Vier Frauen und ein Mord
Die englische Originalausgabe erschien bereits 1951, 1952 unter dem Titel Mrs. McGinty’s Dead. Meine deutsche Ausgabe ist eine genehmigte Lizenzausgabe des Weltbild Verlages und hat 198 Seiten. Die Autorin ist Agatha Christie. Sie wurde am 15.09.1890 in England geboren und ist besonders für ihre Hercule Poirot und Miss Marple-Kriminalfälle berühmt gewesen. Insgesamt schrieb sie 66 Kriminalromane, aber auch Kurzgeschichten und Bühnenstücke. Sogar 6 romantische Erzählungen veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Mary Westmacott. 1971 wurde sie von Queen Elizabeth II zur Dame ernannt. Am 12.01.1976 starb sie an einem Schlaganfall.
Kommissar Spence, den Hercule Poirot von einem früheren gemeinsamen Fall kennt, besucht den großen Detektiv. Er hat ein Problem und da er sehr bald in den verdienten Ruhestand entlassen werden wird, möchte er einen unklaren Fall von Poirot geklärt wissen. Es handelt sich um den Mord an Mrs. McGinty, die in einem kleinen, verschlafenen Dorf in der Nähe von Kilchester wohnte und in verschiedenen Haushalten als Putzfrau arbeitete. Sie wurde bei sich zu Hause mit einer Art Fleischhacke erschlagen und man hat ihr 200 Pfund, die sie zu Hause unter einem Fußbodenbrett versteckt hatte, gestohlen. Das Geld wurde unweit gefunden und man beschuldigte ihren Untermieter James Bentley der Tat. Er wird schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Irgendwie glaubt Spence, durch seine jahrzehntelange Erfahrung aber nicht wirklich, dass Bentley der Täter war. Er bittet Hercule Poirot deshalb darum sich des Falles anzunehmen. Dafür stellt er ihm auch alle Akten der Polizei zu dem Fall zur Verfügung.
Hercule Poirot möchte sich ein eigenes Bild machen und fährt in das kleine Dörfchen um alle Nachbarn zu befragen. Er wohnt bei den Summerhayes, bei denen Mrs. McGinty geputzt hat. Auch bei dem Arzt Dr. Rendall hat sie gearbeitet. Daneben noch bei Mrs. Upward, deren Sohn ein gefragter Bühnenbildner ist und bei den Carpenters. Mr. Carpenter möchte ins Parlament gewählt werden. All diese Personen interviewt Poirot. Alle sind von der Tat geschockt gewesen. Aber im Grunde glauben auch alle das Bentley der richtige Mörder ist. Bei der Nichte von Mrs. McGinty macht er eine interessante Entdeckung. Mrs. McGinty hatte den Sunday Comet gelesen und dort war genau ein paar Tage vor dem Mord an ihr ein Artikel über vier Frauen, die entweder einen Mord begangen haben könnten und um die Verurteilung herum gekommen sind bzw. nur Mittäterinnen waren. Es scheint so als habe Mrs. McGinty eine Frau von diesem Artikel erkannt und in ihr eine Nachbarin gesehen. Anscheinend hat sie dann diese Frau erpresst und wurde durch den Mord zum schweigen gebracht. Doch welche Frau kann es gewesen sein?
In dem Artikel war von einer Eva Kane die Rede, die den berühmten Mörder Craig dazu gebracht hat seine Frau zu töten um mit ihr zusammen leben zu können. Es hätte aber auch sein können, dass die Tat von Eva Kane begangen wurde und sie die Schuld Craig in die Schuhe geschoben hat. Seine Kinder wurden nach der Verurteilung an Verwandte weitergereicht. Auch sie könnten die Mörder sein. Eva Kane änderte ihren Namen in Eve Hope und ging nach Australien, wo sie das gemeinsame Kind mit Craig zur Welt brachte. Auch dieses Kind, die Zeitungen nehmen an es ist inzwischen eine junge Frau, könnte die Mörderin sein. Dann gibt es noch die Fälle um Janice Courtland und Vera Blake. Diese Frauen scheiden für Poirot sofort aus. Der vierte Fall betrifft die junge Lily Gamboll, die ihre Tante erschlagen haben soll. Und zwar mit einer Fleischhacke, was wieder zum Mord an Mrs. McGinty passen würde. Lily Gamboll kam in psychiatrische Behandlung, da sie bei dem Mord noch minderjährig war. Doch inzwischen ist sie als geheilt entlassen worden und könnte in dem kleinen Dorf wohnen.
Es kommen sowohl Eve Carpenter, die junge Mrs Rendall und die Tochter von Mrs. Witherby in Frage. Außerdem könnte Mrs. Upward oder Mrs. Summerhayes Eva Kane sein. Auch Mrs. Witherby hätte das richtige Alter. Bei den Upwards begegnet Hercule Poirot der Schriftstellerin Ariadne Oliver, die mit Robin Upward eines ihrer Bücher zum Theaterstück umschreibt. Sie glaubt, dass Dr. Rendall der Mörder ist. Aus ihr spricht ihre untrügliche weibliche Intuition. Hercule Poirot erkennt, dass Mrs. Upward eine Ahnung hat wer die wirkliche Mörderin ist. Doch sie will ihm ihre Erkenntnis nicht mitteilen. Als Robin und Ariadne zu einem Theaterstück in den nächsten Ort fahren, lädt Mrs. Upward anscheinend drei der verdächtigen Frauen zu sich nach Hause ein, die aber später behaupten sie wären nicht dort gewesen bzw. hätten das Haus leer vorgefunden. Als Ariadne und Robin wieder nach Hause kommen finden sie Mrs. Upward erdrosselt im Wohnzimmer. Wer ist ihre Mörderin?
Für Hercule Poirot ist klar, dass Mrs. McGinty beim Putzen auf ein Foto der vier Frauen aus der Zeitung gestoßen ist. Doch bei wem hat sie das Foto entdeckt? Bei den Summerhayes findet er die Mordwaffe – einen Zuckerhammer. Und auch ein Foto von Eva Kane mit der Bemerkung „Meine Mutter“ auf der Rückseite. Doch die Summerhayes kennen das Foto nicht. Bei Mrs. Upward findet man in der Bibliothek ein Buch das Eve Hope, also Eva Kane gehörte. Und dann kommt Hercules große Auflösung…
Eva Kane war Robin Upwards richtige Mutter. Als sie starb wurde er von Mrs. Upward adoptiert. Doch sie wusste nicht, dass er der Sohn von dem Mörder Craig war, sonst hätte sie ihn nie adoptiert. Er log ihr vor der Sohn einer schwindsüchtigen Ballerina gewesen zu sein. Als Mrs. McGinty aber herausfand wer Robin in Wirklichkeit war, musste sie sterben um das Geheimnis zu bewahren. Mrs. Upward kam schließlich selbst dahinter und so brachte er sie um bevor er mit Ariadne ins Theater fuhr. Er wollte ihr großes Vermögen erben.
Aber auch Mrs. Oliver hat Recht. Dr. Rendall hat anscheinend seine erste Frau vergiftet, was ihm aber nie bewiesen werden konnte. Die Polizei wird ihn weiter überwachen.
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