Im Buch „ Träume ernten – Hundertwasser für Kinder“ geht es um das Leben von Friedensreich Hundertwasser. Babara Stieff hat dieses in kindgerechter Form auf eindrucksvolle Weise niedergeschrieben. Dieses Buch ist nicht nur für Kinder lesenswert, sondern auch Erwachsene werden ihre helle Freude daran haben. Das Buch ist im Jahre 2007 erschienen.
Während es im ersten Kapitel um eine kurze Vorstellung von Friedensreich Hundertwasser geht, wird dieses im zweiten Kapitel intensiviert. So erfährt man das Friedensreich Hundertwasser im Dezember 1928 in Österreich geboren wurde. Er hieß nicht immer Hundertwasser, sondern eigentlich Stowasser, gab sich doch den Namen, weil „Sto“, aus den slawischen abgeleitet, „Hundert“ bedeutet. Er ist während des zweiten Weltkrieges in Österreich aufgewachsen und ihn machte das triste Grau der zerbombten Städte sehr traurig, so dass er dachte, dass man daran unbedingt etwas ändern müsse.
„An sich glauben und eigene Ideen verwirklichen“, so hieß sein Lebensmotto. Hundertwasser hatte schon immer seinen eigenen Kopf und wusste ihn auch durchzusetzen. Seine Mutter hätte lieber gehabt, er hätte einen normalen Beruf erlernt, doch er besuchte die Kunsthochschule.
Nicht nur auf sich, sondern auch auf die Natur und Menschen hat Hundertwasser geachtet. Er beobachtete viel und sah wie unglücklich die Menschen sind, seitdem sie, sich immer mehr von der Natur zurückgezogen hatten. Dies tat Hundertwasser nicht und er entdeckte eine wichtige Erkenntnis für seine Kunstwerke, in der Natur gab es keine gerade Linien, so gab es sie auch nicht seinen Werken. Viel wichtiger waren ihm die „Phänomenale Spiralen“, die in fast allen Kunstwerken zu finden sind. Die Spiralen waren für ihn ein Sinnbild des Lebens, denn alles hat einen Anfang und ein Ende, so auch die Spirale.
Fürs Malen benötigt man nicht nur Blatt und Farben, nein viel wichtiger sind die Ideen. Hundertwasser führte nicht den Pinsel, sondern der Pinsel führte ihn, denn der Künstler träumte seine Bilder. Es konnte Wochen dauern bis ein Bild fertig gestellt war.
Hundertwasser ist immer der Meinung gewesen, dass der Mensch drei Häute statt nur einer Haut hat. Da wären zum einen der Körper, zum anderen die Kleidung und auch das Wohnen. In diesen Häuten sollte sich der Mensch wohlfühlen. Doch wie soll das gehen, wenn man in Einheitskleidung rumläuft oder auch in tristen Häusern wohnt. Hundertwasser schneiderte sich seine Kleidung selbst, jedes Stück ist einzigartig gewesen. Außerdem trug er immer zwei unterschiedliche Socken.
Auch Häuser gestaltete er um, dieses waren schön bunt und einzigartig. Auch hier ist die Spirale immer wieder zu finden. Da nicht jeder Mensch ein Haus besitzt, forderte der Künstler das „Fensterrecht“, so dass jeder wenigstens die Möglichkeit gehabt hätte, sein eigenes Fenster zu gestalten könnte. Auf jeden von Hundertwasser gestalteten Haus gab es einen Garten, weil er das Stück Land, was er der Natur nahm, der Natur auch wieder zurück geben wollte.
Hundertwasser setzte sich sehr für den Umweltschutz ein, damit der natürlich Kreislauf der Natur nicht zerstört werden würde. Hierzu entwarf er beispielsweise Plakate.
Hundertwasser ließ sich von dem Tag begleiten, er hatte keine Eile. Jeder Tag ist einzigartig und so erlebte er auch jeden auf seine Art.
Wichtig war Hundertwasser auch die gesamte Welt kennenzulernen. So segelte er mit seinem eigens restaurierten Segelboot einmal um die Welt. Das Segelboot nannte er Regentag und war genauso bunt wie seine Bilder. Er lebte beispielsweise für längere Zeit in Italien und Paris. Aber am wohlsten fühlte er sich in Neuseeland, hier verbrachte er dann auch den größten Teil des Jahres.
Hundertwasser verstarb im Jahre 2000 am Bord der Queen Elisabeth 2, als er auf dem Weg von Neuseeland nach Österreich gewesen ist.
Im letzten Kapitel gibt die Autorin Tipps zum Basteln, Malen und Experimentieren. So können Kinder aus Pappschachteln ihr eigenes Haus gestalten oder auch das Fensterrecht durchsetzen.
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