Tod eines Lehrers Zusammenfassung

Tod eines Lehrers

Ich habe eine Sonderausgabe als Taschenbuch bei Kaufhof erworben. Sie wurde vom Knaur Verlag für das Warenhaus Kaufhof AG im Januar 2010 freigegeben. Das Original erschien bereits 2004 bei Knaur Taschenbuch. Es hat 363 Seiten. Andreas Franz gilt als einer der erfolgreichsten Kriminalautoren Deutschlands. Er wurde 1954 in Quedlinburg geboren. Zuerst hat er als Übersetzer für Englisch und Französisch gearbeitet und war nebenbei auch noch als Schlagzeuger tätig. Aber von jeher war das Schreiben seine Leidenschaft. Seit seinem ersten Erfolgsroman Jung, blond, tot gelingt es ihm einen Bestseller nach dem anderen zu schreiben. Bei seinen Büchern helfen ihm auch Kontakte zu Polizei und anderen Dienststellen um eine große Glaubwürdigkeit herüber zu bringen. Er ist verheiratet und hat fünf Kinder.

 

Oberstudienrat Rudolf Schirner ist ein geschätzter Lehrer. Seine Schüler verehren ihn regelrecht, da er immer alle fair behandelt und selten jemand in seinen Fächern durchfallen lässt. Er kann den Stoff auch recht vermitteln. Vor allem unterrichtet er Physik und Ethik. Auch Nachbarn und Kollegen mögen den netten Mann. Er ist seit über 25 Jahren am Gymnasium tätig, ist mehrere Jahre bereits Vertrauenslehrer und seit drei Jahren sogar stellvertretender Direktor des Gymnasiums. Auch seine Ehe ist vorbildhaft.

Jeden Abend geht er nach 23 Uhr noch einmal mit seinem Hund raus. Eines Abends nähert sich ihm eine dunkle Gestalt auf seiner gewohnten Runde. Sie kennen einander, wechseln ein paar flüchtige Sätze und verabschieden sich wieder. Doch da dreht sich die Gestalt noch einmal zu Schirner um und will ihm eine Frage stellen. Als Schirner sich ebenfalls umdreht, trifft ihn der erste Messerstich. Bei der Obduktion wird festgestellt, dass er mit 83 Messerstichen vorderen und hinteren Oberkörper getötet wurde. Anschließend wurden ihm die Genitalien abgeschnitten. Seinen Hund hat der Täter aber nicht getötet. Er wird später vor einem Tierheim angebunden gefunden.

Ein Jogger entdeckt die Leiche frühmorgens und Hauptkommissar Peter Brandt wird an den Tatort gerufen. Für ihn steht beim Anblick der Leiche sofort fest, dass es irgendetwas in Schirners Leben geben muss, dass den Ausschlag für diesen Mord gegeben hat. Sein junger Kollege tippt auf Raubmord. Doch Brandt kann das eigentlich gleich ausschließen.

Am Beginn seiner Nachforschungen ermittelt er erst einmal im familiären Umfeld von Schirner. Zwar wird die Ehe als gut von seiner Ehefrau beschrieben. Doch warum haben Beide dann ein getrenntes Schlafzimmer? Schirners Ehefrau gibt an, dass er immer so spät abends ins Bett gegangen ist und sie sich dadurch gestört gefühlt hat. Die Beiden haben zwei Kinder: Der Sohn geht noch zur Schule. Die Tochter Carmen studiert Theologie in Frankfurt. Wegen dem Stress beim Studium kommt sie nur selten heim. Für Carmen war ihr Vater eine wunderbare Person.

Als nächstes geht Brandt mit seiner Kollegin Eberl in die Schule. Schirner war Lehrer der Oberstufe. Doch auch da wird von allen Seiten immer nur betont was für ein toller Mensch Rudolf Schirner war. So langsam glaubt Brandt nicht mehr so an die Beschreibungen. War Schirner denn ein Heiliger? Irgendeinen dunklen Fleck gibt es auch in seinem Leben. Sonst hätte ihm der Täter garantiert nicht die Genitalien nach seinem Ableben abgeschnitten. Das sollte ein Zeichen sein. Doch das weiß man bislang in der Öffentlichkeit noch nicht. Durch einen Tipp bekommt die Staatsanwältin Elvira Klein auch noch Wind von der Geschichte. Brandt kommt ohnehin nicht so gut mit der jungen Staatsanwältin zurecht. Jetzt macht sie ihm auch noch Druck den Fall so schnell als möglich zu lösen. Er bekommt heraus, dass sei selbst Schülerin an ebendiesem Gymnasium war und auch Schirner als Lehrer hatte. Doch auch sie kann ihm nur sagen, dass Schirner ein toller Lehrer war. Brandt konzentriert sich bei seinen Ermittlungen jetzt zuerst auf den besten Freund von Schirner: Eberhard Teichmann. Er ist auch Lehrer am Gymnasium.

