Tante Dimity und der unbekannte Mörder
Ein weiteres Lesevergnügen von Nancy Atherton aus der Dimity Reihe / Band 7
Ein Mord geschah in Finch! In Finch?? Lori ist fassungslos. Kaum aus Amerika zurück, erhält sie von Lilian - der Frau des Pfarrers- diese Nachricht. Prunella Hooper soll ermordet worden sein.Prunella war aber eine unangenehme Person, keiner weinte ihr eine Träne nach, doch trotzdem sind die Bewohner von Finch verunsichert. Unter ihnen muss ein Mörder oder eine Mörderin wohnen! Prunella war eine Tratschtante, eine Unruhestifterin und hat an niemanden ein gutes Haar gelassen. Außerdem taucht in Finch auch noch der Neffe des Vikars auf, Nicholas kurz Nicky. Er will Lori helfen den unbekannten Mörder zu finden. Lori ist nämlich sowieso stinksauer auf Prunella gewesen, da ihr Schützling, der attraktive Kit von ihr der Kindesmißhandlung bezichtigt wurde. Nur weil Kit den Enkel von Prunella keinen Reitunterricht geben wollte.
Lori und Nicholas machen sich gemeinsam auf Spurensuche. Loris Mann Bill wird aber von ihr informiert, denn Bill kennt Loris wanderndes Auge. Lori kann sehr, sehr schwer bei einem attraktiven Mann widerstehen! Bill ist noch in der Filiale in London und kommt erst am Ende der Woche zurück. Außerdem gibt es auch noch Anneliese, das wunderbare Kindermädchen der 19 Monate alten Zwillinge von Lori und Bill und die Zwillingsschwestern Pym. Die beiden geben Lori und Nicky den ersten Schritt auf ihre Spurensuche mit. Sie bitten die beiden, ihre Ingwerplätzchen in Finch zu verteilen. Normalerweise verteilen die Geschwister Pym ihre Plätzchen selbst, aber sie geben nur eine bestimmte Anzahl an Schachteln an Lori und Nicky - nur sechs. Sind das die Verdächtigen?
Bill Barlow, George Wetherhead, Miranda Morrow, Sally Pyne, Dick Peacock und Peggy Taxman. Der Reihe nach forschen die beiden nach. Bill Barlow ist nämlich über Nacht aus Finch verschwunden. Genau dann, als Prunella ,,ermordet" wurde. George Wetherhead hatte auch eine Wut auf Prunella, denn sie erzählte herum, dass er ein Lotterleben führte und Sally Pyne war sauer auf Prunella, weil Prunella diesmal vom Vikar den Auftrag bekam, dass Taufbecken mit Blumen zu schmücken. Seit Jahren war dies Sallys Aufgabe. Dick Peacock wurde des Schmuggeln bezichtigt und warum Peggy auf sie sauer war - erfährt man immer am Schluß.
Lori und Nicky decken ein Rätsel nach dem anderen auf. George Wetherhead bekam für seine kaputten Hüften von Miranda Marrow, die übrigends des Marihuana Besitzes von Prunella bezichtigt wurde - eine physikalische Behandlung. Damit die Einwohner aus Finch aber nichts mitbekamen, trafen sich die beiden immer früh am Morgen, noch in der Dämmerung. Die Geräusche die aus dem Haus gehört wurden, waren das Stöhnen von George wenn er behandelt wurde. Miranda Marrow selbst wird als die Hexe aus Finch bezeichnet, doch Marihuana kann auch Schmerzen lindern und außerdem ist in ihrem ganzen Haus und Garten kein Marihuana zu finden. Ja, viele andere Kräuter und Kräuterbüschel, aber kein Mariuhana.
Dick Peacock muss am Ende auch sein Geheimnis verraten, er schmuggelt keinen billigen Whisky sondern er kauft selbstgemachte Würste von einem Bauern. Warum!? Die Einwohner von Finch denken nämlich das seine Frau die Würste selbst macht, sie schmecken absolut lecker, aber eigentlich kaufen die beiden die Würste bei dem Bauer. Damit die Einwohner dies nicht mit bekommen, werden sie einmal die Woche vom Bauern ganz früh am Morgen heimlich beliefert - also auch dieses Rätsel sei gelöst.
