Wer stirbt schon gerne unter Palmen 1 / 2. Zusammenfassung

Meine Taschenbuchausgabe ist eine Originalausgabe vom Weltbild Buchverlag und kostete 2,99 Euro. Es ist die lizenzierte Ausgabe von 2009. Das Buch Wer stirbt schon gern unter Palmen erschien 1975 bei München-Breitbrunn. Das Buch hat 511 Seiten. Heinz G. Konsalik wurde 1921 in Köln geboren und begann schon früh zu schreiben. Der Durchbruch kam für ihn 1958 mit dem Roman Der Arzt von Stalingrad. Er hat mehr als hundert Bücher geschrieben und gilt als der erfolgreichste deutsche Autor der Gegenwart. Alle Romane von Konsalik wurden nicht nur Bestseller, sondern in viele Sprachen übersetzt und einige sogar verfilmt. Die Weltauflage beträgt über 80 Millionen Exemplare. Heinz G. Konsalik starb am 2. Oktober 1999.

 

Der ehemalige Kapitän Lüders findet auf Norderney eine Flaschenpost. Darin bittet ein gewisser Werner Bäcker um Hilfe, weil er in Seenot geraten und auf einer einsamen Insel gestrandet ist. Seine Frau und die gemeinsamen drei Kinder sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. Lüders gibt die Flaschenpost an die Polizei weiter die herausfindet, dass es wirklich einen Werner Bäcker gegeben hat, der von Lübeck nach Auckland, Neuseeland ausgewandert ist. Durch Lüders bekommt auch die Presse von der Geschichte Wind und während die Polizei von Lübeck nichts unternimmt macht sich ein Presseteam auf den Weg in die Südsee.

Einige Jahre zuvor befanden sich Werner Bäcker, seine Frau Viktoria und deren drei Kinder auf der ersten Urlaubsfahrt mit der neuen Yacht. Werner Bäcker hatte hart in Auckland gearbeitet und jetzt konnte er sich mit seiner Familie endlich den gewünschten Luxus leisten. Alles verläuft planmäßig, bis eines Tages ein schwerer Seesturm aufkommt und die Yacht sinkt. Nur Werner Bäcker kann sich in die Rettungsinsel retten. Er muss mit anhören wie seine Frau und die drei Kinder von den Haien zerfleischt werden. Dann verliert er das Bewusstsein. Als er wieder aufwacht befindet er sich auf einer einsamen Insel und eins seiner Beine ist gebrochen. Er schreibt einen letzten Brief und steckt ihn in eine Flaschenpost. Ohne seine Familie möchte auch er nicht mehr leben.

Doch irgendwie schafft er es am Leben zu bleiben und den Knochenbruch zu versorgen. Er baut sich eine Hütte und lernt sich selbst mit dem Notwendigsten zu versorgen. Da stürzt in einem Sturm ein Flugzeug ab und zwei weitere Menschen verschlägt es auf die einsame Insel. Einen Polizisten und eine Mörderin. Werner verliebt sich in die Frau. Doch der Polizist denkt nur daran wie er von der Insel fliehen kann um sie der Gerichtsbarkeit übergeben zu können. Sie beginnen einen Baum auszuhöhlen, da ein Floß auf dem offenen Meer sinnlos wäre.

  

