Villa Fledermaus. 1. Auflage. Zusammenfassung

Die zwölfjährige Jenny Winter wünscht sich sehnlichst ein Haustier. Laut Hausordnung sind aber fast alle verboten, ein Aquarium wäre aber erlaubt. Also ist ein schönes Aquarium ihr Ziel - aber das Geld muss sie sich verdienen. Sie übernimmt fleißig alle möglichen Jobs, bei denen ein bisschen Hilfe gefragt ist. Ganz leicht ist das aber nicht, weil Jenny recht klein und schmal für ihr Alter ist und viele Erwachsene ihr nicht genug zutrauen.

 

Eines Tages entdeckt sie eine Zeitungsannonce. "Wer steigt für mich auf Stühle?" wird dort gefragt und Jenny ist neugierig, was wohl dahinter steckt. Sie fährt mit dem Bus zu der Adresse, die sich als hübsches altes Haus entpuppt. Auf das Klingeln reagiert niemand, dann aber hört Jenny Lärm vom Gewächshaus her. Eine alte Dame schimpft gerade, weil sie ihre Krücken verloren hat und ihr etwas runtergefallen ist. Jenny hilft ihr und gießt auf ihre Anweisungen die vielen Blumen. Die energische alte Dame stellt sich als Felizitas Fuchs vor. Sie hat sich kürzlich das Bein gebrochen, als sie vom Fahrrad stürzte, während sie einen Verbrecher verfolgte. Nun braucht sie jemanden, der für sie die vielen Blumen im Haus gießt, da man dafür teilweise auf Stühle steigen mus. Jenny ist erstaunt über die Frau und weiß nicht recht, was sie von der Geschichte mit dem Verbrecher halten soll, findet felizitas aber sympathisch.

 

Zuhause merkt Jenny, dass ihren älteren Bruder Bernhard etwas bedrückt. Er erzählt schließelich, dass in dem Seniorenheim, in dem er seinen Zivildienst macht, in letzter Zeit einige Diebstähle geschehen. Das sorgt für ein schlechtes Klima, jeder misstraut langsam jedem. Zudem schwört Opa Paul, dass er in der Nacht einen geist gesehen hat.

 

Als Jenny wieder bei Felizitas ist, erzählt diese von weiteren verbrechen, die sie aufgeklärt hat. Sie ist eine Hobby-Detektivin, ähnlich wie Miss Marple. Im Mai erzählt Bernhard, dass das Seniorenheim Haus Sonnenschein verschönert werden soll, vor allem durch eine Gartenlaube, speziell für Opa Paul. Jenny und ihr Freund Karl, genannt Dschingis-Karl, wollen helfen. Dabei finden die beiden eine Uhr. jenny erkennt die Uhr, die laut Bernhard kürzlich gestohlen wurde. Kurz darauf finden sie auch die weiteren gestohlenen Gegenstände und melden es der Heimleitung. Nur Opa Pauls Tagebuch taucht dabei nicht auf. Opa Paul regt sich sehr auf und verdächtigt zunächst Jenny. Dann beruhigt er sich aber und bietet ihr seine geliebten Pralinen an, die sie isst, obwohl sie ihr nicht schmeckt. Anschließend fühlt sie sich etwas elend. Die Pflegerin Ute kümmert sich um sie und erzählt auch, dass die Pflegerin Peggy in letzter Zeit für Unruhe im Heim sorgt und schnell ärgerlich wird.

 

Kurze Zeit später besucht Jenny mit Karl Felizitas. Sie erzählen ihr von den Vorkommnissen im Altenheim und verdächtigen Peggy. Felizitas will bei der Aufklärung helfen. Daher fährt sie zum Seniorenheim und tut so, als wolle sie dort vielleicht in Zukunft einziehen. Sie lässt sich herumführen und sucht nach verdächtigen Dingen. Dabei begegnet sie auch Opa Paul und merkt, dass er sich sehr gut mit Pflanzen auskennt. Beim nächsten Treffen mit Jenny erzählt sie, dass Opa Paul ihr bekannt vorkommt, sie meint, dass er beruflich mit Pflanzen gearbeitete hat und sie sein gesicht mal in einer ihrer Zeitschriften gesehen hat. Schließlich entdeckt sie sein Bild. Demnach war Opa Paul ein bekannter Orchideenzüchter. Sein Ziel war die schwarze Orchidee zu züchten, was noch keinem gelungen ist.

