war es kein Einbrecher den er auf frischer Tat ertappte, sondern sein sonst so gewissenhafter Butler der in alten Familiendokumenten stöberte und offenbar auch etwas fand. Entrüstet verlangte Musgrave von seinem Butler am morgigen Tag das Anwesen zu verlassen nach diesem Vertrauensbruch. Aber Brundon handelte noch eine Aufschub von einer Woche aus um sein Gesicht zu wahren. Dr. Watson vermutet Brundon hätte die Sache dann in der Nacht noch überdacht und dann doch beschlossen zu gehen. Eine logische Geschichte, aber nicht so ganz für Sherlock Holmes. Dieser lässt sich zeigen was der Butler so spannend fand. Es ist ein altes undatiertes Familienritual, welches jeder Musgrave am Tag seiner Volljährigkeit lernen muss. Ein seltsames Familienritual, der Text wirkt wie eine Schatzkarte. Wessen war sie, dessen der gegangen ist, wessen soll sie sein, dem der komme wird, im Schatten der Eiche usw. Sherlock Holmes erkennt darin das Zeil des verschwundenen Dieners, der sich auch wie sein Herr zugibt nach einem Baum aus dem Vers erkundigte. Der Baum ist jedoch schon vor Jahren abgebrannt, jedoch seine Höhe wußte der Herr des Hauses noch sehr genau. Sherlock ist überzeugt mit dem Lösen des Rätsels auch das Geheimnis um den verschwunden Diener zu lüften. Zumal die Sache noch verworrener wird, als dessen verschmähte Geliebte in der Nacht spurlos verschwindet und man im See anstatt ihrer vermuteten Leiche einen Sack mit altem scheinbar wertlosen Metall findet. Nun machen sich die drei Herren auf das Rätsel der Familie zu lösen. Sherlock erkennt sofort die Zusammenhänge und kann auch wie der Diener Brunton den Hinweisen folgen, was seinen ehemaligen Schulkameraden doch in großes Erstaunen versetzt. Die Spur führt zu einem abgelegenen Teil des Hauses in den Keller. Dort finden die Herren eine bis dato unter Holzschichten verborgene Falltür. Mit vereinten Kräften können sie diese öffnen und finden Brunton tot in dem Versteck. Offenbar ist er erstickt als die Falltür zufiel. Für die Polizei ist die Sache klar. Ein Unfall. Aber Sherlock Holmes hat eine ganz andere Theorie. Es ist schlichtweg nicht möglich die Tür allein zu öffnen. Also muss sich Brunton Hilfe geholt haben. In Frage kam natürlich nur seine ehemalige Verlobte, die er wohl mit Versprechungen einer gemeinsamen Zukunft köderte. Doch als sich der Schatz als Sack mit altem Zeug herausstelle fiel die Falltür zu und seine verrate Geliebte half ihm wohl aus Rache nicht. Deshalb war sie so verstört, hatte sie doch Brunton auf dem Gewissen. Ganz kann der Fall aber durch ihr Verschwinden nicht geklärt werden. Dafür entpuppt sich das alte Zeug tatsächlich als Schatz. Sherlock kominiert richtig. Es ist die alte Krone der englischen Könige, die nach der Hinrichtung des alten Königs für seinen Nachfolger versteckt und wohl vergessen wurde.
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