Bei dem Buch Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo handelt es sich um eine biografische Erzählung mit dramatischem Charakter. Es wird das Leben drogenabhängiger Kinder und Jugendlicher am Beispiel der Christiane F. erzählt. Diese wurde 1962 geboren und lebt im Berliner Bezirk Neukölln. Der Titel des Buches bezieht sich auf den Bahnhof Station Zoo in Berlin, da dieser während der 70er und 80er Jahre des vergangenen Jahrtausends der Treffpunkt der Berliner Drogenszene war.
Bereits die Kindheit von Christiane war nicht einfach. Zunächst lebte sie mit ihren Eltern und der jüngeren Schwester gemeinsam in einer Wohnung. Als die Familie dann wegen Geldknappheit umziehen muss, die Eltern sich immer wieder streiten und der Vater gewalttätig wird, trennen sich die Eltern. Da der Vater mit der Statussituation unzufrieden war. Christiane zieht mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester nach Neukölln. Doch auch dann kehrt noch keine Ruhe in das Familienleben ein. Christiane streitet sich permanent mit dem neuen Freund ihrer Mutter und bringt es soweit, dass ihre kleine Schwester das Leben nicht mehr aushält und zu ihrem Vater zurück zieht.
Ab diesem Punkt und als Christiane dann auf die Oberschule kommt, nimmt ihr Leben einen rasanten Weg nach unten vor. Auf dieser Schule lernt sie neue Freunde kennen, insbesondere eine Mitschülerin hat es ihr angetan, da diese schon viel reifer ist und sogar schon einen Freund hat. Mit ihr besucht sie zum ersten Mal das Haus der Mitte, eine Jugendeinrichtung der evangelischen Kirche. Der dortige Pfarrer muss machtlos mit ansehen wie sein Jugendclub zum Drogenclub avanciert, denn dort konsumieren die Jugendlichen regelmäßig harte Drogen. So nimmt auch Christiane dort zum ersten Mal Haschisch. Zu diesem Zeitpunkt beginnt ihre Drogenkarriere, sie lernt neue Leute kennen, vernachlässigt für diese die Schule, belügt ihrer Mutter und nimmt diverse andere Drogen wie Alkohol, Tabletten und kifft. Und das bereits mit 13 Jahren.
Am Wochenende geht die Clique dann immer ins Sound, wo auch Christiane irgendwann mitgeht. Dies war zu dieser Zeit die modernste Disco in ganz Europa. Auch dort lernt sie wieder neue Leute kennen unter anderem Detlef, in welchen sie sich verliebt und mit ihm zusammenkommt. Im Sound wird auch H (Heroin) konsumiert. Auch dieses probiert Christiane aus, zunächst nur durch die Nase. Im Alter von 14 Jahren lässt sie sich von einem Junkie den ersten Druck setzen. Christiane nimmt regelmäßig Heroin, bestiehlt unter anderem ihre Mutter, um an Drogen zu kommen und begeht auch sonst diverse Straftaten.
Eines Tages erfährt sie, das ihr Freund Detlef am Bahnhof Zoo anschaffen geht und auch sonst ein paar ihre Freunde dies tun. Sie gehen also mit anderen Männern mit und verkaufen sich, um sich selbst Drogen kaufen zu können. Christiane besucht Detlef von da an regelmäßig am Bahnhof und kommt so der Prostitutionsszene immer näher, auch sie bekommt erste Angebote von Freiern auf welche sie allerdings noch nicht eingeht. Ihr erstes Mal erlebt sie dann mit Detlef in einer dreckigen Wohnung eines Fixerfreundes. Detlef unterstützt Christiane und gibt ihr von seinen Drogen was ab, allerdings fühlt sie sich zunehmend schlecht, das er für sie Anschaffen geht. Detlef möchte allerdings nicht, dass Christiane auch anschaffen geht.
Als sie eines Tages dringend Geld für Drogen benötigt und sie dann auch noch von einem Mann angesprochen wird mit ihr zu fahren, steigt sie ein. Sie befriedigt diesen mit der Hand und erhält Geld dafür. Von da an geht sie regelmäßig auf den Drogenstrich, musste Detlef allerdings versprechen, das sie nicht mit den Männern schläft.
Bis zu diesem Zeitpunkt wusste Christianes Mutter nichts von ihrer drogenabhängigkeit. Als diese es erfährt macht Christiane, gemeinsam mit Detlef, mithilfe der Mutter einen Entzug. Sie schaffen es. Allerdings gelingt es ihnen nicht ihre Gewohnheiten abzulegen und so gehen sie nach dem Entzug wieder zu ihren alten Freunden und setzten sich aus Gewohnheit den nächsten Schuss. Somit verfallen beide wieder der Drogensucht und müssen sich prostituieren, um an Geld zu kommen. Aber beide reden sich ein, das sie ja jeder Zeit wieder aufhören können, da sie es bereits einmal geschafft haben. Somit legitimieren sie vor sich selbst ihre Sucht. Dies ist auch der Zeitpunkt als Christiane zum ersten Mal mit dem Drogentod konfrontiert wird, als ein Fixerfreund sich den Goldenen Schuss setzt.
Doch Christiane lernt nicht daraus, nimmt weiter Drogen, weitere Freunde sterben und sie nimmt noch immer Drogen, bis sie sogar auch mit ihren Freiern schläft….
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