Wir Kinder vom Bahnhof Zoo Zusammenfassung

"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" von Christiane F.Das Buch wurde aus den Erlebnissen der jungen Christiane F. zusammen geschrieben.

1978 wurde Christiane F. in Berlin aufgestöbert, als der Stern Reporter Horst Rieck mit seinem Kollegen, dem Fotografen Jürgen Müller Schneck , er wollte einen Bericht über Kinderprostitution schreiben. Sie trafen das damals 15jährige Mädchen, das zu dem Thema sehr viel zu erzählen hatte.

Christiane hatte eine Kindheit wie aus einem Bilderbuch, sie wuchs auf dem Land auf, mit ihrer kleinen Schwester Sabine und ihren Eltern, die zu der Zeit glücklich verheiratet sind. Christiane und ihre Schwester haben alle Freiheiten, die man früher auf dem Land hatte, sie hatten viele Tiere und waren viel draußen mit ihren Freunden in der Natur. Leider bleibt es nicht so, denn als Christiane 6 Jahr alt ist, entschließen sich die Eltern, nach Berlin zu ziehen, sie wollen in der Großstadt ein neues Leben anfangen, ein besseres Leben, wie sie glauben. Leider ziehen sie in eine Hochhaussiedlung, Gropiusstadt genannt, in eine kleine Wohnung, diese Enge und das asoziale Umfeld zerstört die einst glückliche Familie, saufende und prügelnde Eltern findet man in jeder 2. Wohnung, so entwickelt sie auch Christianes Vater. Der frühere liebevolle Vater zertrümmert im Suff die Wohnungseinrichtung, verprügelt die Mädchen und die Mutter und so lassen sich die Eltern bald scheiden.

In diesem Milieu sehen die Kinder nichts anderes zu Hause, als saufen und prügeln und verhalten sich auch so, nach dem Motto „schlagen oder geschlagen werden“. Die Mutter versucht zwar alles, ihre Mädchen gut zu erziehen, schafft es aber nicht wirklich, denn so was ist in so einem Umfeld nicht leicht. Als sie einen neuen Freund namens Klaus hat, zieht Sabine zu ihrem Vater und lässt ihre Schwester Christiane bei der Mutter alleine zurück. Im Alter von 12 Jahren lernt Christiane Kessi kennen, das Mädchen ist zwei Jahre älter und wirkt sehr erwachsen, Christiane sieht ein Vorbild in ihrer Freundin, der Plan der beiden ist, sie wollen in „Europas modernste Disko“ namens Sound. So erzählen sie zu Hause, die eine schläft bei der anderen und machen sich auf dem Weg in die tollste Disko von Berlin, die die beiden gar nicht so toll finden, aber sie fühlen sich sehr erwachsen und genießen es, in dem „Drogenkeller“ Anschluss zu finden. Kessi wird auf dem Nachhause Weg von ihrer Mutter erwischt und die Mutter verbietet ihr den Umgang mit Christiane. Also macht sich Christiane immer alleine auf den Weg, lügt ihre Mutter an, erfindet neue Freunde hinzu, bei denen sie schläft. Die Mutter wahrscheinlich froh, Ruhe zu haben glaubt alles und lässt Christiane gehen. So kommt das Mädchen in ihrem zarten Alter mit allen möglichen Drogen in Berührung, erst Haschisch, dann Trips und alle mögliche Tabletten. Dann lernt sie Detlef kennen, ihre erste große Liebe, bei dem sie dann auch schläft, er teilt sich eine Wohnung mit seinem Freund Axel, Wohnung kann man das eigentlich nicht nennen, verdreckte Matratzen liegen auf dem Bogen zwischen Müll und Dreck rum. Christiane wird, wie Detlef bald Stammgast im „Sound“ und kennt da bald alle Leute. Detlef fängt an, sich Heroin zu spritzen und sie will mit ihm auf gleicher Stufe stehen und fängt an zu schnupfen, weil sie erst noch Angst vor der Nadel hat. Nach einem Konzert von David Bowie lernt Christiane zwei Mädels kennen, Babsi, sie ist das Küken mit 13 Jahren und bildhübsch und Stella, die drei Mädels mögen sich auf Anhieb. Aber die beiden sind voll drauf und spritzen Heroin und gehen auch beide anschaffen.

