Das Buch „Was ist was – Ritter“ beginnt mit
Der Aufstieg des Rittertums
Die Geschichte des Rittertums begann in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts n. Chr., in einer Zeit, in der die Anhänger des Propheten Mohammed nach der Eroberung Vorderasiens und Nordafrikas nun auch nach der Herrschaft über Westeuropa griffen. Der fränkische Panzerreiter wird vorgestellt und auch die Rolle der Panzerreiter im Kampf gegen die Wikinger und Ungarn wird beschrieben. Bei den Kosten, die ein Panzerreiter verursachte, müssen Rüstung, Streitross und auch natürlich Sattel und alles Dazugehörige betrachtet werden. Wie die Franken die Panzerreiter finanzierten wird berichtet und welche Rechte und Pflichten in einem Lehsvertrag begründet waren. Dazu gehörten vom Lehnsherrn Achtung, Schutz und Unterhalt, umgekehrt vom Vasall waren Achtung, Rat und Hilfe festgehalten. Der Abschluss eines Lehnsvertrages mit seinen weitreichenden folgen für beide Seiten war ein ernstes und festliches Ereignis. Es wurden Würdenträger und Vasallen der Umgebung eingeladen und eine förmliche Zeremonie abgehalten. Ob alle Vasallen freie Männer waren oder ob es darunter auch Unfreie gab, verrät der Autor und im Anschluss erläutert er den Ruf, den die frühen Ritter bei Kirche und Volk hatten. Während des 10. Jahrhunderts ging von dem in Südfrankreich gelegenen Benediktinerklosters Cluny eine große Erneuerungsbewegung aus, die im Abendland zu einem vertieften Verständnis der christlichen Lehre und zu einer Reihe von Reformen führte. Das Selbstverständnis der Ritter wurde durch die Kreuzzüge beeinflusst und eine Zeichnung zeigt die Wege der Kreuzzüge mit ihren Jahreszahlen. Die Entwicklung des Rittertums erreichte zwischen 1180 und 1250 ihren Höhepunkt. In Dichtungen war von Rittern die Rede und damit waren immer bestimmte Krieger gemeint. Das Rittertum erfuhr seine Blütezeit.
Die Welt des Ritters
Das Kapitel beginnt mit der Erziehung der Ritter, die schon im alter von sieben Jahren begann. Die Laufbahn führte über Knappe hin zum Ritter und dies wurde auch mit einer Zeremonie gefeiert. Nach der „Schwertleite“, der Beförderung zum Ritter, begab sich der junge Ritter auf Reisen, um seinen Mut, seine Stärke und seine Tugenden zu erfahren. Die Rüstung wird erklärt und beschrieben und mit Zeichnungen und Fotos bildlich dargestellt. Von Anfang an kämpfte der Ritter mit nur zwei Waffentypen: einer Stoß- und einer Schlagwaffe. Zwei weitere wirkungsvolle Waffen, Wurfspeer und Bogen, beherrschte er zwar, aber benutzte sie nur auf der Jagd. Es werden weitere Waffen vorgestellt und auch wie die Ritter kämpften wird erklärt. Eine typische Ritterschlacht war ein Kampf ohne jede militärische Taktik. Wohlüberlegte Aufstellung der Truppen, Einkesselung oder gar eine Falle, all das lehnte ein echter Ritter als unehrenhaft ab. Für ihn bestand die Kriegskunst vor allem im direkten Angriff und im offenen Kampf Mann gegen Mann. Dies wird noch weiter mit Beispielen und Erzählungen ausgeführt und weiter verdeutlicht. Wenn ein Ritter nicht kämpfen konnte, war seine Lieblingsbeschäftigung die Jagd. Um ihrer Jagdleidenschaft zu frönen, kannten die Ritter keine Rücksichten. Sie preschten mitten durch die Saaten, zertraten das reife Korn, rissen Zäune nieder und kannten auch sonst keine Rücksicht. Dies hatte auch schon mal einen Bauernaufstand zur Folge. Was man unter einen Turnier versteht, wird erläutert und auch beschrieben, wie es bei einem Turnier zuging. Dies wird auch mit alten Zeichnungen erläutert. Die Rolle der Turniere im Leben eines Ritters wird verdeutlicht und im Anschluss erklärt, wie die Ritter wohnten. Die Entwicklung der Ritterburg wird erklärt und die Grundtypen der Ritterburg werden vorgestellt. Das höfische Rittertum wird beschrieben und mit Bildern und Zeichnungen bildlich dargestellt.
Der Niedergang des Rittertums
Das Kapitel beginnt mit der Erklärung, warum sich die Ritter als Soldaten nicht auf Dauer behaupten konnten und in dem Zusammenhang wird auch erläutert, wie es dazu kam, dass viele Ritter im Laufe der Zeit verarmten. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts hatten die Ritter ihre Rolle im Alltagsleben der europäischen Staaten und Völker endgültig ausgespielt. Wie das Rittertum zu Ende ging, beschreibt der Autor. Was vom Rittertum geblieben ist, beendet das Buch.
Das Buch ist mit farbigen Fotos, Zeichnungen und Bildern versehen, die das Thema bildlich darstellen und weiter verdeutlichen.
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