Paul Stewart und Chris Riddell berichten in ihrem Kinderbuch "Wirst du mich vermissen?" aus dem Baumhaus Verlag die Geschichte eines kleinen, ängstlichen und vergesslichen Hasen und eines neugierigen Igels.
Die Geschichte beginnt mit dem Beschreiben der Hauptrollen, welche sich aus den beiden Figuren Hase und Igel ergeben. Die beiden Tierkinder sind dicke Freunde und würden keinen Schritt alleine machen. Den liebenlangen Sommer tollen sie Tag für Tag gemeinsam durch die Wiesen und Wälder, doch wie jedes Jahr, gibt es auch dieses Jahr ein dickes Problem: Herbst und Winter bedeuten Einsamkeit für den kleinen Hasen, denn der Igel braucht seinen Winterschlaf.
In dieser Zeit fühlt sich sein Freund, der Hase, tagtäglich einsam und da er sowieso ein sehr verletzlicher, vergesslicher und ängstlicher Typ ist, der bei allen Problemen sofort seine Sorgen zeigt, stellt er sich immer und immer wieder die Frage: Wird mich mein Freund über die kommenden langen Wintertage vermissen? Um Sicherheit zu bekommen, fragt er unterbrochen seinen Freund: "Wirst du mich vermissen? Wirst du mich vergessen?" Der Igel bestätigt seinen Freund jedes Mal: "Ich schlafe, ich kann dich nicht vermissen, ..., und vergessen, einen Freund, wie dich, vergisst man nicht so einfach!".
Kurze Zeit später jedoch dieselbe Prozedur zwischen dem ängstlichen kleinen Hasen und dem Igel, bis der Igel ziemlich sauer auf seinen Freund wird und plötzlich eine Idee hat. Er schlägt dem Hasen vor, er solle ihm ein Stück Winter übriglassen, denn der Igel hatte noch nie Schnee und Eis sehen dürfen. Eine schwierige Aufgabe für den Hasen - wie soll er ein Stück Winter für den Igel übrig lassen, wenn dieser im Frühjahr aus seinem Winterschlaf erwacht.
Als es soweit ist und der Igel hat sich verkriecht, macht sich sein Langohrenfreund wieder große Sorgen, er hat keine Idee, wie er seinen Freund ein Stück des Winters übriglassen konnte, auf der anderen Seite möchte er den Igel keines Falles enttäuschen! Die Tage vergingen, der kleine Hase wird immer aufgeregter, eine Idee hat er immer noch nicht, stattdessen vergisst er jedoch seine ganzen Sorgen, die er normalerweise in dieser Zeit hatte, außer die Sorge mit dem Übrig lassen des Winters, die plagt ihn ganz schön.
Und dann wird es eines Tages wieder wärmer. Der Schnee beginnt zu schmelzen, und dann erblickte der der Hase schon die erste Eichel. Er möchte sich gerade die ersten Frühlingszeichen schmecken lassen, als ihm die Eichel dummerweise aus der Hand gleitet und dem, noch halbwegs verschneiten Hang hinunterrollt und dabei den nassen Schnee mit sich nimmt, wie eine Lawine. Unten angekommen, hat sich so ein großer Schneeball gebildet, und da kommt den Hasen eine Idee.
Schnell sammelt er die bereits durch den Schnee spickenden Blätter, die vom Herbst übrig waren und klebte sich alle um den Schneeball. Anschließend versteckt er den Blätterball tief in seiner Höhle.
Wenige Tage später erwacht der Igel aus seinem Winterschlaf und die Freude war riesig: Endlich haben sich die beiden Freunde wieder, zumindest für das nächste halbe Jahr, und diesmal überrascht der Hasen den Igel mit einem Stück übrig gelassenen Winter: mit echtem Schnee, ein Erlebnis, das der Igel noch nie zuvor gesehen hat.
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