Christiane beschafft sich am Anfang noch das Geld mit Betteln und das sie ihre Mutter beklaut und ein paar Sachen verkauft, das geht nicht lange gut, denn sie und Detlef brauchen immer mehr Geld, denn Christiane spritzt inzwischen auch schon, Detlef und seine Freunde gehen immer am Bahnhof Zoo anschaffen, er versucht, seine Freundin so lange wie möglich vom Strich fernzuhalten, aber die beiden brauchen immer mehr Geld. Also "erledigt" sie ihren 1. Freier im Auto und kriegt 100 Mark fürs Runterholen, sie ist richtig stolz auf sich und verspricht ihrem Freund, dass sie nie mit einem Freier schlafen wird. Nun gehen beide auf den Strich. Zu der Zeit nimmt sie schon 2 Jahre lang Drogen, zu Hause merkt das keiner und zur Schule geht sie auch fast nicht mehr, sie kann dem Unterricht eh nicht folgen. Eines Tages bricht sie zu hause zusammen, erzählt ihrer irgendwas von Kreislaufproblemen, aber Klaus findet ihr Fixerbesteck und nun tagt zusammen mit Detlef der Familienrat, man beschließt das die beiden zu Hause einen Entzug machen wollen, unter der Aufsicht ihrer Mutter und Klaus. Der Entzug dauert mehrere Tage, die beiden schlucken Tabletten und trinken viel Wein um den Schmerz des Entzugs zu betäuben. Als es so aussieht, als wenn sie es geschafft haben und sie ihren ersten Ausflug nach draußen machen, schlendern sie wie zufällig Richtung Bahnhof Zoo, erzählen all ihren Freunden das sie clean sind. Leider schaukeln sie sich gegenseitig auf, wenn sie nur ab und zu was schnupfen würden, würden sie nicht wieder abhängig werden, so gehen sie am ersten Tag wieder voll drauf nach Hause. Kurz drauf ist wieder alles wie es war… Als sich Axel, der beste Freund von Detlef den „goldenen Schuss“ setzt muss Detlef aus der Wohnung raus, so zieht er zu einem schwulen Freier, das gefällt Christiane gar nicht, aber die beiden haben eh nicht mehr viel Kontakt. Sie zieht eh fast nur noch mit Babsi und Stella rum, Babsi verdient mit ihrem Engelsgesicht am besten auf dem Babystrich, Babsi möchte einen Entzug machen, wartet nur noch auf einen freien Platz. Zufällig trifft Christiane eines Tages ihre Schwester Sabine in der Stadt, die sich zu einem ganz normalen Teenager entwickelt hat, die kichernd und lachend mit ihren Freundinnen durch die Stadt zieht. Da denkt Christiane voller Neid an die Markenklamotten, die ihre Schwester trägt und wie gut sie es bei ihrem Vater und seiner neuen Frau hat.

Eines Nachts schläft Christiane bei Detlef und seinem Freier, als sie Stöhnen hört und Ihren Freund beim Liebesspiel mit seinem schwulen Freier erwischt, für sie bricht eine Welt zusammen und verlässt die Wohnung, sie rennt mitten in der Nacht durch Berlin, der Morgen graut und sie kommt an einem Zeitungsstand vorbei, da liegen die neuesten Zeitungen mit der Überschrift „Berlins jüngste Drogentote war erst 14“ und starrt auf das Fotos mit dem Engelsgesicht ihrer Freundin Babsi. Da dreht Christiane durch, sie erlebt einen Schock, erledigt die üblichen Handgriffe um Geld zu beschaffen, kauft sich für alles Heroin und will sich den „goldenen Schuss“ setzen, sie fühlt sich alleine und sieht keinen Sinn mehr. Aber sie überlebt…

Ihre Mutter schickt sie zu Verwandten aufs Land, wo sie mehrere Monate bleiben muss, dort schafft sie es, ein normales Mädchen zu werden, und kommt von den Drogen weg.

 Das Buch wurde auch von Bavaria Film verfilmt und ist eine wahre Begebenheit. Der Film ist zwar gut, kommt aber an das Buch nicht heran.

Dieses Buch ist sehr offen, mit einfachen Worten geschrieben, einfach so, wie es geschehen ist. Es ist schockierend, aber über ein sehr wichtiges Thema, was man nicht verharmlosen sollte. Und meine Tochter wird es bald zur Abschreckung zu lesen bekommen!!!

In dem Buch sind auch viele Fotos, wo man die Beteiligten sieht, sich ein Bild von den Umständen machen kann, Vorworten, Kontaktadressen und alles, was wichtig ist!!!  

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