Als er Schirners Oberstufenschüler befragt, fallen Brandt zwei Schülerinnen extrem auf. Die extravagante Silvia Esslinger und die eher schüchterne Kerstin Aberle. Er spürt dass beide Schülerinnen etwas zu verbergen haben, bekommt aber nichts aus ihnen heraus. Beide Schülerinnen mussten die 10. Klasse wiederholen und sind jetzt in der 11. Spitzenschülerinnen. Doch wegen dem Tatmotiv tappt er weiter im Dunkeln und so kommt er zunächst im Fall nicht weiter.

Da wird zwei Abende nach dem Mord an Schirner auch Eberhard Teichmann beim Gassigehen mit seinem Hund erstochen. Auch er bekommt nach etlichen Messerstichen die Genitalien abgeschnitten. Doch im Gegensatz zu Schirner wird auch der Hund erstochen.

Brandt erhält am nächsten Morgen eine Videokassette von einem anonymen Absender. Er sieht sich das Band mit seinem Vorgesetzten an. Darauf sieht man wie ein junges Mädchen zwei Männer in Kutten sexuell befriedigt. Sie sieht aus als hätte sie vorher Drogen genommen. Für Brandt ist klar, dass das Video etwas mit den Morden an den Lehrern zu tun hat. Er vermutet, dass es sich bei den Männern um Schirner und Teichmann gehandelt hat. Die Techniker können das Gesicht des Mädchen so herausfiltern, dass Brandt ein genaues Foto nur von ihr alleine hat. Damit geht er zum Direktor des Gymnasiums. Als er es ihm zeigt, weiß der Direktor sofort wer das Mädchen ist. Sie hieß Maureen Neihuus. Sie war eine Schülerin bei Schirner. In der 10. Klasse musste sie einmal wiederholen. Doch jetzt in der 11. war sie eine Musterschülerin. Vor drei Monaten hat sie völlig ohne Gründe Selbstmord begangen. Brandt wird hellhörig. Genau wie die beiden Mädchen Silvia und Kerstin war auch Maureen erst sehr schlecht und auf einmal sehr gut in der Schule. Er vermutet, dass Schirner und Teichmann sie in ihren Fächern besser benotet haben um sie anschließend zu erpressen. Doch wer hat dann die beiden Lehrer erpresst?

Brandt hat die Vermutung, dass die andere Vertrauenslehrerin Anja Russler mehr darüber weiß. Er konfrontiert sie direkt mit seinen Vermutungen. Auch das er denkt, dass Silvia und Kerstin da irgendwie mit drin hängen. Da gibt Frau Russler zu Schirner und Teichmann umgebracht zu haben. Aber durch die Obduktion ist klar, dass es mehr als ein Täter war. Peter Brandt weiß, dass jemand Zugang auf die Videokassetten die Schirner und Teichmann als Erpressungsmaterial angefertigt hatten, haben muss. So fällt seine Wahl auf Carmen Schirner. Und er hat recht. Er stellt ihr ein Ultimatum und räumt ihr ein sich bis zum nächsten Tag freiwillig zu stellen. Doch dann wird auch Brandt überrascht. Nicht nur Frau Russler, Carmen Schirner, sondern auch Kerstin Aberle und Silvia Esslinger waren Täterinnen. Sie alle vier habe Schirner und Teichmann ermordet und jede will den ersten Stich getan haben. Durch die Vermittlung von guten Anwälten werden die Vier mit geringen Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

 

Gerade das Thema des Buches ist momentan leider sehr aktuell. Der Autor beschreibt sehr detailliert und gefühlsbetont, an manchen Stellen auch realistisch hart wie ein junger Mensch von einer Vertrauensperson aufs übelste missbraucht wird. Dieses Buch ist auf jeden Fall eher für Erwachsene und reife Jugendliche geeignet. Von Anfang an wird eine unglaubliche Spannung aufgebaut, die bis zum Schluss nicht abflacht. Es gibt viele Kapitel, die das Lesen erleichtern.

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