Unsichtbare Spuren Zusammenfassung

Unsichtbare Spuren

Meine Taschenbuchausgabe ist aus dem Jahr 2007 und erschien beim Knaur Verlag. Es handelt sich um die vollständige Taschenbuchausgabe und sie hat 462 Seiten. Die ISBN lautet: 978-3-426-63507-0. Der Autor Andreas Franz wurde 1954 in Quedlinburg geboren. Eigentlich arbeitete er als Übersetzer für Englisch und Französisch, hat dann aber seine Leidenschaft für die Schreiberei entdeckt. Alle seine bisher erschienen Bücher waren Bestseller.

 

Im Winter 1999 macht sich Sabine Körner mitten in der Nacht auf den Weg nach Flensburg. Sie ist 17 Jahre alt und hat die Nase voll von zu Hause. In Flensburg will sie bei einer Freundin unterkriechen und sich eine Arbeit suchen. Sie fährt per Anhalter und ein freundlicher Mann namens Georg Nissen nimmt sie die meiste Strecke mit. Er muss noch zu einem Kunden und dann will er sie bis fast nach Flensburg mitnehmen. Die beiden sind sich sehr sympathisch und Georg fragt Sabine ob sie für 200,00 Euro mit ihm schlafen würde. Sie willigt ein da sie das Geld gebrauchen kann und sie Georg nett findet. Die beiden haben auf einem einsamen Waldstück Geschlechtsverkehr und danach machen sie sich wieder auf den Weg nach Flensburg. Da entdeckt Georg, dass er seinen Koffer beim letzten Kunden vergessen hat und muss zurückfahren. Sabine lässt er an einer Bundesstraße raus und schenkt ihr seinen Schirm, da es stark regnet. Kurze Zeit später hält ein anderes Auto und Sabine kann dort einsteigen. Der Fahrer nennt sich Butcher. Er hält an einem Parkplatz und bringt Sabine um und nimmt einen ihrer Socken mit.

Die Kripo Kiel ermittelt in dem Fall Sabine Körner. Da sofort feststeht, dass der Mörder mit Sabine Geschlechtsverkehr hatte, wird die DNA mit der Polizeikartei verglichen und tatsächlich der angebliche Täter ist aktenkundig. Es ist Georg Nissen der schon mal wegen Vergewaltigung verurteilt war. Der Prozess ist schnell gemacht, auch wenn Nissen schwört unschuldig zu sein. Hauptkommissar Henning ist aber von seiner Schuld überzeugt, obwohl seine Kollegin Lisa Santos Bedenken äußert. Aber die Indizien sprechen gegen Georg Nissen. Es ist sein Sperma gefunden worden und bei Sabine lag sein Regenschirm. Im Gefängnis begeht Georg Nissen dann Selbstmord und schreibt in seinem Abschiedsbrief, dass er tatsächlich unschuldig verurteilt wurde. Hauptkommissar Sören Henning zieht sich daraufhin aus den laufenden Ermittlungen zurück und macht nur noch Büroarbeit, da er sich Vorwürfe macht nicht intensiver ermittelt zu haben.

Es vergehen 4 ½ Jahre. Wieder passiert ein Mord an einem jungen Mädchen. Sie wird vergewaltigt, brutal ermordet und anschließend sticht der Täter ihr die Augen aus. Die Leiche legt er in Fötusstellung an der gleichen Stelle ab an der auch schon Sabine Körner in der gleichen Lage aufgefunden wurde. Für Lisa Santos ist klar, dass es sich um den gleichen Täter handelt. Sie überzeugt nicht nur ihren Chef Harms, sondern auch Sören Henning, dass er mit in die Soko muss um den wahren Täter von Sabine Körner endlich zu stellen. Henning stimmt nach einigem Zögern zu. Er hat sich die vergangenen Jahre neben seiner Büroarbeit auch mit etlichen Mordfällen in Norddeutschland beschäftigt. Dabei fielen ihm 32 Mordfälle auf, bei denen die Leichen der Opfer genau wie Sabine Körner zugerichtet wurden. Er vermutet, dass es sich hier um einen Serienmörder handelt. Das Sokoteam findet das auch.

Während der Serienmörder gesucht wird, erfahren wir auch immer mehr vom Täter. Er nennt sich Butcher, sein wahrer Name wird er am Ende verraten. Als er 9 Jahre alt war, starb sein Vater. Seine Mutter hat ihn immer unterdrückt und seine Ehefrau fängt damit jetzt auch an. Die Familie ist vor einigen Jahren in die Nähe von Kiel gezogen und seine Mutter wohnt mit ihm Haus. Butcher repariert alte Autos und verdient damit sehr gut. Er setzt sich mit der Polizei in Verbindung und fordert Sören Henning heraus. Dabei glaubt er nicht, dass er geschnappt werden könnte. Er geht immer in der Uniform eines Polizisten bzw. Feuerwehrmanns auf die Jagd nach neuen Opfern. Dadurch wirkt er immer sehr vertrauensvoll.

Es sterben noch etliche Menschen durch Butcher. Dann lernt er eine junge Frau mit ihrer kleinen Tochter kennen. So eine Frau ist ihm bisher noch nie begegnet. Es ist seine große Liebe. Gleichzeitig wird der Drang Menschen umzubringen aber auch immer größer. Er plant deshalb das große Finale. Dafür entführt er Hennings Tochter Elisabeth und legt um seine Waldhütte Bomben aus. Er möchte von Henning und seiner Kollegin Santos interviewt werden und sich dann in die Luft sprengen. Die junge Frau die er kennen gelernt hat, hat ebenfalls eine Bombe mit Zeitschaltuhr in der Wohnung. Davon weiß sie aber nichts. Butcher, der in Wirklichkeit Dieter Matuschek heißt, möchte Elisabeth gegen Lisa Santos tauschen. Er weiß, dass Henning und Santos eine Liebesbeziehung aufbauen und möchte Henning damit verletzten. Lisa stimmt dem Austausch zu. Als Henning und Elisabeth in Sicherheit sind, überwältig sie Matuschek und fesselt ihn. Zum Glück ist sie im Nahkampf ausgebildet worden.

 

Das Buch ist insgesamt wirklich sehr spannend geschrieben worden. Es gibt zwar ein paar unglaubwürdige Stellen, aber diese zerstören nicht die Spannung. Bis zur Ergreifung von Matuschek ist auch nicht klar wer er in Wirklichkeit ist. Die ganze Geschichte wechselt immer zwischen den Ermittlungen und dem Tagesablauf von Matuschek hin- und her. Dabei erfährt man von beiden Parteien viel Privates. Interessant ist auch immer der Gedanke wie der Täter zu seinen Opfern kommt. Ist es Zufall? Oder eine höhere Bestimmung? Es wird auch vermehrt auf die Tatsache hingewiesen, dass der Täter eine schlimme Kindheit hatte und deswegen zum Mörder wurde. Dagegen steht allerdings, dass auch andere Menschen eine schlimme Kindheit hatten und nicht gleich zu Monstern mutierten. Es werden also beide Seiten gut durchleuchtet.

Die Seiten im Buch sind sehr eng bedruckt, was das Lesen extrem erschwert. Das fiel mir bei Knaur-Büchern schon öfter auf. Dafür gibt es viele Kapitel mit denen man sich das Lesen einteilen kann. Der Schreibstil ist sehr verständlich und nicht zu kompliziert. Allerdings gibt es sehr brutale Szenen und daher ist das Buch eher für Erwachsene zu empfehlen.

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