Peggy Taxman besucht seit Prunellas Tod immer ihr Grab und legt Blumen auf ihr Grab, aber warum!? Prunella durfte Mietfrei in Peggys Cottage wohnen und hatte auch so einige Vorteile wenn sie einkaufen kam. Es stellt sich heraus, das vor vielen, vielen Jahren in Peggys Jugend diese Prunella ihre einzige Freundin war, als Peggy schwanger von einem Soldaten war. Damals im Krieg war es eine Schande, wenn man alleine, unverheiratet und schwanger war. Peggys große Liebe starb jedoch im Krieg und so blieb sie alleine mit Kind zurück. Ihr Kind gab sie aber zur Adoption frei und bis heute bereut sie diese Entscheidung. Auf einmal tauchte Prunella in Finch auf und drohte damit, Peggys Geheimnis zu verraten!
Bill war aber mit seinem Hund am Morgen von Prunellas Tod draußen und ging mit ihm Gassi, danach verabschiedete er sich für einige Tage aus Finch. Was war nun tatsächtlich los!?
Es stellte sich heraus, so wie Bill es erzählte, das Prunella an ihrem Geranien Blumenfenster stand und aus ihrem Fenster spähte. Und als sie sich schnell umdrehte, gab sie einem Hängeblumentopf einen Stoß, der schnellte zurück und stieß Prunella am Kopf. Bill sah nur noch, wie Prunella fiel und dachte sich nichts dabei. Doch in Wirklichkeit war Prunella von einem Blumentopf an der Schläfe getroffen worden und dadurch gestorben. Mörder gab es nur einen - den Blumentopf!!!
Leseprobe Seite 257:
`` Hätte Jasper Peggy nicht im letzten Moment aufgefangen, hätte sie sich wohl den Schädel gebrochen. Der Fremde stürzte vor, um Peggy zusammen mit Jasper zu stützen, wohingegen Mr Barlow Buster am Halsband packte, bevor das verspielte Tier der immer noch halb Liegenden das Gesicht ablecken konnte. Lilian holte aus der Damentoillette eine Tasse kaltes Wasser, befeuchtete damit eine Papierserviette und betupfte Peggy die Schläfen. Während alle anderen um Peggy herumschwirrten, beobachtete ich Nicholas. Das Durcheinander hatte ihn aus seiner Trance gerissen. Er blinzelte, als sei er aus einem tiefen Schlaf erwacht. Dann bemerkte er Mr Barlow und zuckte zusammen. Er wandte sich zu mir um, doch bevor er etwas sagen konnte, begannen Peggys Lider zu flattern und klappten auf. Mit einer zitternden Hand berührte sie das Gesicht des Fremden. Er sah zärtlich auf sie hinab und nickte. ,,Es stimmt, Mrs Taxman," sagte er. ,,Ich bin ihr Sohn."
Alle im Raum erstarrten. Selbst Buster hörte auf, sich zu winden und mit zitternder nase in Peggys Richtung zu schnüffeln. Ein Schluchzen steckte in Peggys Kehle fest. ,,D-dein Na-Name," stammelte sie. ,,Wie haben sie dich genannt."
,,Harry," antwortete der Mann. ,,Harry Mappin, nach meinem Vater." Peggy stemmte sich hoch, bis sie aufrecht saß, und rief erregt. ,,Dein Vater hieß J.MARK LEESE, dass du mir das bloß nie vergisst!"
,,Nein, Ma´am", versprach Harry sanft. ,,Auf keinen Fall."
Jetzt musste sich Lilian Bunting ihre eigene Schläfe mit einem feuchten Tuch kühlen.
,,Willkommen in Finch, Mr Mappin," sagte Lilian nun erstaunlich gefasst. ,,Kann ich Ihnen eine Tasse Tee anbieten?".........
Tante Dimity und der unbekannte Mörder ist ein Lesevergnügen - tröstlich und charmant!!!
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