Es war mein erstes Buch von Konsalik das ich jetzt gelesen habe. Eigentlich besteht es aus zwei verschiedenen Büchern. Eins geht um den Vater, Werner Bäcker und das zweite Buch handelt von dem Leben auf der Insel und dreht sich um den Sohn von Werner Bäcker und der Mörderin. Die Geschichte von Werner Bäcker wird eindrucksvoll wiedergegeben. Es ist als wäre Konsalik wirklich dabei gewesen und hätte miterlebt wie schwer es Bäcker gehabt als. Zuerst muss er miterleben wie seine geliebte Frau und die Kinder sterben. Er wird die qualvollen Schreie niemals vergessen. Dann muss er auf der Insel mit einem komplizierten Knochenbruch um sein Überleben kämpfen. Und gerade als sich alles so einigermaßen eingerenkt hat und Bäcker zufrieden mit seinem Leben ist, werden zwei weitere Menschen an die Insel gespült. Das eine der Personen eine Mörderin ist verkompliziert die Geschichte erst recht noch. Aber nachdem die Frau von Bäcker ein Kind erwartet, will auch er von der paradiesischen Insel fliehen. Konsalik beschreibt sehr ausschmückend die Leidensgeschichte von Werner Bäcker. Nicht nur die Insel und jeder einzelne Triumph des Menschen über die wilde Natur wird eindrucksvoll beschrieben. Auch die persönlichen Gedanken von Bäcker werden völlig glaubwürdig wiedergegeben. Wie er mit dem Leben hadert und wie er schließlich, dank einem Albatros, zurück zum Leben findet. Die Geschichte um Werner Bäcker ist nicht weniger dramatisch wie die von Robinson Crusoe.

Es gibt bei der Erzählung immer wieder Phasen da dehnt sich die Geschichte und wird ein bisschen eintönig. Natürlich gibt es nicht nur dramatische Tage, sondern auch ganz normale bei denen sich die Stunden hinziehen und der Leser sich mit den Gedanken von Werner Bäcker auseinandersetzen muss. Doch diese Buchstellen ziehen sich nie zu lange hin und dann passiert wieder etwas Spannendes. Werner Bäcker findet nicht nur zum Leben zurück, nachdem er mit Gott gehadert hat, sondern bekommt eine neue Familie und findet sein persönliches Glück auf der Insel obwohl er durch einen Unfall im Gesicht entstellt ist. Allerdings wärt dieses Glück nicht ewig, denn im zweiten Buchteil über den Sohn greifen Eingeborene die Insel an, da sie ein geheiligter Ort ist und der weiße Mann mit seiner Familie nicht mehr länger darauf wohnen darf.

Zwischendrin fand ich die Schreibweise von Konsalik etwas gedehnt und langatmig. Auch etwas vulgär, wenn Bäcker sich auf der einsamen Insel mit seiner Vergangenheit, dem Verlust seiner Familie und der Frage ob es einen Gott gibt auseinandersetzt. Später verschwindet das Vulgäre aber komplett. Das scheint nur die Phase der Verzweiflung des Gestrandeten auf der einsamen Insel zu sein. Es gibt immer wieder über das ganze Buch verteilt sehr brutale Stellen. Darum würde ich das Buch eher für Erwachsene als für Jugendliche oder gar Kinder empfehlen. Es ist aber sowohl für Männer wie für Frauen interessant. Es gibt jede Menge Action, eine wahre Liebe wird für immer verloren, eine neue Liebe wird gefunden und man muss sich gegen den Rest der Menschheit behaupten. Den Schreibstil finde ich sehr flüssig. Ich konnte keine unlogischen Stellen in der Geschichte finden.

Wie bereits gesagt, besteht das Buch eigentlich aus zwei Büchern, wobei das Buch „Der Vater“ der längere Teil ist. „Der Sohn“ ist nur ungefähr 200 Seiten lang. Der Buchteil „Der Vater“ ist dazu noch einmal in drei Teile und viele Kapitel untergliedert. So kann man sich das Lesen gut einteilen. Ein Kapitel enthält immer mal wieder größere Unterabschnitte wo man stoppen kann. Kein Kapitel war länger als 30 Seiten. Die Schrift hat eine angenehme Größe und die Wörter sind nicht auf die Seiten gepresst. Man kann das Buch also sehr bequem lesen. Den Preis finde ich sehr günstig für so ein dickes Buch. Der Karton der Weltbild Taschenbuchausgabe ist sehr stabil und schön gestaltet. Er kann nicht so leicht Knicke bekommen. Von der Qualität ist der Preis einfach unglaublich günstig. Ich kann Euch dieses Buch wirklich zum Lesen empfehlen. Es ist wirklich interessant, hat aber zwischendrin immer mal wieder langatmige Stellen durch die man einfach durch muss. Dann folgen aber schnell wieder spannende Passagen.

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