 

Bald darauf ist die Laube fertig und die Einweihung wird gefeiert, auch Jenny und Karl sind dabei. Mitten im Fest erleidet Opa Paul einen Anfall und wird in die Klinik gebracht. In dem Moment kommt auch Felizitas mit Jennys Vater vorbei. Sie nimmt die Pflanze, die Opa Paul gerade vom Linné-Institut geschenkt bekommen hatte, bevor er den Anfall bekam. Ein paar Tage später ist Opa Paul auf dem weg der Besserung. Jenny und Karl besuchen Felizitas und erzählen davon. Felizitas hat eine große Neuigkeit: Sie glaubt, dass Opa Paul vergiftet wurde. Der Pflanzentopf hat eine scharfe Stelle. An den Blättern entdeckte Felizitas ein Gift, das sie einem bekannten zum Untersuchen gab. Es ist das Gift der Pfielgiftfrösche, das schnell tödlich wirkt. Opa Paul sollte offenbar sterben und hat nur durch viel Glück überlebt. Felizitas ist sicher, dass der Mörder aus dem Linné-Insitut stammt, von wo aus die Pflanze kommt und wo Opa Paul früher arbeitete. Sie schmeiden einen Plan: Jenny und Karl geben sich als Reporter der Schülerzeitung aus und bekommen einen Termin zur Führung im Institut. Felizitas gibt sich als Jennys Tante aus und will in der Halle warten, stöbert aber heimlich herum, während Herr Drechsler, der damals die Pflanze für Opa Paul brachte, die Kinder herumführt. Die beiden entdecken dabei auch die Pfielgiftfrösche und sind nun sicher, dass der Mörder aus dem Institut stammt.

 

Felizitas wird beim Herumstöbern von dem Chef Herrn Junn erwischt. Er merkt, dass sie etwas weiß und schickt Herrn Drechsler nach Hause. Felizitas sagt ihm nun offen, dass sie weiß, dass er Opa Paul umbringen wollte. Von Junn stammen auch immer die Pralinen, in die er ein Gift mischte, das Opa Pauls Geist verwirrte. Mit einer Pistole hält Junn Felizitas, Jenny und Karl in Schach und sperrt sie in einen Lieferwagen. Er bringt sie in eine schreberkolonie, wo er sie gefesselt einsperrt. In wenigen Tagen werden dort wieder Leute sein und sie befreien, bis dahin ist er geflohen. Nach siebzehn Stunden werden die drei befreit. Als die vermisstenmeldung rausging, meldete sich der Taxifahrer, der vergeblich vor dem Institut auf Felizitas gewartet hatte. Die Polizei wandte sich an Drechsler, fand Junns leere Villa und erfuhr, dass er einen Flug nach Bogota nehmen wollte. Gerade noch rechtzeitig wurde er auf dem Flugplatz gefasst Seine Begleitung war Katrin, die frühere Pflegerin aus dem Altenheim, die nichts von dem Mordversuch wusste, nur die Diebstähle hatte sie für ihn begangen.

 

Es stellt sich heraus, dass in dem Tagebuch stand, wie es Opa Paul gelungen ist, die schwarze Orchidee zu züchten. Junn wollte den Erfolg für sich und sorgte mit den Pralinen dafür, dass Opa Paul immer verwirter wurde und ins Heim kam. Junn versuchte die schwarze Orchidee nachzuzüchten, aber es misslang immer. Er vermutete, dass in Opa Pauls Tagebuch die fehlenden Hinweise standen. Die anderen Diebstähle sollten nur vom Verschwinden des Tagebuchs ablenken.

 

Felizitas, Jenny und Karl dürfen Opa Paul im Krankenhaus besuchen. Er ist nun wieder geistig ganz gesund. Es stellt sich heraus, dass sich Opa Paul und Felizitas schon kennen und vor vielen Jahren beinah ein Paar waren. Zudem erfahren sie, dass Opa Paul die Züchtung der schwarzen Orchidee zwar einmal glückte, dann aber nicht mehr. Als Junn merkte, dass das Tagebuch ein keine weiteren Hinweise lieferte, drehte er durch. Anschließend gesteht Felizitas Jenny, dass sie Opa Paul schon viel früher erkannte, es aber verheimlichte.

 

Am Ende erzählt Felizitas Jenny, dass sie und Opa Paul zusammenziehen werden. Felizitas wird in dieLüneburger Heide zu ihm ziehen. Jenny ist zunächst enttäuscht, dass sie sich nun nicht mehr so oft sehen werden. Dann aber erzählen ihr ihre Eltern, dass sie in Felizitas Villa ziehen werden. Jenny bekommt nun auch endlich einen Hund.

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